[Foreign language] Sehr geehrte Damen und Herren, als Vorsitzende des Aufsichtsrats übernehme ich gemäß § 116 Absatz 1 des Aktiengesetzes den Vorsitz, eröffne die heutige 21. ordentliche Hauptversammlung der Strabag SE und begrüße die Damen und Herren Aktionäre unserer Gesellschaft beziehungsweise deren Vertreter, die Mitglieder des Aufsichtsrats, welche vollständig anwesend sind, die Mitglieder des Vorstands, welche vollständig erschienen sind, den Vertreter des Abschlussprüfers PwC Wirtschaftsprüfung GmbH , Herrn Gabor Krüpl. Klemens Peter Haselsteiner ist am 17.
[Foreign language] Januar 2025 unerwartet verstorben. Klemens Peter Haselsteiner war eine herausragende Persönlichkeit als Vorstand, CEO und Mensch. Er war unternehmerisch weitsichtig und gleichzeitig bodenständig und anpackend. Er hat die Strabag nachhaltig geprägt und mit Work on Progress und der Strategie 2030 einen wegweisenden Weiterentwicklungsprozess eingeleitet.
[Foreign language] Als Mensch fehlt er uns, an die Strategie werden wir nahtlos anknüpfen. Diplomingenieur Stefan Kratochwill wurde mit Wirkung ab 19. Februar 2025 zum weiteren Vorstandsmitglied bestellt und zum Vorstandsvorsitzenden der Strabag SE ernannt. Stefan Kratochwill hat das Anforderungsprofil des Aufsichtsrats perfekt erfüllt. Er bringt alle persönlichen Eigenschaften mit und hat aufgrund seiner langjährigen Strabag-Karriere eine tiefe Kenntnis unserer Organisation.
[Foreign language] Stefan Kratochwill hat die neue Strategie entscheidend mitgeprägt und ist ein wichtiger Treiber von Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Wir freuen uns, mit dem neuen Vorstandsteam weiterhin schlagkräftig aufgestellt zu sein. Diplomingenieur Stefan Kratochwil wird sich im Rahmen des Berichts des Vorstands zum ersten Tagesordnungspunkt bei Ihnen vorstellen.
[Foreign language] Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, im Namen des gesamten Vorstands begrüße ich Sie sehr herzlich zu unserer 21. ordentlichen Hauptversammlung. Mein Name ist Stefan Kratochwil, ich bin seit Februar 2025 Vorstandsvorsitzender der Strabag SE. Lassen Sie mich mit einem kurzen Rückblick auf das laufende Jahr beginnen. Vor einem Jahr war es Klemens Haselsteiner, der an dieser Stelle stand und Sie begrüßte.
[Foreign language] Heute, ein Jahr später, stehe ich hier und muss Ihnen sagen: Der plötzliche Tod von Klemens Haselsteiner im Januar 2025 hat uns alle tief betroffen. Er hat in seiner Zeit bei Strabag wichtige Akzente gesetzt und mit Work on Progress einen umfassenden Transformationsprozess erfolgreich eingeleitet. Sein Vermächtnis lebt jedenfalls weiter in unserer Kultur, in unserer Strategie und in der Art, wie wir gemeinsam vorangehen. Gemeinsam mit Klemens Haselsteiner haben wir die Strategie 2030 erarbeitet. Dabei hat er uns etwas Entscheidendes mit auf den Weg gegeben.
[Foreign language] Wir können die Zukunft nicht voraussagen, aber wir können sie gestalten. An diesem Kurs halten wir fest. Ich darf mich kurz vorstellen. Ich bin seit über 20 Jahren bei Strabag tätig. Zuletzt war ich in 20 Ländern für unseren konzernweiten Geräte- und Maschinenpark mit einem Wert von über €4,5 Milliarden verantwortlich. Dabei lag mein Fokus in den letzten Jahren stark auf dem Thema Leadership, Technologie und Nachhaltigkeit. In dieser Rolle war ich auch eng in die Ausarbeitung der Strategie 2030 eingebunden.
[Foreign language] Denn die Dekarbonisierung unserer Baumaschinen, Anlagen und unseres Fuhrparks ist sicherlich einer der stärksten Hebel, den wir haben, die Klimaziele zu erreichen. Ich gehe mit voller Überzeugung und großem Engagement an meine Aufgabe heran und danke dem Aufsichtsrat der Gesellschaft für das entgegengebrachte Vertrauen und die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden der Strabag SE. Zurück zum abgelaufenen Jahr 2024.
[Foreign language] Wir werden oft gefragt: "Es ist doch Krise am Bau, wie kann sich Strabag in diesem Umfeld so gut behaupten?" Wir sind heute sehr breit aufgestellt nach Bausparten, Ländern, Projektgrößen und Auftraggebern. Und genau das ist es, das ist der entscheidende Punkt. Denn ich kann Ihnen sagen, wären wir nur in Österreich tätig, wären solche Ergebnisse nicht möglich. Österreich gehört schon seit einiger Zeit zu den herausforderndsten Märkten, in denen wir tätig sind. Daher ist es wichtig, dass wir weiter breit aufgestellt bleiben.
[Foreign language] Das Marktumfeld war zweigeteilt im Jahr 2024. Wir hatten Rückenwind im Bereich Infrastruktur und Gegenwind im Hochbau. Konkret sehen wir im Infrastrukturbereich in den meisten unserer Märkte eine steigende Nachfrage, besonders bei Projekten rund um Mobilität und Energie. Wie Sie vielleicht wissen, macht Infrastruktur mehr als 50% unserer Gesamtleistung aus und ist damit das Rückgrat unseres Portfolios.
[Foreign language] Ein Blick nach Deutschland: Das geplante Sondervermögen Infrastruktur im Ausmaß von €500 Milliarden ist ein wichtiger Schritt, denn der Modernisierungsbedarf ist enorm. Ein Sechstel der Autobahnen ist nicht voll nutzbar, ein Drittel der Straßen ist in schlechtem Zustand, 16.000 Brücken sind sanierungsbedürftig. Mit den ersten Projekten aus diesem Paket rechnen wir allerdings frühestens im Jahr 2026 und da wohl eher in der zweiten Jahreshälfte.
[Foreign language] Neben der Finanzierung geht es aber vor allem darum, die Planungs- und Genehmigungsprozesse in Deutschland zu beschleunigen, denn nur dann wird das Paket auch seine volle Wirkung entfalten können. Als Marktführerin in Deutschland mit rund 40.000 Mitarbeitenden, flächendeckender Präsenz und dichtem Baustoffnetzwerk sind wir jedenfalls bestens aufgestellt.
[Foreign language] In Österreich gibt es kein vergleichbares Programm für Infrastrukturinvestitionen. Außerdem ist davon auszugehen, dass die angespannte Budgetsituation nach der noch nicht überwundenen Krise im Wohnungsbau weiteren Druck auf die heimischen Bauunternehmen erzeugen wird.
[Foreign language] Im Hochbau zeigte sich ein gemischtes Bild. Der Wohnungsbaumarkt ist in den letzten zwei Jahren deutlich zurückgegangen. Gerade in Österreich spürten wir das deutlich, vor allem aufgrund der strengeren Kreditvergaberichtlinien. Seit dem dritten Quartal 2024 beobachten wir aber erste Anzeichen einer Stabilisierung, allerdings noch auf niedrigem Niveau. Wichtig ist in diesem Zusammenhang: Der Wohnbau macht bei uns nur rund 6% der Gesamtleistung aus. Diese Rückgänge konnten wir auf Konzernebene bisher mehr als ausgleichen.
[Foreign language] Im übrigen Hochbau, also etwa im öffentlichen Bereich und im Industriebau, sehen wir eine sehr solide Entwicklung. Besonders gefragt sind hier Projekte aus dem Hightech-Bereich, zum Beispiel Halbleiterfabriken oder Rechenzentren. Der Trend, den wir seit 2022 beobachten konnten, nämlich die Verschiebung von privaten hin zu öffentlichen Aufträgen, hat sich im ersten Quartal 2025 zum ersten Mal nicht fortgesetzt.
[Foreign language] Wir gehen davon aus, dass dieser Trend seinen Höhepunkt erreicht hat und sich umkehren wird, weil auch die Zinsen aus heutiger Sicht weiter sinken dürften. Im Folgenden möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die wichtigsten Auftragseingänge aus dem Jahr 2024 und dem ersten Quartal 2025 geben. Im Bereich der Energiewende sind wir stark engagiert. In Deutschland führen wir Bauarbeiten an den großen Stromtrassenprojekten Südlink und Südostlink mit einem Gesamtvolumen von €1,4 Milliarden durch.
[Foreign language] Auch in der Mobilitätsinfrastruktur konnten wir wichtige Aufträge gewinnen. Beim Schienennetz beispielsweise in Kroatien, Tschechien und der Slowakei haben wir Projekte für den Ausbau und die Modernisierung von Bahnstrecken im Wert von insgesamt rund €320 Millionen erhalten. Im Bereich der Wasserstraßen sind wir aktuell mit dem Neubau der Schifffahrtsschleuse Kriegenbrunn in Bayern beschäftigt. Das Projekt hat ein Volumen von €450 Millionen und wird während des laufenden Schiffsverkehrs umgesetzt.
[Foreign language] In Österreich wurden wir in einem Konsortium mit der Erneuerung der Luegbrücke an der Brennerautobahn in Tirol beauftragt, die nach 55 Jahren am Ende ihrer Lebenszeit angekommen ist. Der Auftrag hat für uns ein Volumen von rund €108 Millionen und soll bis 2030 abgeschlossen sein. Im Hochbau konnten unsere Teams einige Leuchtturmprojekte akquirieren, von denen ich zwei exemplarisch herausgreifen möchte. In der Slowakei haben wir den Auftrag bekommen, die Roosevelt-Klinik zu sanieren und zu erweitern.
[Foreign language] Das Projekt ist rund €300 Millionen wert und zeigt, dass wir auch bei der Modernisierung kritischer Infrastruktur punkten können. In Prag bauen wir aktuell die neue Zentrale der tschechischen Tochter der Erste Group. Das Gebäude wird nach den höchsten Nachhaltigkeitsstandards errichtet und soll klimaneutral betrieben werden. Auch außerhalb Europas konnten wir einige bedeutende Projekte gewinnen.
[Foreign language] In Toronto zum Beispiel erweitern wir eine Schnellbahnlinie inklusive der dazugehörigen Tunnelabschnitte mit einem Auftragsvolumen von €175 Millionen. Und in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo wir schon seit den 1980er Jahren aktiv sind, haben wir einen Auftrag über €250 Millionen für den Bau eines modernen Wohnkomplexes entgegennehmen dürfen. Der Mix unserer Auftragseingänge zeigt, wie breit wir aufgestellt sind.
