Hallo, ich begrüße Sie zur Telefonkonferenz der MVV Energie AG und übergebe das Wort an den Leiter Finanzen und Investor Relations, Philipp Romen [Foreign language] .
Guten Tag, meine Damen und Herren. Herzlich willkommen zur Analystenkonferenz der MVV Energie AG. Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG, wird Sie gleich durch die Highlights und die Finanzzahlen der ersten 6 Monate unseres Geschäftsjahres führen und Ihnen im Anschluss einen Ausblick auf das weitere Geschäftsjahr 2023 geben. Im Anschluss steht Ihnen Dr. Georg Müller für Fragen gerne zur Verfügung. Wir haben heute Vormittag den Halbjahresfinanzbericht und die Präsentation auf unserer Investor-Relations-Seite veröffentlicht und wir werden eine Aufnahme dieser Präsentation im Nachgang zur Telefonkonferenz ebenfalls dort veröffentlichen. Und nun übergebe ich das Wort an Dr. Georg Müller. Herr Dr. Müller, Sie haben das Wort [Foreign language] .
Herr Riemen, vielen Dank. Meine Damen und Herren, ich heiße Sie herzlich willkommen. Wir freuen uns sehr, dass Sie sich so zahlreich heute Nachmittag hier in den Call haben einschalten können. Die MVV blickt auf ein gutes erstes Halbjahr. Das fing bereits mit einem guten ersten Quartal an, das auch darauf Hoffnungen machte, dass das Gesamtjahr sich positiv würde entwickeln können. Das hat sich jetzt in Q2 bestätigt, sodass wir zum ersten Halbjahr des vollen Geschäftsjahres ein operatives Ergebnis ohne Veräußerungsgewinne in Höhe von EUR 449 million erwirtschaften konnten nach dem vergleichbaren Ergebnis von EUR 207 million im Vorjahr [Foreign language] .
Auf der Grundlage dieses Ergebnisses, nachdem wir – und Sie wissen, das ist für uns immer besonders wichtig, weil wir ein starkes Wärmegeschäft haben – nachdem das Winterhalbjahr hinter uns liegt und vor dem Hintergrund der höheren Stabilität sowohl in den gesamtwirtschaftlichen wie in den energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen, geben wir auch unsere Prognose für das Gesamtjahr an, und zwar auf eine Bandbreite von 650 million-720 million EUR. Wir haben das ja mit der Ad-hoc-Mitteilung, also sowohl das Ist-Ergebnis für das first half wie die Prognose mit der Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht, der wir dann eine erklärende Pressemitteilung haben folgen lassen. Wir sehen sowohl an den Ist-Zahlen wie an der Prognose des operativen Ergebnisses erneut, dass Klimaschutz und erfolgreiches Wirtschaften bei MVV Hand in Hand gehen. Wir haben in den letzten Jahren offensichtlich viele richtige Entscheidungen getroffen, die jetzt erneut im first half kumuliert auch Bottom-line tatsächlich tragen [Foreign language] .
Zwar nicht nur, wie in den letzten Jahren, wenn ich das so sagen darf, inkrementell, sondern diesmal auch tatsächlich deutlich sichtbar. Herr Riemen hat die Agenda eben schon vorgeschrieben. Nach einigen Highlights komme ich auf das Ist-Ergebnis des ersten Halbjahres zu sprechen und dann auf den Ausblick nach dem pflichtschuldigen Verweis auf den Disclaimer, den wir in unserer Präsentation natürlich wie üblich eingeschlossen haben. Lassen Sie mich zunächst mit einigen Blicken auf operative Themen des ersten Halbjahres blicken. Da ist zunächst mal ein gutes Projektentwicklungsgeschäft im internationalen Bereich, das Fahrt aufgenommen hat. Wir konnten in den USA zwei größere Projekte, einer davon der größte jemals in der Unternehmensgeschichte von Juwi, abschließen, also die Entwicklung abschließen. Die Inbetriebnahme dieses einen Parks mit 223 MW ist zu Ende des Jahres 2023 geplant [Foreign language] .