[Foreign language] Wir können Projekte in nahezu allen Bausparten und Größen in über 50 Ländern weltweit sowohl für die öffentliche Hand als auch für private Auftraggeber umsetzen. Das macht uns resilient, weil wir je nach Marktumfeld flexibel agieren können. Das schlägt sich auch in den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2024 nieder. Denn, wie Sie sehen können, konnten wir uns auch im letzten Jahr sehr gut behaupten. Unsere Leistung ist 2024 leicht gestiegen um €100 Millionen bzw. 1% und lag damit bei €19,2 Milliarden.
[Foreign language] Damit konnten wir die erwarteten Rückgänge in Österreich und Ungarn mehr als ausgleichen. In Österreich war der Wohnungsbaumarkt weiterhin schwach. In Ungarn blieben öffentliche Investitionen aus, unter anderem weil EU-Mittel nach wie vor eingefroren waren. Das stärkste Wachstum kam aus Polen und Deutschland. In Polen, einem langfristig sehr vielversprechenden Markt, ist die Leistung sogar um 28% gestiegen.
[Foreign language] In Deutschland wurde das Wachstum vor allem von Projekten in der Energie- und Mobilitätsinfrastruktur sowie dem Bereich Building Solutions getragen. Beim Auftragsbestand haben wir 2024 zum ersten Mal die Marke von €25 Milliarden überschritten. Zum Jahresende lag er bei €25,4 Milliarden. Das ist ein Plus von 8%. Besonders erfreulich ist, dass wir in all unseren Kernmärkten zulegen konnten.
[Foreign language] Hervorzuheben ist das starke Wachstum in strategisch wichtigen Bereichen wie Hightech-Produktionen, also zum Beispiel Halbleiterwerke und Rechenzentren. Auch in der Energieinfrastruktur und im Bereich Building Solutions sehen wir Zuwächse.
[Foreign language] Rückläufig war der Auftragsbestand im Vereinigten Königreich, wo wir aktuell mehrere Großprojekte abarbeiten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, also das EBIT, hat 2024 zum ersten Mal die Marke von €1 Milliarde überschritten. Das entspricht einem kräftigen Anstieg von 21% im Vergleich zum Vorjahr. Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge von 6,1% nach 5% im Jahr 2023.
[Foreign language] Die Marge lag damit im vergangenen Jahr auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Dafür gibt es unter anderem drei Gründe. Zwei der Gründe betreffen Deutschland, unseren größten Markt. Zum einen konnten wir wegen des milden Wetters Asphaltierungsarbeiten bis in den Dezember hinein fortsetzen. Das hat uns in etwa einen zusätzlichen Monat an Ergebnisbeiträgen gebracht. Zum anderen haben wir zum Jahresende Einigungen bei Nachtragsforderungen für große öffentliche Projekte in Deutschland erzielt.
[Foreign language] Und drittens, im internationalen Projektgeschäft sind die Ergebnisbelastungen im Vergleich zum Vorjahr spürbar geringer ausgefallen, was unseren anhaltenden Fokus auf Risikomanagement unterstreicht. Was die Gewinnausschüttung betrifft, bleiben wir bei unserer verlässlichen Dividendenpolitik. Unser Ziel ist weiterhin, 30% bis 50% des Konzernergebnisses an unsere Aktionärinnen und Aktionäre auszuschütten.
[Foreign language] Für das Geschäftsjahr 2024 schlagen wir der heutigen Hauptversammlung eine Dividende von €2,50 je Aktie vor. Das ist ein Plus von 14% im Vergleich zum Vorjahr und entspricht einer Ausschüttungsquote von 34%. An die Aktionärin MKAO Rasperia Trading Limited , die mit Sanktionen der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten von Amerika belegt ist, wird weiterhin keine Dividende ausbezahlt.
[Foreign language] Um das zu gewährleisten, plant die Gesellschaft, die Dividendenauszahlung, wie auch schon in der Vergangenheit, mittels Wertrechten vorzunehmen. Die technischen Details dazu werden Sie auf unserer Dividendenbekanntmachung auf der Webseite finden.
[Foreign language] Die Gesellschaft behält sich aber auch dieses Jahr das Recht vor, die Modalitäten der Dividendenauszahlung zu ändern. Sie werden, wir werden Sie darüber entsprechend verständigen. Abschließend möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über unsere Bilanz geben. Wie Sie sehen, ist sie auch im vergangenen Jahr sehr solide geblieben und bildet eine starke Grundlage für unser operatives Geschäft.
[Foreign language] Unsere Netto-Cash-Position konnten wir auf hohem Niveau weiter ausbauen, auf €2,9 Milliarden. Und das, obwohl wir wegen des im Jahresvergleich höheren Zinsniveaus eigentlich mit einem Rückgang bei den Anzahlungen gerechnet hatten. Unsere Eigenkapitalquote lag zum Jahresende bei starken 34,1% und damit weiterhin deutlich über unserer Mindestschwelle von 25%.
[Foreign language] Vor allem unsere anhaltende finanzielle Stärke hat dazu geführt, dass die Ratingagentur Standard & Poor's unser Investment Grade Rating im letzten September eine Stufe auf Triple B Plus mit stabilem Ausblick angehoben hat. Damit gehört Strabag zu den bestbewerteten europäischen Baukonzernen.
[Foreign language] Kommen wir jetzt zum Stand unserer Strategieumsetzung. Im Jahr 2024 und auch im bisherigen Verlauf von 2025 haben wir wichtige Meilensteine bei der Umsetzung unserer Strategie erreicht. Im März 2025 konnten wir die Übernahme der Georgiou Group erfolgreich abschließen. Damit sind wir ab sofort mit einem lokalen Geschäft in Australien vertreten und diversifizieren unser Länderportfolio weiter.
[Foreign language] Konkret werden wir mit dieser Übernahme den Anteil unseres außereuropäischen Geschäfts auf 9% nahezu verdoppeln. Diese breite Aufstellung ist ein zentrales Element für unsere langfristige Resilienz. Die Georgiou Group hat 2024 mit einem Team von über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund €800 Millionen Leistung erwirtschaftet.
[Foreign language] Wir sehen dort viel Potenzial, vor allem dank robuster öffentlicher Budgets und wachsender Dynamik im Energiesektor. Wie Sie wissen, sind wir schon lange erfolgreich im Facility Management tätig, ein stabiles Servicegeschäft, das unser Baugeschäft gut ergänzt.
[Foreign language] Jetzt bauen wir unser Angebot TGA-Dienstleistungen, also technische Gebäudeausrüstung, aus, um Komplettlösungen für die Dekarbonisierung von Gebäuden anbieten zu können. 2024 haben wir unsere TGA-Kompetenz unter Strabag Property and Facility Services (PFS) gebündelt und durch Übernahmen weiter gestärkt. Das Ergebnis: PFS ist 2024 27% gewachsen und hat erstmals über eine Milliarde Euro Jahresleistung erreicht.
[Foreign language] Ein weiterer Fokus für uns ist die Energiewende. Wir wollen sie aktiv mitgestalten und auch wirtschaftlich davon profitieren. Dafür haben wir einen neuen Unternehmensbereich für Energie- und Wasserinfrastruktur, Pipelines und Smart Cities ins Leben gerufen, um unser Know-how zu bündeln und durch Übernahmen zu stärken.
[Foreign language] Wir wollen ganzheitliche Lösungen anbieten, von Energieerzeugung über Verteilung bis Speicherung und auch bei der Wasserinfrastruktur von Aufbereitung bis Abwasserbehandlung. Mit der geplanten Übernahme der WTE Gruppe würden wir zum Komplettanbieter für Wasserinfrastruktur werden. Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv. Wir sind optimistisch, den Vertrag in Kürze unterzeichnen zu können.
[Foreign language] Nach dem Überblick über die Zahlen und unsere Strategieumsetzung gestatten Sie mir noch einige Worte zum Thema Nachhaltigkeit. Für uns gehören Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zusammen. Die Herausforderungen werden nicht kleiner, denn die Stimmen, die sich gegen Veränderungen wehren, sind wieder lauter geworden. Zurück zu alten Technologien, den Klimawandel leugnen und wichtige Maßnahmen ablehnen.
[Foreign language] Mir ist wichtig, wir bleiben optimistisch und zukunftsgerichtet über Legislaturperioden hinaus. Wir werden uns weiter auf die Themen Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit konzentrieren, auch weiterhin so erfolgreich zu sein wie jetzt. Mit Work on Progress haben wir uns unter meinem Vorgänger Klemens Haselsteiner ein klares Ziel gesetzt. Wir wollen bis zum Jahr 2040 klimaneutral bauen und betreiben.
[Foreign language] Work on Progress heißt aber auch, dass wir uns ständig weiterentwickeln. Deshalb haben wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Jahr 2021, die einen Fokus auf das Thema Dekarbonisierung hatte, erweitert und entlang der Dimensionen Umwelt, Soziales und Governance ausgerichtet.
[Foreign language] In diesem Zusammenhang haben wir im Vorjahr erstmals einen Transformationsplan verabschiedet. Das zentrale Element dabei ist ein Treibhausgas-Reduktionspfad mit wissenschaftsbasierten Zielsetzungen. Strabag hat sich der Science-Based Targets Initiative (SBTI) angeschlossen und bekennt sich zur Reduktion ihrer CO2e-Emissionen im Einklang mit den Pariser Klimazielen.
[Foreign language] Die größten Hebel zur konzernweiten Emissionsreduktion sind die Umstellung unserer Baumaschinen, Asphaltmischanlagen und unserer Fahrzeugflotte auf erneuerbare Energieträger. Daran arbeiten wir, unsere Scope 1 und 2 Emissionen in einem ersten Schritt bis 2030 um 42% zu reduzieren.
[Foreign language] Kommen wir nun zur Performance der Strabag Aktie. Die Strabag Aktie schloss das Jahr 2024 bei einem Kurs von €39,5 und verzeichnete damit eine Kursperformance von -5%. Dazu erfolgte eine hohe Barausschüttung von €9,05 je Aktie als Teil der Kapitalmaßnahmen. Daraus ergibt sich eine Gesamtjahresperformance von +18%. Den Tiefstand hatte die Aktie am 31. Oktober bei €36,25, den vorläufigen Höchststand am 22.
[Foreign language] Februar bei €44,75. Im bisherigen Jahresverlauf 2025 hat sich die Strabag Aktie sehr dynamisch entwickelt und konnte ihren Kurs gegenüber dem Jahresende verdoppeln. Auch das Handelsvolumen hat sich in diesem Zeitraum vervielfacht. Aus unserer Sicht sorgt ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren für diese positive Entwicklung. Für das Geschäftsjahr 2024 konnten wir ein deutlich höheres Ergebnis als ursprünglich geplant berichten.
[Foreign language] Die EBIT-Marge lag mit 6,1% deutlich über den Erwartungen. Für die Bauwirtschaft wichtige Umfeldbedingungen beginnen sich zu entspannen. Zu nennen sind vor allem die laufenden Zinssenkungen, die die Situation im Hochbau verbessern sollten. Strabag ist als Marktführerin in Deutschland bestens aufgestellt, von den Projekten aus dem angekündigten Sondervermögen Infrastruktur zu profitieren.
[Foreign language] Unser Aktienkurs hat 2025 also neue Höchstwerte erreicht und bestätigt uns darin, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind. Wir bleiben dabei und richten Strabag so aus, dass wir auch in Zukunft stabil aufgestellt sind.
[Foreign language] Im ersten Halbjahr 2025 hat sich die Eigentümerstruktur der Gesellschaft leicht verändert. Im März hat die Haselsteiner Familienprivatstiftung Strabag Aktien im Ausmaß von 1,7% des Grundkapitals verkauft. Im Mai hat die UNIQA Gruppe Strabag Aktien in der Höhe von 1,5% des Grundkapitals veräußert. In beiden Fällen wurden die Aktien im Rahmen einer Privatplatzierung bei institutionellen Investoren abgegeben.
[Foreign language] Dadurch reduzierte sich der Anteil der Familie Haselsteiner an der Strabag SE auf 29%, jene der UNIQA Gruppe auf 15%. Beide halten nun in etwa wieder jenen Anteil an der Gesellschaft, den sie schon vor der Kapitalerhöhung im Zuge der Verwässerung des Rasperia-Anteils im Jahr 2024 hielten.
[Foreign language] In diesem Zusammenhang darf ich Ihnen auch sagen, dass sowohl die Familie Haselsteiner als auch UNIQA und Raiffeisen strategische Kernaktionäre der Gesellschaft bleiben. Durch die beiden Privatplatzierungen hat sich der Streubesitz der Strabag Aktie von 10,9% auf 14,1% erhöht.
[Foreign language] Das ist erfreulich, denn es befindet sich somit nun eine höhere Anzahl an Aktien in Umlauf, was sich weiter positiv auf die Handelsliquidität unserer Aktie auswirken sollte. Ein Update zur sanktionierten Aktionärin Raspberry. Raspberry unterliegt weiterhin den Sanktionen der EU sowie des Office of Foreign Assets Control (OFAC), der US-Sanktionsbehörde.
[Foreign language] Aufgrund des weiterhin bestehenden Asset Freeze gemäß den EU-Sanktionen sind die Aktien von Raspberry weiterhin eingefroren. Dies führt nach unserer Rechtsauffassung dazu, dass Raspberry keinerlei Aktionärsrechte ausüben darf. Wie öffentlich bekannt ist, sind mehrere Gerichtsverfahren anhängig, darunter zwei Anfechtungsverfahren, die von Raspberry gegen Hauptversammlungsbeschlüsse aus dem Jahr 2022 eingeleitet wurden.
[Foreign language] Raspberry hat Ende 2024 vor einem russischen Gericht in Kaliningrad Klage gegen die Kernaktionäre der Strabag SE, gegen die Strabag SE selbst sowie gegen AO Raiffeisenbank Russland erhoben. Raspberry behauptet, Strabag und ihre Kernaktionäre hätten ihr durch die Einhaltung der EU-Sanktionen Schaden zugefügt.
[Foreign language] Der ursprünglich geltend gemachte Schadenersatzbetrag belief sich auf €1,9 Milliarden. Der Klage von Raspberry wurde stattgegeben. Dieses Urteil ist in zweiter Instanz bestätigt worden. Der auf €2,04 Milliarden plus Zinsen erhöhte Schadenersatzbetrag wurde bei der AO Raiffeisenbank in Russland eingehoben.
[Foreign language] Darüber hinaus reichten unsere Kernaktionäre im Oktober 2024 Klage vor einem Schiedsgericht in Amsterdam ein, ihr Vorkaufsrecht aus dem ehemaligen Syndikatsvertrag von 2007 gegenüber Raspberry durchzusetzen. Anlass dafür war, dass Strabag Beteiligungsmeldungen erhalten hatte, wonach Raspberry an die Iliadis JSC, ein weiteres russisches Unternehmen, verkauft und übertragen worden sei.
[Foreign language] Dies löste das Vorkaufsrecht der Kernaktionäre der Strabag SE aus. Eine Entscheidung des Schiedsgerichts wird frühestens Ende 2026 erwartet. Zur Performance im bisherigen Jahr 2025: Im ersten Quartal konnten wir bei Leistung und Auftragsbestand neue Höchstwerte erzielen. Die Leistung ist im Jahresvergleich 8% auf €3,7 Milliarden gestiegen.
[Foreign language] Rund die Hälfte dieser Steigerung kommt aus der Übernahme in Australien, aber auch in unseren bestehenden Märkten, vor allem in Polen, Österreich und Deutschland, gab es solide Zuwächse. Der Auftragsbestand lag Ende des ersten Quartals bei €28 Milliarden und erreichte damit einen neuen Rekordwert.
[Foreign language] Das entspricht einem Plus von 14% im Jahresvergleich. In wichtigen Märkten wie Deutschland, Österreich und Tschechien haben wir zweistellige Wachstumsraten erzielt. Die Akquisition in Australien hat rund €750 Millionen zum Auftragsbestand beigetragen, der uns eine gute Grundauslastung bis weit in das Jahr 2026 hinein sichert. Für das Gesamtjahr 2025 bedeutet diese Entwicklung, dass wir unsere ambitionierten Ziele bestätigen können.
[Foreign language] Damit zum Ausblick auf das Gesamtjahr 2025: Wir erwarten ein starkes Leistungswachstum auf rund €21 Milliarden. Dieses Ziel stützt sich auf unseren Rekordauftragsbestand und die erwarteten Beiträge aus der erfolgreich abgeschlossenen Übernahme in Australien.
[Foreign language] Wie Sie wissen, lag das EBIT-Margenziel in den Jahren 2022 bis einschließlich 2024 bei jeweils mindestens 4%. Aufgrund unserer spürbaren Effekte aus der Umsetzung unserer Strategie 2030 haben wir dieses Ziel für 2025 auf mindestens 4,5% angehoben. Gleichzeitig bestätigen wir unser mittelfristiges EBIT-Margenziel von 6% bis 2030. Die Nettoinvestitionen, also der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, sollten €1,1 Milliarden nicht überschreiten und beinhalten geplante Investitionen im Einklang mit der Umsetzung unserer Strategie.
[Foreign language] Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, ich bin überzeugt, Strabag ist stark für die Zukunft aufgestellt. Wir haben, was es braucht: die richtigen Köpfe, die Mittel und einen klaren gemeinsamen Plan, langfristig Werte zu schaffen. Ich lade Sie ein, diesen Weg als Teil unserer Strabag gemeinsam mit uns zu gehen. Bauen wir gemeinsam die Zukunft. Danke.
[Foreign language] Danke, Stefan Kratochwil, für den Bericht. Wir haben unseren Aktionärinnen und Aktionären auch heuer wieder die Möglichkeit des Proxy-Votings angeboten. Die Aktionärinnen und Aktionäre können in der heutigen Hauptversammlung ihr Stimmrecht durch einen unabhängigen Vertreter des Interessenverbandes für Anleger ausüben lassen.
[Foreign language] Ich begrüße in diesem Zusammenhang Herrn Dr. Michael Knap. Ich bitte Herrn Notar Dr. Rupert Brix, die Beurkundung der Beschlüsse der heutigen Hauptversammlung vorzunehmen, die mit EDV-Unterstützung vorgenommene Auswertung der Abstimmungen zu überwachen und ein Protokoll gemäß § 120 Aktiengesetz aufzunehmen. Zur Erleichterung der Protokollierung durch den Notar wird während der Hauptversammlung eine Tonaufzeichnung angefertigt.
[Foreign language] Ich stelle fest, dass die Einberufung zur heutigen Hauptversammlung unter Einhaltung der Bestimmungen des § 106 Aktiengesetz pflichtgerecht in der elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes am 14. Mai 2025 veröffentlicht wurde. Weiters wurde gemäß § 107 Absatz 3 Aktiengesetz die elektronische europäische Verbreitung durch EQS am 14.
[Foreign language] Mai 2025 vorgenommen sowie im Sinne von § 180 Absatz 2 Börsengesetz die Einberufung zeitgleich in maschinenlesbarer Form über die Intermediärskette direkt den Aktionärinnen und Aktionären übermittelt. Die offenzulegenden Unterlagen gemäß § 108 Absatz 3 und 4 Aktiengesetz wurden am 14. Mai 2025 bzw. 21. Mai 2025 auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.
[Foreign language] In der Einberufung wurden die Aktionärinnen und Aktionäre auf ihre Rechte gemäß den §§ 109, 110, 118 und 119 Aktiengesetz, nämlich Ergänzung der Tagesordnung, Beschlussvorschläge durch Aktionärinnen und Aktionäre, Erteilung von Auskünften und Stellung von Anträgen hingewiesen.
[Foreign language] Ich halte fest, dass im Sinne der genannten Gesetzesbestimmungen keine Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung und keine Beschlussvorschläge von Aktionärinnen und Aktionären eingelangt sind und es war daher die Tagesordnung nicht weiter zu ergänzen und es waren keine Beschlussvorschläge von Aktionärinnen und Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft bekannt zu machen.
[Foreign language] Daher können in der heutigen Hauptversammlung ausschließlich die in der Einberufung vom 14. Mai 2025 bekannt gemachten Tagesordnungspunkte behandelt werden. Das Teilnehmerverzeichnis wird vor der ersten Abstimmung fertiggestellt sein, von mir unterfertigt und Ihnen die Präsenz bekannt gegeben werden. Nun einige Worte zum geordneten Ablauf der Hauptversammlung.
[Foreign language] Wir möchten auch bei dieser Hauptversammlung wie in den Vorjahren eine effiziente Abwicklung ermöglichen. Daher werden wir Ihnen die Berichte und Beschlussvorschläge zu sämtlichen Tagesordnungspunkten en bloc präsentieren. Danach werden wir uns mit den Wortmeldungen zu allen Tagesordnungspunkten befassen. Nach Beantwortung aller Fragen wird über die Anträge abgestimmt.