Wir haben in Südafrika Projektrechte an einem Windpark veräußern können, ebenfalls für deutsche Verhältnisse einem großen Windpark mit 84 MW, der im ersten Quartal des nächsten Kalenderjahres, also 2024, in Betrieb gehen wird. In Japan haben wir gemeinsam mit unserem Joint-Venture-Partner Shizen einen 100 MW Solarpark, das größte Projekt dieses japanischen Joint Ventures, erfolgreich an den Betreiber übergeben. Was Sie daraus schließen können, ist, dass wir international über eine gute Pipeline verfügen. Natürlich selbstredend bei aller Volatilität, die die Projektentwicklung gerade bei dezentralen erneuerbaren Energien quasi per Definition aufweist. Wenn man aus der großen weiten Welt wieder in unsere Regionen zurückkommt, dann machen wir auch bei der Wärmewende Fortschritte. Sie sehen auf Chart 7 der Präsentation die erste Flusswärmepumpe, die mittlerweile an ihrem Bestimmungsort angekommen ist, die wir jetzt einbauen in die Anlagentechnik und die wir zur Heizperiode 2023 in Betrieb nehmen werden [Foreign language] .
Ich habe häufiger darüber gesprochen, dass diese Flusswärmepumpe Teil eines Reallabors der Energiewende ist. Mit circa 20 MW thermischer Leistung wird die Fernwärme für 3,500 Haushalte erzeugen und allein dadurch rund 10,000 Tonnen CO₂ einsparen. Noch wichtiger ist allerdings die gute Ergänzung dieser Flusswärmepumpe in unserem gesamten Erzeugungsportfolio für Mannheim und die Region, das bis 2030 die Fernwärme vollständig klimaneutral erzeugen wird. Dies gilt nicht nur für Mannheim, sondern gilt auch für Offenbach. Auf der Basis eines eigenständigen, regional natürlich anderen Wärmeerzeugungsportfolios wird auch Offenbach die durch das Unternehmen abgegebene Fernwärme bis 2030 klimaneutral erzeugen. In Kiel verfolgen die Stadtwerke Kiel, Sie wissen, die Stadtwerke Kiel ist unsere zweite große Beteiligung, ein 8-Punkt-Programm, um ihre Wärmeversorgung bis 2035 auf grüne Quellen umzustellen. Auch unser Portfolio hat sich im ersten Halbjahr verändert [Foreign language] .
Auf der Basis des bereits 2022 im Sommer abgeschlossenen Kaufvertrages oder besser gesagt Verkaufsvertrages haben wir unsere Tochtergesellschaft MVV Energie CZ zusammen mit den regionalen und lokalen Unternehmen abgegeben. Der Vertrag wurde im Dezember geclosed, noch nach unserer letzten Analystenkonferenz, weswegen ich es heute für 'ne gute Gelegenheit halte, darauf noch mal hinzuweisen. Den Endkonsolidierungseffekt sehen Sie in unseren gesamthaften Zahlen zum Halbjahr. Lassen Sie mich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir den Forecast ganz bewusst auf das operative adjusted EBIT ausrichten, also auf das operative Ergebnis ohne Veräußerungseffekte. Im März diesen Jahres haben wir, erstmals nach 2020 unsere Hauptversammlung wieder in Präsenz hier in Mannheim an unserem traditionellen Standort ausgetragen. Die Präsenz war hoch. Wir werden an diesem Format, solange es auf eine solche Resonanz stößt, eine solch positive Resonanz stößt, auch zukünftig festhalten [Foreign language] .
Trotz der Tatsache, dass wir selbstverständlich eine Ermächtigung durch die Hauptversammlung beschlossen bekommen haben, wieder in ein digitales Format zu gehen. Wir werden das jedoch nur dann tun, wenn die Resonanz deutlich nachlässt. Beschlossen wurde auf der Hauptversammlung außerdem eine Dividende von EUR 1.05 je Aktie unverändert gegenüber dem Vorjahr, was zu einer Dividendenrendite von 3.6% führt. Lassen Sie mich an dieser Stelle durchaus hinzufügen, weil das ist die Botschaft dahinter, dass wir auch in einem Jahr des Ukrainekrieges unser Geschäft so weit haben stabilisieren können, dass wir keine Dividendenkürzung vornehmen mussten, sondern die Dividende auf dem Vorjahresniveau halten konnten. Ein Beleg für die Robustheit der MVV Energiegruppe [Foreign language] .