[Foreign language] Wenn Aktionärinnen und Aktionäre sich zu Wort melden wollen, ersuche ich das Wortmeldungsformular, das Sie am Wortmeldetisch finden, auszufüllen und dieses möglichst frühzeitig bei einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter am Wortmeldetisch abzugeben. Ich werde Sie dann ans Rednerpult bitten. Die heutige Hauptversammlung wird vollständig in Bild und Ton in Echtzeit im Internet übertragen.
[Foreign language] Den Zugang zur Internetübertragung mit Bild und Ton in deutscher Sprache finden Sie auf der Internetseite der Gesellschaft strabag.com. Die Hauptversammlung wird in deutscher Sprache abgehalten. Durch die Übertragung der heutigen Hauptversammlung im Internet haben alle Aktionärinnen und Aktionäre, die heute nicht persönlich anwesend sind, die Möglichkeit, über diese akustische und optische Einwegverbindung den Verlauf der heutigen Hauptversammlung, die Beantwortung der Fragen der Aktionärinnen und Aktionäre und das Abstimmungsverfahren in Echtzeit zu verfolgen.
[Foreign language] Bitte beachten Sie, dass die Live-Übertragung der Hauptversammlung keine Fernteilnahme nach § 102 Absatz 3 Ziffer 2 Aktiengesetz und keine Fernabstimmung gemäß § 102 Absatz 3 Ziffer 3 Aktiengesetz ermöglicht und dass es sich bei der Übertragung im Internet nicht um eine Zweiwegverbindung handelt. Die einzelne Aktionärin bzw. der einzelne Aktionär kann daher nur dem Verlauf der Hauptversammlung folgen. Aktionärinnen und Aktionäre können daher über diese Verbindung keine Wortmeldung abgeben.
[Foreign language] Eine akustische Übertragung der Hauptversammlung in den Foyerbereich findet nicht statt. Sie können also nur hier im Saal den gesamten Fortgang der Hauptversammlung verfolgen. Ich darf Sie ersuchen, Ihre Mobiltelefone auszuschalten bzw. auf lautlos zu stellen. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes sind Ton- und Bildaufnahmen während der Hauptversammlung nicht gestattet.
[Foreign language] Dies gilt auch für Vertreter der Presse, die als Gäste zur Hauptversammlung eingeladen sind. Ich möchte Sie, sehr geehrte Damen und Herren, um Verständnis für allfällige Unannehmlichkeiten aufgrund der durchgeführten Sicherheitskontrollen bitten. Die Gesellschaft und ich als Vorsitzende des Aufsichtsrats haben diese Maßnahmen in Ausübung des Hausrechts angeordnet, um einen sicheren und störungsfreien Verlauf der Hauptversammlung zu gewährleisten. Das Buffet wird nach Ende der Hauptversammlung eröffnet.
[Foreign language] Die in der Einberufung veröffentlichte Tagesordnung, sämtliche vorliegenden Beschlussvorschläge, die in der heutigen ordentlichen Hauptversammlung vorgelegten Jahresabschlussunterlagen, die Erklärung und den Lebenslauf der zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Person sowie den Bericht des Vorstands zu Tagesordnungspunkt 8 finden Sie, sehr geehrte Damen und Herren, im Saal beim Wortmeldetisch zur Einsicht aufgelegt.
[Foreign language] Ich bestimme, dass die Gegenstände in der Reihenfolge der Tagesordnung behandelt werden. Bevor wir nun in die Tagesordnung eintreten, halte ich fest, dass MKAO Rasperia Trading Limited für die heutige Hauptversammlung keine Depotbestätigung übermittelt und keine Anmeldung vorgenommen hat. Schon infolgedessen ist MKAO Rasperia Trading Limited nicht in das Teilnehmerverzeichnis aufgenommen und nicht zur Teilnahme an der heutigen Hauptversammlung berechtigt.
[Foreign language] Damit erübrigt sich an dieser Stelle eine Einlassung zur Frage der Rechtsfolgen des Einfrierens von Aktien nach den EU-Sanktionen bzw. der Auswirkungen von US-Sanktionen. Ich bitte Herrn Notar Dr. Brix, dies zu protokollieren.
[Foreign language] Damit treten wir nun in die Tagesordnung ein. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Vorlage des Jahresabschlusses samt Lagebericht und konsolidiertem Corporate Governance-Bericht, des Konzernabschlusses samt Konzernlagebericht, des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns und des vom Aufsichtsrat erstatteten Berichts für das Geschäftsjahr 2024. Die genannten Unterlagen wurden gemäß § 108 Absatz 3 und 4 Aktiengesetz auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.
[Foreign language] Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2024 ist der Aufsichtsrat seinen ihm vom Gesetz, von der Satzung, vom österreichischen Corporate Governance Codex sowie von der Geschäftsordnung auferlegten Verantwortlichkeiten ordnungsgemäß nachgekommen. Er ist seiner Überwachungspflicht in erster Linie in den Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen nachgekommen, aber auch abseits der Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen fand 2024 der Informationsaustausch zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat statt.
[Foreign language] In den Aufsichtsratssitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Marktsituation, die Geschäftsentwicklung sowie die Lage der Gesellschaft. Offen geführte Diskussionen in jeder Sitzung förderten den ausführlichen Informations- und Meinungsaustausch zusätzlich.
[Foreign language] Dadurch war der Aufsichtsrat ständig über die strategische Ausrichtung von Strabag, die Ertrags- und Finanzlage, die Personalsituation, die Investitions- und Projektentwicklungsvorhaben sowie Großprojekte im Bild und hatte einen lückenlosen Überblick über die Geschäftsentwicklung. Der Aufsichtsrat überwachte und hinterfragte Unternehmensplanungen und deren Grundlagen, weiters analysierte er mit dem Vorstand außerplanmäßige Entwicklungen. Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Konzern- und Nachhaltigkeitsstrategie der Gesellschaft.
[Foreign language] Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2024 in fünf Sitzungen, beriet den Vorstand in seiner Leitungsfunktion, überprüfte und überwachte dessen Geschäftsführungsagenden und befasste sich mit zustimmungspflichtigen Maßnahmen. Zudem verweise ich auch auf den Bericht des Aufsichtsrats, der im Geschäftsbericht mit abgedruckt ist und in welchem insbesondere die Tätigkeitsschwerpunkte der fünf Aufsichtsratssitzungen dargestellt sind. Der Prüfungsausschuss tagte 2024 in drei Sitzungen.
[Foreign language] Die interne Revision hat entsprechend der Regel C 18 des österreichischen Corporate Governance Codex dem Prüfungsausschuss über den Revisionsplan und die wesentlichen Ergebnisse berichtet. Der Prüfungsausschuss überwachte auch die Rechnungslegungsprozesse, einschließlich der Konzernrechnungslegung und die Abschlussprüfung, konnte sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Revisionssystems überzeugen.
[Foreign language] Ebenso überprüfte und überwachte der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeit der Abschlussprüferin bzw. Konzernabschlussprüferin, vor allem im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft zusätzlich erbrachten Leistungen. Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wien prüfte den Jahresabschluss und den Lagebericht der STRABAG SE für das Geschäftsjahr 2024 sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der STRABAG SE für das Geschäftsjahr 2024.
[Foreign language] PwC Wirtschaftsprüfung GmbH hat jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Aufgrund der im Dezember 2022 verabschiedeten Corporate Sustainability Reporting Directive war davon auszugehen, dass für die Nachhaltigkeitsberichterstattung eine externe Prüfung mit begrenzter Sicherheit, somit Limited Assurance, für das Geschäftsjahr 2024 erforderlich ist.
[Foreign language] Da die gesetzlichen Vorschriften zur verpflichtenden Prüfung des konsolidierten Nachhaltigkeitsberichts nicht umgesetzt wurden, erfolgte eine freiwillige Prüfung durch PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wien. Der konsolidierte Corporate Governance Bericht wurde von Rechtsanwalt Mag. Christian Thaler Wien als externe Stelle geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben das zur Kenntnis genommen.
[Foreign language] Der Aufsichtsrat prüfte alle Unterlagen sowie den Bericht des Prüfungsausschusses. In seiner Sitzung vom 23. April 2025 erklärte sich mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss 2024 einverstanden, billigte den Jahresabschluss 2024 und stellte diesen damit fest. In der Sitzung vom 23.
[Foreign language] April 2025 wurden weiters der konsolidierte Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen gemäß § 267c UGB in Verbindung mit § 243d UGB sowie die konsolidierte nicht-finanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB Nachhaltigkeitsberichterstattung vorgelegt. Diese wurden vom Aufsichtsrat geprüft und ohne Beanstandungen zur Kenntnis genommen.
[Foreign language] Auch diese Unterlagen wurden auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Ich darf nun Herrn Mag. Christian Haderer das Wort erteilen und bitte den Bericht an die Hauptversammlung gemäß § 65 Absatz 3 Aktiengesetz im Zusammenhang mit eigenen Aktien.
[Foreign language] Sehr geehrte Damen und Herren, zu den eigenen Aktien darf ich Ihnen wie folgt berichten: Strabag SE und eine Tochtergesellschaft halten derzeit zusammen 2.779.286 eigene Aktien, entsprechend einem Anteil von rund 2,35% an der Gesamtzahl der ausgegebenen Strabag-Aktien von 118.221.982 Stück, mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von €1 je Aktie. Die Zahl der Aktien entspricht daher jeweils auch dem anteiligen Betrag am Grundkapital für diese Aktien.
[Foreign language] Die Zahl der eigenen Aktien hat sich gegenüber dem Bericht in der letzten ordentlichen Hauptversammlung um 280 Stück erhöht. Diese Strabag-Aktien werden von der Lederer-Grabner Bau GmbH , einer 100% mittelbaren Tochtergesellschaft der Strabag SE, gehalten.
[Foreign language] Die Strabag-Aktien waren und sind Vermögensbestandteil dieser Gesellschaft, deren Geschäftsanteile von Strabag am 15.05.2025 erworben worden sind. Es handelt sich um einen geringfügigen Vermögensanteil dieser Gesellschaft, sodass kein Kaufpreis für diese Aktien bzw. Gegenwert im Sinne des § 65 Absatz 3 Aktiengesetz allokiert ist. Insgesamt hat die Gesellschaft 118.221.982 Stück Aktien ausgegeben.
[Foreign language] Aus den von Strabag SE gehaltenen eigenen Aktien stehen Strabag SE keine Rechte zu. Die von der Tochtergesellschaft gehaltenen Aktien haben kein Stimmrecht, sind aber dividendenberechtigt. Es bestehen daher zum heutigen Tag 115.442.696 Stück stimmberechtigte Aktien und 115.442.976 Stück ausschüttungsberechtigte Aktien der Gesellschaft.