Wenn wir auf das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2023 schauen, haben wir das mit einem tatsächlich guten Gesamtergebnis abschließen können. Unser bereinigter Umsatz ist auf EUR 4.1 Milliarden gestiegen, getrieben durch die höheren Großhandelspreise für Strom und Gas und höhere Umsätze unseres internationalen Projektentwicklungsgeschäfts. Dabei müssen Sie im Vergleich bitte daran denken, dass das Vorjahreshalbjahr ja nur fünf Wochen ungefähr kriegsbedingt beeinflusst war. Davor waren wir ja noch in Vorkriegszeiten. Das adjusted EBIT ohne Veräußerungsgewinne lag, ich habe es eben bereits gesagt, bei EUR 449 Millionen mit den Treibern vor allem in dem Segment Kundenlösungen und in deutlich geringerem Umfang bei den Neue Energien. Wir werden das gleich in einem größeren Detail noch sehen. Wir haben unser Investitionsniveau halten können mit Gesamtinvestitionen von EUR 160 Millionen, was leicht über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum liegt [Foreign language]
In unseren erneuerbaren Energienanlagen haben wir mehr als 750 million kWh klimaneutralen Strom erzeugt, vor allem aus einem größeren Windportfolio, das auch ein höheres Windaufkommen auswies und erstmals – ich hatte das auch im last December gesagt – aus PV-Freiflächenanlagen, die wir im last year erstmals in unser Portfolio übernommen haben. Wenn wir in einem Biomassekraftwerk nicht Stillstände, geplante und auch einen ungeplanten, gehabt hätten, wäre die Zahl noch größer ausgefallen. Bei der Entwicklung neuer EE-Anlagen liegen wir deutlich über Vorjahr, nämlich mit mehr als 350 MW, dabei ist insbesondere PV stark ansteigend. Das sind die Projektrechteverkäufe in den USA, die ich gerade angesprochen habe, aber auch bei Wind wegen des Rechteverkaufs in Südafrika konnten wir zulegen. Das gilt auch bei der Betriebsführung für erneuerbare Anlagen [Foreign language] .
Das alles haben wir, das ist die einzige Zahl, die kleiner geworden ist, mit 240 FTE oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreichen können. Das ist kein Personalabbau, sondern liegt an der Endkonsolidierung unseres Tschechischen Teilkonzerns. Ganz im Gegenteil haben wir an Wachstumsgeschäftsfeldern in Deutschland weiter Personal aufgebaut, sonst wäre der Mitarbeiterrückgang noch größer. Lassen Sie uns dann zu den einzelnen Segmenten kommen. Ich will an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das die Zahlen sind, die einschließlich Veräußerungseffekten sich ergeben. Das stärkste Ergebnissegment ist in diesem Halbjahr gewesen das Berichtssegment Kundenlösungen, also das Segment, in dem wir sämtliche Kundengruppen und auch das Commodity-Geschäft gebündelt haben. Das Commodity-Geschäft ist für diese EUR 271 million auch weit überwiegend verantwortlich. Dieses Ergebnis stammt vor allem aus der Vermarktung von erneuerbaren Anlagen, also Solar, Wind und Biomasse, die wir insbesondere bei Dritten in unser Vertragsportfolio übernommen haben [Foreign language] .
Mit anderen Worten: Wir haben im Laufe des Kalenderjahres 2022 mit einem systematischen weiteren Ausbau dieses Portfolios begonnen. Bei einem konservativen Management der Risiken lagen wir also zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Produkt im Markt und konnten damit und stießen damit auf gute Nachfrage, die dann in diesem Jahr im ersten Halbjahr zu diesem wirklich nennenswerten und ausgezeichneten Ergebnis unseres Commodity-Bereichs führt. Der zweite Teil dieses Ergebniszuwachses resultiert aus der Portfoliogewirtschaftung, also nach den Initial Hedges von Erzeugungseinheiten, dann der Portfoliogewirtschaftung, die gleichfalls von dem gestiegenen Preisniveau und der Volatilität in den letzten Monaten profitieren konnte. Damit habe ich dann auch schon die beiden Stichworte genannt, um etwas Erwartungsmanagement für das kommende Geschäftsjahr zu betreiben [Foreign language] .
Preisniveau und Volatilität sind deutlich wieder zurückgegangen, sodass wir für das nächste Geschäftsjahr nicht davon ausgehen können, dass diese Ergebnisbeiträge in der Form nochmals so erzielt werden hätten können. Belastet ist das Ergebnis worden durch eine mildere Witterung als im Vorjahr und zudem durch Vorlaufkosten für den Aufbau dezentraler Geschäftsmodelle im Strombereich, im Wärmebereich, insbesondere für den von mir eben bereits angesprochenen Aufbau von Personal. Das ist ja an der Stelle nicht wie bei Investitionen, die sich erst dann niederschlagen, wenn eine Anlage in Betrieb ist und damit Abschreibungsgegenwerte verdienen kann. Bei Personalaufbau sind die Aufwände sofort ergebniswirksam. Unter Investitionsgesichtspunkten sehen Sie einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Das liegt daran, dass wir im letzten Jahr AVANTAG, das Unternehmen AVANTAG zu 100% übernommen haben. AVANTAG ist ein Projektierer für große Aufdach-PV-Flächen, der sich prima in unser Portfolio dezentraler Stromangebote einpasste [Foreign language] .
Auch im Berichtssegment Neue Energien sieht man eine Ergebnisverbesserung von EUR 75 million auf EUR 100 million gegenüber dem Vorjahr. Das liegt im Wesentlichen an dem Projektentwicklungsgeschäft, das ich bereits angesprochen habe. Profitieren konnten wir auch von einem gegenüber dem Vorjahr besseren Windaufkommen und dem Zuwachs unseres Windportfolios. Gegenläufig schlug sich im ersten Halbjahr die Erlösabschöpfung nieder. Dieses Berichtssegment Neue Energien ist einer unserer zwei Investitionsschwerpunkte mit einem Schwerpunkt dann noch mal hier eher auf Wachstums- denn auf Bestandsinvestitionen. Die größten Projekte sind die weitere Abwärmegewinnung auf unserem Anlagenkomplex auf der Friesenheimer Insel, das Phosphor-Recycling in Mannheim und der Bau und die Übernahme weiterer Solarparks. Das, was ich eben für das letzte Jahr als Erstinvestitionsfeld bezeichnet habe, werden wir in diesem Jahr fortsetzen. Wir kommen zum Berichtssegment Versorgungssicherheit [Foreign language] .
Das stabilste in diesem ersten Halbjahr mit einem Ergebnis von 66, einem operativen Ergebnis von EUR 66 million, also einem leichten Anstieg, der im Wesentlichen auf einer besseren Verfügbarkeit von Erzeugungsanlagen basiert. Wir sehen dann auch hier einen leichten Zuwachs an Investitionen. Hier ist die Struktur der Investitionen anders. Hier reden wir mehr über Bestandsinvestitionen, denn in diesem Berichtssegment ist neben den Erzeugungseinheiten die Netze abgebildet, wobei es ja hier um Ausbau, Verdichtung, Instandhaltung und Erneuerung, also vor allem Investitionen in den Bestand geht. Hier finden sich allerdings auch die grünen Wärmeinvestitionen, zum Beispiel für die eben angesprochene Flusswärmepumpe wieder. Wenn man dann auf Chart 15 zur Überleitungsrechnung zum Adjusted EBIT kommt, dann sehen Sie strukturell. Darin keine Besonderheiten. Wir halten seit mittlerweile weit mehr als einem Jahrzehnt an den Bereinigungsfaktoren fest, auch wenn sich die Zahlen jetzt wieder etwas kleiner gestalten gegenüber denen zum 30.09.2022 [Foreign language] .