[Foreign language] Ich danke Herrn Mag. Hader für den Bericht. Im eigenen Namen und namens der Mitglieder des Aufsichtsrats danke ich dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Strabag-Konzerns für ihre ausgezeichneten Leistungen und den großen Einsatz im Geschäftsjahr 2024. Darüber hinaus bedankt sich der Aufsichtsrat auch bei den Aktionärinnen und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen.
[Foreign language] Nun präsentiere ich Ihnen die Beschlussvorschläge zu allen Tagesordnungspunkten. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns. Im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Bilanzgewinn in der Höhe von €295.554.955 ausgewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von €2,50 je dividendenberechtigter Stückaktie vor.
[Foreign language] Der verbleibende Restbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Dividendenzahltag ist der 24. Juni 2025, der Dividendenextrag ist der 18. Juni 2025. Ergänzend ist auf die von Herrn Diplomingenieur Kratochwil in seiner Rede erläuterte technische Ausführung der Dividendenzahlung zu verweisen. Diese wird auch in der nach der Hauptversammlung zu veröffentlichenden Dividendenbekanntmachung detailliert erläutert.
[Foreign language] Zum dritten Punkt der Tagesordnung: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2024. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Entlastung der im Geschäftsjahr 2024 amtierenden Mitglieder des Vorstands für diesen Zeitraum zu beschließen.
[Foreign language] Zum vierten Punkt der Tagesordnung: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Entlastung der im Geschäftsjahr 2024 amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats für diesen Zeitraum zu beschließen. Zum fünften Punkt der Tagesordnung: Wahl des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers sowie des Prüfers der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2025.
[Foreign language] A: Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers. Der Aufsichtsrat schlägt vor, die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wien zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer der Strabag SE für das Geschäftsjahr 2025 zu wählen. B: Vorschlag zur Wahl des Prüfers der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung.
[Foreign language] Der Aufsichtsrat schlägt vor, die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wien zum Prüfer der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung der Strabag SE für das Geschäftsjahr 2025 zu wählen. Dies jedoch unter der Voraussetzung, dass die konsolidierte Nachhaltigkeitsberichterstattung aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtend durch einen externen Prüfer zu prüfen ist.
[Foreign language] Zur Begründung dieses Beschlussvorschlags verweise ich auf die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats, die auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht wurden. Zum sechsten Punkt der Tagesordnung: Beschlussfassung über den Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2024.
[Foreign language] Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Vergütungsbericht über die den aktuellen und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gewährte oder geschuldete Vergütung für das Geschäftsjahr 2024, wie dieser zur Vorbereitung der Hauptversammlung auf der Internetseite der Gesellschaft unter strabag.com zugänglich gemacht ist, zu beschließen.
[Foreign language] Zum siebten Punkt der Tagesordnung: Wahlen in den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat setzt sich derzeit aus vier Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt wurden, zusammen und aus einem Mitglied, das von Aktionärinnen bzw. Aktionären entsandt wurde, also insgesamt aus fünf Mitgliedern Kapitalvertreter zusammen. Hinzu kommen noch die nach dem Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitglieder.
[Foreign language] Die Zahl der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats soll im Rahmen der durch die Satzung gezogenen Grenzen erhöht werden. Vor der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern ist daher gemäß § 87 Absatz 1 Aktiengesetz über die Erhöhung der Anzahl der gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats abzustimmen.
[Foreign language] Der Aufsichtsrat schlägt vor, die Zahl der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der durch die Satzung gezogenen Grenze von 4 auf 5 zu erhöhen. Herr Diplomingenieur Sebastian Haselsteiner, geboren am 5. Juni 1979, mit Wirkung ab Beendigung der heutigen Hauptversammlung bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2028 beschließt, in den Aufsichtsrat der STRABAG SE zu wählen.
[Foreign language] Herr Diplomingenieur Sebastian Haselsteiner hat eine Erklärung gemäß § 87 Absatz 2 Aktiengesetz abgegeben, welche auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich ist. Herr Diplomingenieur Sebastian Haselsteiner ist heute anwesend und ich darf ihn bitten, sich der Hauptversammlung kurz vorzustellen.
[Foreign language] Sehr geehrte Vorsitzende des Aufsichtsrats, sehr geehrte Mitglieder des Aufsichtsrats, sehr geehrte Vorstandsmitglieder, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre der Strabag SE. Bitte gestatten Sie auch mir eine kurze persönliche Vorstellung. Mein Name ist Sebastian Haselsteiner, ich bin 46 Jahre alt, verheiratet und habe vier Kinder. Ich hatte das Privileg, in Südtirol aufwachsen zu dürfen und habe ebenso die vollständige Schulzeit bis zum Matura-Abschluss in Italien absolviert.
[Foreign language] Ich bin für mein Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien nach Wien gezogen und habe dieses dort 2005 unter Professor Helmut Richter zum Diplomingenieur abgeschlossen. Bereits vor diesem Abschluss habe ich mich mit zwei Partnern, mit dem Ziviltechnikerbüro MAM Architects, selbstständig gemacht. Im Jahr 2009 habe ich schließlich meine berufliche Ausbildung mit der Ziviltechnikerprüfung und dem Erreichen des Standes des Architekten vollständig abgeschlossen. Es ist mir noch wichtig, drei Dinge zu betonen.
[Foreign language] Wie es mein Vater stets öffentlich bekräftigt, steht die Familie Haselsteiner auch nach unserem tragischen Verlust unverrückbar zur Strabag. Dass ich mich heute der Hauptversammlung als Aufsichtsratsmitglied zur Wahl stelle, ist ein Zeichen dieses Commitments. Ich werde in meine Rolle als Aufsichtsrat über 20 Jahre an Erfahrung als Architekt und Ziviltechniker einbringen.
[Foreign language] Ich habe bereits zu Studienzeiten die MAM Architects mitbegründet, wo ich bis heute Minderheitsgesellschafter bin. Architektur und Planung ist eine wesentliche Phase des Bauens, in der sich wichtige Herausforderungen unserer Zeit entscheiden, wie leistbares Wohnen oder der nachhaltige Betrieb von Immobilien. Über meine persönliche Leidenschaft für zeitgenössische Kunst bin ich der Strabag auch über das Kunstforum verbunden und ich habe die Freude und Ehre, dieses gegenwärtig operativ leiten zu dürfen. Vielen Dank.
[Foreign language] Ich danke Sebastian Haselsteiner für diese Vorstellung. Herr Diplomingenieur Sebastian Haselsteiner steht auch im Rahmen der Generaldebatte für Fragen zur Verfügung. Zum achten Punkt der Tagesordnung: Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Absatz 1 Ziffer 8 sowie Absatz 1a und 1b Aktiengesetz, sowohl über die Börse oder öffentliches Angebot als auch auf andere Art im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann, somit umgekehrter Bezugsrechtsausschluss.
[Foreign language] Das Grundkapital durch Einziehung erworbener eigener Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen und gemäß § 65 Absatz 1b Aktiengesetz für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu beschließen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen folgende Beschlussfassung vor, wobei über die Punkte jeweils getrennt abzustimmen ist. Erstens: Die in der 20. ordentlichen Hauptversammlung vom 14.
[Foreign language] Die im Juni 2024 erteilte Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien wird im nicht ausgenutzten Umfang aufgehoben und der Vorstand wird gleichzeitig gemäß § 65 Absatz 1 Ziffer 8 sowie Absatz 1a und 1b ermächtigt, auf den Inhaber oder auf Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem
[Foreign language] Tag dieser Beschlussfassung sowohl über die Börse oder öffentliches Angebot als auch auf jede andere Art zu erwerben, und zwar zu einem niedrigsten Gegenwert je Aktie von €1, das ist der rechnerische Anteil einer Aktie am Grundkapital, und einem höchsten Gegenwert je Aktie von maximal 5% über dem durchschnittlichen nach den jeweiligen Handelsvolumina gewichteten Tagesschlusskurs der Aktien der vorangegangenen drei Monate an der Börse vor Vereinbarung des jeweiligen Erwerbs oder vor dem Zeitpunkt der Erstattung eines Angebots der Gesellschaft.
[Foreign language] Im Falle eines öffentlichen Angebots ist der Stichtag für das Ende des Durchrechnungszeitraums der Tag, an dem die Absicht bekannt gemacht wird, ein öffentliches Angebot zu stellen. § 5 Absatz 2 und 3 Übernahmegesetz. Der Vorstand ist zur Festsetzung der Rückerwerbbedingungen ermächtigt. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen.
[Foreign language] Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen gemäß § 189a Ziffer 7 UGB oder für die Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Die wiederholte Ausnutzung der Ermächtigung ist zulässig. Die Ermächtigung ist vom Vorstand in der Weise auszuüben, dass der mit dem von der Gesellschaft aufgrund dieser Ermächtigung oder sonst erworbenen Aktien verbundene Anteil des Grundkapitals zu keinem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals übersteigen darf.
[Foreign language] Einen Erwerb kann der Vorstand beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Zweitens: Der Vorstand wird ermächtigt, bei einem Rückerwerb von auf den Inhaber oder auf Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft gemäß Beschlusspunkt 1 auch das quotenmäßige Veräußerungsrecht der Aktionärinnen und Aktionäre, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann, auszuschließen.
[Foreign language] Umgekehrter Bezugsrechtsausschluss. Ein Erwerb unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, also der umgekehrte Bezugsrechtsausschluss, unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Drittens: Die in der 20. ordentlichen Hauptversammlung vom 14.
[Foreign language] Juni 2024 erteilte Ermächtigung des Vorstands zur Einziehung eigener Aktien wird im nicht ausgenutzten Umfang aufgehoben und der Vorstand wird gleichzeitig ermächtigt, die von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien zur Gänze oder teilweise ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen. Viertens: Die in der 20. ordentlichen Hauptversammlung vom 14.
[Foreign language] Juni 2024 erteilte Ermächtigung des Vorstands zur Veräußerung eigener Aktien wird im nicht ausgenutzten Umfang aufgehoben und der Vorstand wird gleichzeitig für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gemäß § 65 Absatz 1b Aktiengesetz ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw.
[Foreign language] Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu wählen, wobei auch hier einen allfälligen Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionärinnen und Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen.
[Foreign language] Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen gemäß § 189a Ziffer 7 UGB oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Zur weiteren Begründung und Erläuterung des Beschlussvorschlags verweise ich auf den Bericht des Vorstands zu diesem Tagesordnungspunkt, der auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht wurde.