Sie wissen, die Marktwerte sind weder ergebnis- noch liquiditätswirksam, sind aber nach IFRS 9 im Konzernabschluss abzubilden. Je mehr Absicherungsgeschäfte ein Unternehmen dann hat und je stärker sich die Marktpreise bewegen, desto mehr schaukeln sich dann auch diese relevanten Positionen temporär auf. Deshalb bereinigen wir sie. Umgekehrt formuliert: Wenn wir sie nicht bereinigen, würden wir das Haus verfehlt steuern. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden in diesem Jahr etwas mehr als EUR 360 million subtrahiert. Im letzten Jahr war der Swing noch positiv, also umgekehrt im Wesentlichen bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. In der Bilanz ist das eingetreten, was wir prognostiziert hatten. Die Marktpreise sind gesunken und diese Bewegung in Richtung Normalisierung sieht man dann auch in den relevanten Positionen [Foreign language] .
Zum Beispiel bei den positiven Marktwerten auf der Vermögensseite, die von einer Bereinigung von EUR 17 Milliarden auf EUR 4.8 Milliarden sich reduziert haben. In der gleichen Größenordnung sieht man diese Bereinigung auf der Passivseite. Darüber hinaus bereinigen wir wie üblich die Zinserträge aus Finanzierungsleasing, weil sie für uns zum operativen Geschäft unseres Geschäftskundenbereichs gehören. Restrukturierungsaufwendungen oder Erträge waren nicht zu verzeichnen, sodass sich dann, wenn man dann noch die Veräußerungseffekte abzieht, ein Adjusted EBIT von EUR 449 million auf operativer Basis ergibt [Foreign language] .
Wenn man dann die GuV durchrechnet vom operativen Ergebnis aus dem Periodenüberschuss nach Fremdanteilen, also dem, was den MVV Energie Aktionären tatsächlich dann auch wirtschaftlich zusteht, sehen wir ein etwas schlechteres Finanzergebnis, also mehr Finanzaufwand wegen Fremdwährungsumrechnungseffekten, was zu einem EBT von EUR 492 million führt, ergebnisbedingt höheren Ertragsteuern, sodass sich ein Periodenüberschuss von EUR 353 million ergibt, der dann noch um die Fremdanteile zu korrigieren ist, die sich auf EUR 51 million belaufen, also etwas niedriger sind als im Vorjahr, sodass sich ein Gesamtwert an Periodenüberschuss nach Fremdanteilen von EUR 302 million ergibt [Foreign language] .
Wenn man von da aus dann in die Zahlungsströme kommt, starten wir – ich hatte das ja gerade schon angesprochen – von einem deutlich erhöhten EBT, auf dessen Grundlage sich dann nach Bereinigung der zahlungsunwirksamen, der nicht operativen Erträge und Aufwendungen an Cashflow vor Working Capital und Steuern von EUR 529 million ergibt, von dem aus dann bei Berücksichtigung des Rückgangs von Margins und sonstigen Verbindlichkeiten ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sich ergibt, der insgesamt bei EUR 286 million über dem Vorjahr liegt. Dabei ist bereits berücksichtigt der Margin-Rückgang oder mit anderen Worten: Dass der Cashflow, der operative Cashflow, der zum EBITDA passt, liegt um EUR 300 million, knapp EUR 300 million über dem Vorjahresergebnis, was zeigt, dass wir uns auch Cash-seitig positiv haben schlagen können [Foreign language] .
Das sieht man dann auch bei den Nettofinanzschulden ohne margins. Die Netto Nettoschulden fallen. Richtigerweise muss man aber diese Zahl um die margins bereinigen. Dann sieht man, dass unsere Nettoverschuldung leicht ansteigt, was bei dem eben von mir angesprochenen Investitionsprogramm, das wir ja nicht verlangsamt haben, kein Wunder ist. Das liegt also im Bereich der Erwartungen. Wir gehen damit um, indem wir die Finanzierung – das kennen Sie aus vorangehenden Analystenkonferenzen – fristenkongruent ausrichten, dass wir auf feste Zinssätze für die gesamte Laufzeit einer Investition eine Zinsbindung setzen, sodass sich ein höheres Zinsniveau, das wir ja an den Märkten sehen, nur auf neue Finanzierungen auswirkt. Wir achten auf ein ausgeglichenes Fälligungsprofil und können daher nach wie vor uneingeschränkt Zugang zu den Fremdkapitalmärkten feststellen [Foreign language] .
Unsere EK-Quote ohne Margins steigt aufgrund des überproportionalen EK-Anstiegs von 32.5% auf 37.6%, was dann auch zeigt, dass die außerordentliche Ergebnisentwicklung die Finanzkraft der MVV nachhaltig stärkt, auch wenn sie selbst eher vorübergehenden Charakter hat. So viel zum ersten Halbjahr 2023. Ich komme abschließend zum Ausblick auf das Gesamtjahr 2023, und zwar bezogen auf das operative adjusted EBIT, also ohne Veräußerungseffekte und die Investitionen. Wir hatten unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2023, die ja wir veröffentlicht haben mit der Veröffentlichung der Zahlen für das Gesamtgeschäftsjahr 2023 im Dezember des letzten Jahres, basiert ja auf Einschätzungen, die wir im Oktober des letzten Jahres getroffen haben [Foreign language] .
Wir haben uns damals dazu verständigt, angesichts der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit, angesichts der energiewirtschaftlichen Unsicherheit und vor dem Hintergrund, dass das gesamte Geschäftsjahr noch vor uns liegt, uns vorsichtig zu positionieren und hatten prognostiziert, dass wir ein adjusted EBIT operativ, also ohne Veräußerungserlöse, mindestens auf dem Niveau des Vorjahres, was EUR 298 million gewesen ist, erreichen würden. Wir hatten schon damals geschrieben, das im Prognosebericht geschrieben, dass sich durchaus auch Chancen ergeben können. Wir würden unterjährig diese Prognose anpassen. Wir haben das im ersten Quartal des Geschäftsjahres noch nicht getan, trotz eines schon guten Quartals, aber zu Ende Januar war uns die Gesamtlage noch zu unsicher, um die Prognose anzuheben, auch mit Blick auf die Ergebnisherkunft. Wir sehen nunmehr, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage, die gesamtwirtschaftliche Einschätzung stabilisiert. Wir sehen, dass sich die Volatilität, die Preissituation an den Energiemärkten stabilisiert hat [Foreign language] .
Wir haben unser Winterhalbjahr hinter uns. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, die Prognose auf den eben bereits von mir genannten Wert von EUR 650 million-720 million, also eine Spanne von EUR 70 million zu legen. Der Großteil dieses dann noch aus dem für das zweite Halbjahr zu erzielenden Ergebniszuwachses kommt auch hier aus dem Handelsgeschäft, bei dem wir überaus zuversichtlich sind, dass wir die gute Entwicklung im ersten und im zweiten Quartal auch für den Rest des Geschäftsjahres beibehalten können. Selbstverständlich ist diese Prognose nach wie vor von der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit, die uns erhalten bleibt, gezeichnet. Das gilt auch für die grundsätzliche energiewirtschaftliche Unsicherheit, die noch vorhanden ist, auch wenn die Märkte deutlich ruhiger und preislich deutlich zurückgekommen sind [Foreign language] .
Das kennen Sie von MVV, hängt natürlich unsere Prognose dann auch an Abfall- und Biomassepreisen, an Beschaffungskosten für Brennstoffe, an CO₂-Zertifikatspreisen, den Windverhältnissen, der Anlagenverfügbarkeit sowohl unserer eigenen Anlagen wie der von kontrahierten Dritten und Regulatorik und Entwicklung des Markt- und Wettbewerbsumfelds. Wenn das die Ergebnisprognose war, dann glauben wir auch – das wundert Sie jetzt nicht – dass wir unser Investitionstempo beibehalten können, also dass wir ein Investitionsniveau auf der Höhe des Vorjahres halten können. Die drei Stichworte kennen Sie. Das sind die Kernbestandteile des Mannheimer Modells in die Stromwende, in die Wärmewende und in grüne Produkte und Dienstleistungen. Dieser Weg der MVV ist auch für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 vorgezeichnet. Meine Damen und Herren, damit wäre ich am Durchgang durch das erste Halbjahr und an der Prognose für das Volljahr, käme damit zum Ende meines Vortrags [Foreign language] .
Danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und stehe Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung. Vielen Dank [Foreign language] .