[Foreign language] Damit ist die Präsentation der Berichte und Anträge zu allen Tagesordnungspunkten abgeschlossen. Bevor wir nun in die Generaldebatte zu sämtlichen Tagesordnungspunkten eintreten, darf ich Ihnen die Präsenz zur heutigen Hauptversammlung bekannt geben, wie folgt: Ich stelle fest, dass laut dem nach § 117 Aktiengesetz erstellten und von mir unterfertigten
[Foreign language] Teilnehmerverzeichnis 433 Aktionärinnen und Aktionäre sowie Aktionärsvertreterinnen und Aktionärsvertreter erschienen sind, die 74.633.949 Stückaktien vertreten. Das Teilnehmerverzeichnis kann über das im Verhandlungssaal beim Eingang befindliche Terminal elektronisch eingesehen werden.
[Foreign language] Die Verteilung von Kopien des Anmeldeverzeichnisses oder des Teilnehmerverzeichnisses, wie bei den meisten börsennotierten Gesellschaften heutzutage üblich, erfolgt nicht. Dies deshalb, da wir die gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz unserer Aktionäre sehr ernst nehmen. Wir treten nun in die Generaldebatte zu sämtlichen Tagesordnungspunkten ein. Wir sind bestrebt, im Rahmen der heutigen Hauptversammlung jeder Aktionärin und jedem Aktionär, die bzw. der dies möchte, die Gelegenheit zu geben, zu sprechen und auch Fragen zu stellen.
[Foreign language] Dies bedeutet freilich die Rücksichtnahme jeder bzw. jedes Einzelnen auf andere Aktionärinnen und Aktionäre und daher eine Selbstbeschränkung der Redezeit. Die in den letzten ordentlichen Hauptversammlungen gehandhabte Beachtung einer Redezeit von zehn Minuten hat sich bewährt, da einerseits jede Aktionärin und jeder Aktionär, die bzw. der sich zu Wort gemeldet hatte, ihre bzw.
[Foreign language] Seine Anliegen vorbringen konnte und andererseits andere Aktionärinnen und Aktionäre nicht unangemessen lange auf die Abgabe ihres Redebeitrages oder ihrer Fragestellung warten mussten. Unter Berufung auf § 19 Absatz 2 der Satzung lade ich daher auch heute wieder alle Aktionärinnen und Aktionäre ein, Fragen kurz und präzise zu fassen, von Referaten und Co-Referaten Abstand zu nehmen und ersuche jede Aktionärin und jeden Aktionär, die bzw. der sich zu Wort melden möchte, eine Redezeit von zehn Minuten zu beachten. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass eine Aktionärin oder ein Aktionär sich auch mehrfach zu Wort melden kann.
[Foreign language] Nur damit kein Missverständnis entsteht: Dies ist keine von mir angeordnete Redezeitbeschränkung, sondern ein freundlicher Hinweis, wie eine adäquate Hauptversammlungskultur entfaltet werden kann. Ich denke, dass diese Vorgehensweise im Interesse aller an der Versammlung Teilnehmenden geschieht, die einer informativen, strukturiert ablaufenden Hauptversammlung beiwohnen wollen und zwecks Stimmrechtsausübung bis zur Beendigung der Hauptversammlung anwesend sein möchten.
[Foreign language] Ich bedanke mich bereits jetzt für Ihre Kooperation. Ich darf nun Herrn Dr. Staller zum Rednerpult bitten. Können Sie die Rednerliste? Entschuldigung, darf ich Sie zum anderen Rednerpult bitten? Da ist vorne noch eines vorbereitet. Ja.
[Foreign language] Ich glaube, hier sieht man mich besser.
[Foreign language] Wir sehen Sie nicht.
[Foreign language] Ich schaue den Menschen lieber ins Gesicht und nicht in den Rücken. Ich bleibe hier, bitte nicht. Danke. Ich halte es für unhöflich, Aktionären in den Rücken zu schauen und von hinten zu reden, liebe Frau Geltmann.
[Foreign language] Im Übrigen nehme ich natürlich Ihre sehr höflichen Hinweise alle zur Kenntnis. Ich werde mich aber nicht daran halten. Ich tue das, was ich für richtig erachte. Aber keine Sorge, ich bin als kleiner Aktiensparer hier und nicht in Vertretung meiner Investmentgesellschaft. Daher werde ich mit maximal einer Stunde auskommen, mit minimal einer Minute. Suchen Sie sich das aus, es wird nicht allzu schlimm sein.
[Foreign language] Sonst richten wir das noch ein bisschen. Meine Damen und Herren, es ist Ihnen aufgefallen, dass unsere Vorsitzende Clemens Haselsteiner auch mit seinem zweiten Namen angesprochen hat. Das möchte ich nicht tun. Das hat einen ganz feinen Grund, den Sie alle verstehen mögen oder nicht verstehen. Ich habe Clemens letztes Jahr, ist mir gerade vorhin eingefallen, zweimal getroffen, wo ich mich daran erinnere. Das erste Mal war am Arlberg. Wir haben zusammen eine Flasche Wein getrunken.
[Foreign language] Gloria von Kolwenz, wahrscheinlich der beste und burgundischste aller österreichischen Chardonnays, erkannte diesen Wein nicht. Und hat sich irrsinnig gefreut über diesen Wein und die Art und Weise, wie er sich ausgedrückt hat, wie seine Freude gezeigt hat mir gegenüber, die hat mich sehr berührt. Der Clemens Haselsteiner freut sich über den Wein, den er nicht kannte, freut sich sehr.
[Foreign language] Dann habe ich ihn letztes Jahr im Sommer an einem Kärntner See getroffen. Es war nicht der Millstätter See. Wir haben geplaudert über dies und das. Als ich nachher im See schwimmen war, dachte ich mir, der hat es nicht leicht gehabt. Der hat es nicht leicht. Der hat einen sehr schweren Weg. Er hat Umstände, ob familiär oder wie immer man die nennen möge, die es ihm nicht leicht gemacht haben.
[Foreign language] Und als ich durch so meine Züge im Wasser geschwommen bin, dachte ich mir, ich habe ganz großen Respekt vor Clemens Haselsteiner. Und ich habe auch Respekt vor der Strabag SE und vor der Familie Haselsteiner, wie sie mit diesem schmerzlichen Verlust Anfang dieses Jahres umgegangen ist. Es muss unendlich hart, fast nicht nachvollziehbar sein, wenn eine Mutter, ein Vater, Geschwister ihren Sohn, ihren Bruder verlieren.
[Foreign language] Die Art und Weise, wie hier offen kommuniziert wurde, damit eben keine Gerüchte auftauchen, fand ich auch respektvoll von Seiten des Unternehmens. Dafür möchte ich mich auch im Andenken an Clemens Haselsteiner bei Ihnen bedanken. Herr Katlwil, Sie übernehmen einen großartigen Konzern, den man immer in Verbindung bringen wird mit Clemens Haselsteiner, mit Biertl, mit Hanspeter Haselsteiner, mit Lerchbaumer, wenn man in die Vergangenheit blickt. Und ich glaube, Sie sind der Richtige.
[Foreign language] Und wir sind stolz darauf, dass Sie das machen, dass Sie sich zur Verfügung stellen. Und ich glaube, Clemens hat genau gewusst, dass Sie der Richtige sind. Und das ist keine Bürde, das ist ein Auftrag an Sie. Und ich bin überzeugt davon. Diesem Auftrag werden Sie gerecht werden. Das Einzige, was ich hier am Zettel habe, ist eine ausgedruckte Presseaussendung der Strabag vom 09.10.2024.
[Foreign language] Und auf das möchte ich mich jetzt gerne konzentrieren. Was soll ich groß, und wenn ich jetzt für meine Investmentfirma hier wäre, hätte ich natürlich schon die eine oder andere operative Frage. Was soll ich denn groß fragen bei dem Unternehmen, das sich im Börsekurs mehr als verdoppelt hat, das eine unglaubliche Performance bringt, das auf einem extrem starken Fundament, und da muss man Jahrzehnte zurückgehen.
[Foreign language] Ich habe den Namen Lerchbaum erwähnt oder Isola müsste man erwähnen, heute in der Topliga, in der Champions League Europas und wahrscheinlich darüber hinaus mitspielt. Allzu viele Fragen, meine Damen und Herren, auch aufgrund der guten Investor-Relations-Arbeit muss man, glaube ich, nicht stellen. Aber zu dieser Presseaussendung vom 9. Oktober 2024 hätte ich doch die eine oder andere Frage, die ich mir heute Morgen beim Herfahren überlegt habe.
[Foreign language] Das Erste ist, hier schreiben Sie, ich zitiere die erste Zeile: "In enger Koordination der Strabag SE haben die österreichischen Kernaktionäre eine Klage hinsichtlich der im Syndikatsvertrag aus 2007 festgeschriebenen Vorkaufsrechte vor einem Schiedsgericht in Amsterdam eingebracht und so weiter." Also es betrifft die Strabag SE. Und wenn ich lese, enge Koordination, ist die erste Frage: Bezahlen wir etwas, was uns möglicherweise überhaupt nicht betrifft?
[Foreign language] Es betrifft offenbar die Kernaktionäre, wie sie denn heißen: Raiffeisen Niederösterreich-Wien, Unica Versicherung, also die österreichische Unica, damit auch die KUB und die Haselsteiner Familien-Privat-Stiftung. Das ist die erste Frage. Bezahlen wir deren Privatfehde mit einem wildgewordenen, perversen russischen Oligarchen? Bezahlen wir das als Strabag SE? Erste Frage.
[Foreign language] Es geht weiter in diesem Text: "Der Verkauf der Rasperia an Iliadis in Russland eröffnet, ich lasse weg, was nicht wichtig ist, nun die Chance, uns endgültig vom sanktionierten Aktionär zu trennen. Dieses Verfahren treiben wir daher mit allen Mitteln voran." Mit allen Mitteln, egal welche Kollateralschäden, welche Prozesse, welche Probleme für die einzelnen involvierten, ich betone, börsennotierten Gesellschaften wie eine Unica, wie eine RBI, mit allen Mitteln bedeutet das genau das, dass es uns egal sein muss, was da für Konsequenzen für Kollateralschäden entstehen. Ich hoffe nicht. Ich ersuche Sie, sich dazu zu äußern. Ein Ernstes, Herr Katlwil.
[Foreign language] Und Sie haben sich das eingebrockt. Rechtlich ist es so, nachdem Sie in enger Koordination mit der Strabag SE schreiben, sind all diese Fragen an Sie, an die Strabag SE, zulässig. Und wenn Sie sie nicht beantworten können, müssen Sie unterbrechen und mit den Kernaktionären reden, die übrigens alle hier anwesend sind.
[Foreign language] In enger Koordination, ich betone es nochmals. Ist es Ihr Ernst, dass Sie ein Vorkaufsrecht jeden Preis, also mit allen Mitteln, ausüben wollen aus einem in Wahrheit erloschenen Vertrag, aus einem Rechtsvorgang, der keinerlei Bedeutung mehr hat? Ist das Ihr Ernst, dass Sie das unterstützen mit allen Mitteln? Zweitens, welche Auswirkungen auf das Urteil in Russland hat das, das es mittlerweile gibt, auch schon Instanz bestätigt und wie wir gehört haben, eiskalt vollstreckt? Die russische Nationalbank hat die gut €2 Milliarden plus Zinsen einfach abgebucht, der AO Raiffeisenbank in Russland.
[Foreign language] Nachdem, meine Damen und Herren, das ist alles verwirrend, bei den Kernaktionären aufgrund Ermangelung von Tätigkeiten und Vermögenswerten in Russland dort nichts zu holen war, weder bei der Unica noch bei der Raiffeisen Holding, um es kurz zu machen, und schon gar nicht bei der Familie Haselsteiner, gibt es hier in Wien, würde man sagen, einer hat immer das Bummerl.
[Foreign language] In Tirol, Herr Haselsteiner, sagt man eher, einer ist der Trottel. Es gibt hier einen Vollstreckungstrottel, ein Vollstreckungsobjekt. Das ist die russische Raiffeisenbank, die AO Raiffeisenbank in Moskau, damit die RBI, die an der Wiener Börse notiert. Das ist der Vollstreckungstrottel, um es mal im Klartext zu sagen. Dort werden die Milliarden nur so abgebucht. Und wir als Strabag gehen mit allen Mitteln dagegen vor? Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
[Foreign language] Sie wissen wahrscheinlich, dass aufgrund dieses Urteils, dass diese Vollstreckung gegenüber AO Russland, also AO Raiffeisenbank in Russland, überhaupt erst möglich gemacht hat, dass die gleichen Gerichte im Gegenzug der AO Russland, also der RBI, diese Strabag-Aktien zugesprochen hat. Wahrscheinlich wissen Sie es nicht, aber die Strabag-Aktien liegen in Wahrheit, diese Strabag-Aktien im Keller der RBI am Stadtpark, tief unten.
[Foreign language] Das führt zur Situation, dass die RBI einen Schadensersatzprozess einleiten wird und den möglicherweise auch sehr erfolgreich gestalten wird. Die RBI hat immer gesagt, und darum trifft es uns alle, wir wollen als RBI, und meine Gesellschaft, das offen zu legen, hält natürlich RBI-Aktien, wir wollen als RBI ja gar keine Strabag-Aktien. Wir würden die sofort über den Kurator, den das Gericht zu bestellen hat, versilbern. Das heißt, es würde uns hier in der Strabag SE zum Vorteil gereichen, weil es den Streubesitz deutlich erhöhen würde.
[Foreign language] Eine Forderung, die wir alle seit Jahren erhoben haben und ich glaube, die weiterhin mehr als sinnvoll ist. Aber wenn wir mit allen als Strabag SE, nämlich mit allen Mitteln dagegen vorgehen, mit allen Mitteln diese Ziele verfolgen, stelle ich wieder die Frage in diesem Kontext: Heißt das auch, dass wir mit allen Kollateralschäden zu rechnen haben? Was könnte das sein?
[Foreign language] Wir wissen seit ein paar Tagen, es gibt eine neue Klage. Ich habe das so verstanden, meine Damen und Herren, dass diese Klage eigentlich wieder gegen die Kernaktionäre der Strabag geht. Und dass eigentlich, wer sich genau damit beschäftigt, weiß, dass RBI, damit AO Raiffeisenbank in Russland, nicht Partei dieser neuen Klage ist. Aber wir sind wieder dieses sogenannte Vollstreckungsobjekt oder wie ich es auf Tirolerisch lieber sage, der Vollstreckungstrottel als RBI. Wie geht es weiter?
[Foreign language] Die Strabag SE offenbar, das wird dann beantwortet werden müssen, aber der Pressemeldung ist nichts anderes zu entnehmen, zahlt das Schiedsverfahren in Amsterdam. Wir haben dort, glaube ich, relativ teure Anwälte. Ich kann mich selber mal erinnern, ich habe mal in einem Schiedsverfahren in Amsterdam ein halbstündiges Gespräch mit einer großen Kanzlei gehabt.
[Foreign language] Es war nicht Hogan Lovells, so viel kann ich Ihnen sagen. Fragen Sie mich nicht, woher ich das weiß. Und von diesen 30 Minuten Erstgespräch, die waren dann tatsächlich unentgeltlich, waren 29 Minuten nur über das Honorar. Sie zahlen hier vierstellige Stundensätze. Das geht man im Schiedsverfahren in unglaubliche Gelder. Ist das das, was in der Presseaussendung steht, mit allen Mitteln, koste es, was es wolle? Darum die weitere Frage: Wenn Sie dieses Schiedsverfahren in Amsterdam zurückziehen, was würde dann passieren? Würde da vielleicht gar nichts passieren?
[Foreign language] Weil was will diese neue Klage, die aus Russland gekommen ist? Die will verhindern, dass dieses Schiedsverfahren in Amsterdam geführt wird. Diese Klage richtet sich ausdrücklich nicht gegen den Zuspruch des Schadensersatzes der Strabag-Aktien an die RBI, um es kurz auszudrücken.
[Foreign language] Warum, stelle ich mir die Frage, und ich beziehe mich nochmal auf Ihr Wording in dieser Presseaussendung, warum müssen unsere Kernaktionäre um jeden Preis dieses völlig sinnlose, nutzlose, teure Schiedsverfahren in Amsterdam führen? Hat dieses Verfahren... Der Vorstand der RBI muss sich dem österreichischen Aktiengesetz natürlich unterwerfen und muss seine eigenen Interessen klarerweise verfolgen. Die werden dann auch sagen, mit allen Mitteln um jeden Preis.
[Foreign language] Kann es passieren, lieber Herr Katlwil, es betrifft uns ja, weil wir zahlen die ganze Chose, kann es passieren, dass die RBI uns klagt, dass die RBI die drei Kernaktionäre klagt, dass hier jeder jeden klagt, dass wir einen Bruderkrieg im Hause Habsburg haben, der dann Raiffeisen heißt? Kann all das passieren? Und ich frage mich, wofür?
[Foreign language] Nur damit jemand der Meinung ist, wenn die eine Chance hat, Aktien €37,50 oder unter €40 zu kriegen und sie dann vielleicht €80 zu verkaufen, dann muss das mit Zitat, mit allen Mitteln erreichen. Und wer dieser Jemand ist, der jetzt ganz eifrig in seinen Unterlagen blättert, das wissen Sie alle, meine Damen und Herren, ich halte das für nicht gut. Ich halte nach all dem, was geschehen ist, und Sie wissen ganz genau, was ich damit meine, es für sinnlos, dass wir uns mit solchen Dingen beschäftigen.
[Foreign language] Herr Katlwil, wirken Sie bitte auf alle Ihre Kernaktionäre ein, dass sie dieses Schiedsverfahren zurücknehmen. Es bringt uns allen gar nichts. Konzentrieren wir uns auf die Zukunft dieses großartigen Unternehmens.
[Foreign language] Erstens und zweitens ermöglichen wir durch unsere Neutralität, und ich glaube, das ist mehr als fair, recht und billig, der RBI, dass sie sich den Milliardenschaden, den sie durch eine Diktatur und ihr Rechtssystem erlitten hat, zumindest zu einem wesentlichen Teil wieder zurückholen kann. Klemens Haselsteiner, ich danke dir sehr für den Geist, den du in diesem Unternehmen hinterlassen hast.
[Foreign language] Ich bin überzeugt davon, dass der eine oder andere versteht, dass dieser Geist nachwirkt und vielleicht auch den einen oder anderen zur Vernunft bringt. Es ist für uns Kinder, die wir selber alle mal Kinder waren, immer das Schwerste, unsere Eltern zur Vernunft zu bringen. Herzlichen Dank.
[Foreign language] Danke, Herr Dr. Staller, für die Wortmeldung. Der Vorstand wird in Kürze antworten und ich darf nun den Herrn Bertold Berger zum Podium bitten.
[Foreign language] Sehr geehrte Aktionäre, sehr geehrter Vorstand, auch ich bedauere den Tod von Klemens Haselsteiner, den ich auch gekannt habe und der ein sehr, sehr fähiger Vorstand war. Ich glaube aber schon, Herr Katlwil, dass Sie das Zeug haben, das Lebenswerk von Klemens erfolgreich fortzuführen. Die Fähigkeiten haben Sie. Es war auch, ich habe mir auch die Pressekonferenz angeschaut und muss sagen, die haben Sie gut geleitet.
[Foreign language] Da war auch der Herr Hadler dort und der Nachhaltigkeitsbeauftragte. Es ist gut über die Bühne gegangen und man kann sich das anschauen im Nachhinein auch. Eine Stunde fünf ist das. Man muss wirklich auch den Mitarbeitern danken, dass sie so fleißig gearbeitet haben, dass dieses erfolgreiche und wirklich hervorragende Ergebnis zustande gekommen ist.
[Foreign language] Und es ist wirklich, auch der Aktienkurs war entsprechend, das möchte ich ihm schon sagen. Ich habe nur wenige Fragen, weil normalerweise, hat der Herr Staller vollkommen recht, müsste man ja fast überhaupt nichts fragen. Auch der Geschäftsbericht, da steht alles drin. Sie haben alle Projekte hineingegeben, die Sie heute vorgestellt haben. Ein paar andere stehen auch noch drin.
[Foreign language] Es ist eben wirklich umfangreich und gut gemacht. Danke, sage ich nochmal. Dann würde mich aber schon interessieren, wie hoch sind denn eigentlich die Marketingausgaben? Dann möchte ich auch wissen, was war das größte Kultursponsoring, was gibt man fürs Kultursponsoring aus und was war praktisch im Sport das größte Sponsoring, das man ausgegeben hat? Das nächste, das frage ich heuer überall und das begrüße ich auch, dass bei der Strabag die ganze Hauptversammlung übertragen wird.
[Foreign language] Und da möchte ich wissen, was waren die Kosten der Hauptversammlung vom vergangenen Jahr? Auch lobend erwähnen möchte ich, dass der Hans-Peter Haselsteiner heute anwesend ist, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe und habe eben auch ein paar Worte mit ihm gesprochen. Danke, sage ich nochmal. Ich wünsche auch dem Sebastian Haselsteiner im Aufsichtsrat alles Gute und das möchte ich ihm schon auch erwähnen. Dann das nächste. Wie ist das Ranking in Europa? Das würde mich jetzt schon interessieren.
[Foreign language] Man hat da so eine starke Stellung in Deutschland und da möchte ich wissen, wie ist, welchen Rang nimmt man ein, weil es gibt noch französische und auch spanische Baukonzerne und da möchte ich wissen, welche Position nimmt man ein und hat man sich verbessert, wenn man doch in Deutschland und speziell auch einen
[Foreign language] Way of Success in Polen und Slowakei praktisch und anderen Ländern in Osteuropa vorgelegt hat, ob man die Position verbessert hat. Dann das nächste, da bin ich bei den Lehrlingen. Da möchte ich, da danke ich euch, dass ihr Lehrlinge ausbildet und dass ihr ein Lehrlingsausbildungszentrum in Ybbs gebaut habt 2020. Da möchte ich wissen, wie viele Ausbildner hat man dort? Was wendet die Strabag für die Lehrlingsausbildung aus? Wie viele Lehrlinge?
[Foreign language] Also ich habe es im Internet nachgeschaut, es gibt, da ist gestanden, 383 Lehrlinge gibt es in Österreich, aber das kann sich ja immer verändern. Wie ist die aktuelle Zahl jetzt in Österreich und wie viele Lehrlinge hat man im Ausland? Und wie hoch waren eigentlich die Lehrlingsausbildungskosten und die Förderung?
[Foreign language] Weil man muss ja auch, wenn man so viel für die Lehrlingsausbildung bietet, wird man ja höchstwahrscheinlich auch eine Lehrlingsförderung kriegen und das würde mich auch interessieren, aber ich bedanke mich, dass ihr die zukünftigen Facharbeiter ausbildet. Und dann das nächste, was wendet man für den Fuhrpark aus? Das möchte ich auch noch wissen. Und für Service und Instandhaltung und wie setzt man auch schon den neuen HVO-Treibstoff ein? Das ist der Pflanzentreibstoff, der jetzt auch von der OMV produziert wird, wie ich bei der letzten Hauptversammlung gefragt habe.
[Foreign language] Und wo man CO2 sparen kann und das möchte ich eben auch noch wissen. Dann, wie viele E-Fahrzeuge gibt es im Konzern und wie viele davon sind KFZ-Fahrzeuge? Und dann, was wurde für die Versicherungen ausgegeben und wer sind die drei wichtigsten Versicherungen? Und ich wünsche euch wirklich, dass ihr auch in Übersee euren Way of Success fortsetzen könnt.
[Foreign language] Noch eine Frage hätte ich zu Abu Dhabi, weil das Problem ist ja das, dass man dort praktisch keine Wertanpassungsklauseln praktisch durchsetzen kann. Wie schnell wird das Projekt in Abu Dhabi eigentlich abgewickelt? Weil da muss man relativ schnell sein, weil Inflationskosten kann man praktisch im Islam schlecht durchsetzen. Und da möchte ich wissen, wie man an der Baustelle in Abu Dhabi vorankommt. Und ich glaube, die Strabag wird das professionell abwickeln und sicher mit Erfolg dort aussteigen. Also ich wünsche euch alles Gute und viel Glück. Danke.
[Foreign language] [Foreign language] Danke, Herr Berger. Als nächsten Aktionär bitte ich den Herrn Baumüller ans Rednerpult.
Meine Damen und Herren, einen schönen guten Vormittag. Mein Name ist Josef Baumüller. Ich darf mich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen. Meinen Dank darf ich wiederholen oder einstimmen mit den Worten, die schon gesagt wurden. Wo ich nicht einstimmen kann, das ist das Urteil, dass es jetzt weniger Fragen zu stellen gibt. Gerade im Bereich Nachhaltigkeit gibt es sehr viele Fragen zu stellen.
[Foreign language] Ich habe ihn davor geschickt. Ich möchte jetzt nicht alle hier vortragen, aber mich auf zwei Fragen, die mir besonders wichtig sind, fokussieren und auch nur kurz erklären, warum die wichtig sind. Die erste Frage ist ein Thema, was ich seit meiner ersten Hauptversammlung der Strabag vor vielen, vielen Jahren schon beschäftigt, nämlich das Thema ESG in der Vorstandsvergütung.
[Foreign language] Also wir unterrichten seit Jahrzehnten in den Principles of Economics, You Get What You Pay For oder People Respond to Incentives. Das ist immer eine tolle Nachhaltigkeitsstrategie und sie haben ja auch sehr gut erklärt, warum die wichtig ist, auch für die Strabag. Ich habe gerade vor fünf Minuten eine Aussage von einer Vorständin einer österreichischen Sparkasse, ein Zitat bekommen: "Nachhaltigkeit und Wachstum sind kein Widerspruch. Quasi nachhaltiger ist die Voraussetzung für Wachstum.
[Foreign language] [Foreign language] " So sehen das auch Banken heute inzwischen. Darum tut es mir halt leid und wenn ich auch ehrlich bin, ein bisschen ärgert es mich vielleicht auch schon, dass wir seit fünf Jahren eigentlich immer dieselbe Antwort haben. Schwarz auf weiß im Nachhaltigkeitsbericht heißt das drinnen. Wir evaluieren das, aber es ist herausfordernd und deswegen gibt es noch keine konkreten Bestrebungen, ESG, das was ein Kern der Strategie ist, auch die Vergütung aufzunehmen.
[Foreign language] Und zwar seit fünf Jahren wird evaluiert. Ich sehe dann Work in Progress zum Beispiel auf den Bannern stehen. Diesen Progress erlebe ich hier nicht und vor allem, wenn man auch in ATX sich umsieht, wenn man im DAX sich umsieht, wenn man auch quasi zu den Kernaktionären schaut, welche Vergütungssysteme die implementiert haben, da hat sich da viel getan die letzten fünf Jahre.
[Foreign language] Ich finde es sehr schade, dass eigentlich die Strabag, die viel Gutes hat und auch viel Gutes macht, hier eigentlich ein bisschen nach hinten gefallen ist, weil es etwas geht und weil es wichtig ist. Deswegen die Frage kurz dazu: Wann dürfen wir mit rechnen, dass die Evaluation zu Ende ist und wir auch konkrete Ergebnisse sehen werden? Lieber Herr Katlwil, Ihr Vorstandsvertrag wäre auch eine Gelegenheit gewesen, auch im Hinblick auf den Vertragseingriff hier etwas zu tun.
[Foreign language] Meines Wissens ist es ja nicht erfolgt. Das war die erste Frage. Die zweite Frage, lieber Herr Katlwil, geht auch direkt an Sie. Ich würde es jetzt fast schon mit Goethe formulieren. Wie haben Sie es mit der Nachhaltigkeit? Also was ist da Ihr Bezug oder der Stellenwert, den Sie dem Thema geben möchten? Eben wegen der Wichtigkeit und weil es ja auch von Persönlichkeiten letztlich geprägt ist, wie das dann im Unternehmen zu leben beginnt und zu wirken beginnt.
[Foreign language] Und es nochmal zu unterstreichen, was da alles möglich ist und was auch in der Vergangenheit schon möglich war, wo ich mich jetzt frage, wie es weitergehen wird, vielleicht nur kurz die Anekdote von einer Hauptversammlung vor zwei bis drei Jahren, was da damals bewirkt werden konnte.
[Foreign language] Da saß ich mit einer Kollegin von einer NGO, die hier hinten ungefähr zu meiner Linken jetzt, und wir haben auch einige kritische Fragen gestellt zum Thema Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Es gab damals ja einige Pressemitteilungen der Strabag. Der Haselsteiner hat quasi vorgetragen, also der Herr Klemens Haselsteiner hat vorgetragen, auch unsere Fragen wurden beantwortet und das war eigentlich gut.
[Foreign language] Es war inhaltlich gut, aber auch das Wie, also man hat das persönliche Interesse und das persönliche Anliegen dahinter erkannt. Als Konsequenz des Ganzen hat auch nachher meine Kollegin von der NGO, sie hat Strabag-Aktien gekauft. Erstens, weil es natürlich wirtschaftlich interessant ist, Sie wissen, wir alle sparen für die Pensionslücke mit auch Aktien auf die eine oder andere Art und Weise und weil es ja letztlich auch was mit Werten zu tun hat, die man unterstützt, wo man dabei ist und nicht dabei ist.
[Foreign language] Und jetzt frage ich mich eben, wie Sie das Ganze handhaben möchten. Ich danke Ihnen für die Antwort auf meine Fragen, bin schon sehr gespannt und ja, wie ich gelernt habe, zum Abschluss wünsche ich Ihnen allen ein Glück auf.
[Foreign language] Danke, Herr Baumüller. Als nächsten Aktionär bitte ich Herrn Dr. Knapp ans Rednerpult.
[Foreign language] Frau Vorsitzende, danke fürs Wort. Meine Damen und Herren, liebe Mitaktionäre, Sie haben gehört, mein Name ist Knapp, Dr. Michael Knapp. Ich spreche mit eigenen Aktien, mit der Stimmkarte, was ist es denn, 143. Und bin auch dafür im Namen des IVA, danke an die STRABAG, die uns gebeten hat, einen Stimmrechtsvertreter zu schicken. Das bin in dem Fall ich, weil der Kollege Beckermann in Madrid ist bei einem Treffen der Better Finance und daher bin ich heute eingesprungen.
[Foreign language] Als Stimmrechtsvertreter vertrete ich 261 Aktionäre mit 4.358.568 Stück Aktien, das sind 3,69% des Grundkapitals, daher sind also über 400 Leute heute im Raum, davon 261 plus einer durch mich vertreten. Den Geschäftsbericht finde ich auch sehr gut, ich habe ihn interessiert durchgeblättert, bin aber doch auf die eine oder andere Frage gestoßen. Einleiten möchte ich einmal kurz wiederholen, dass es der Strabag 2024 wirklich gut gegangen ist. Wir haben zahlreiche Rekorde erreicht.
[Foreign language] Ich erinnere kurz daran, Auftragsbestand erstmals über €25 Milliarden, Konzernergebnis €823 Millionen, das ist der höchste Wert seit Bestehen der Strabag, Eigenkapital €5 Milliarden, womit diese Marke erstmals erreicht werden konnte. Also bei dieser Gelegenheit herzlichen Dank an das Top-Management und an alle Mitarbeitenden für diese tollen Leistungen. Jetzt zurück zu den Zahlen.
[Foreign language] Das Ergebnis je Aktie stieg 17% auf €7,35 und für mich die einzige Enttäuschung, der Dividendenvorschlag steigt nur 14%. Also Ergebnis pro Aktie plus 17%, Dividende laut dem heutigen Vorschlag nur plus 14% auf €2,50 je Aktie. Damit wurde mit 34% die niedrigste Ausschüttungsquote der letzten fünf Jahre erzielt, wenn man so will, ist das auch ein Rekord, allerdings ein negativer.
[Foreign language] Der CEO Herr Katlwil hat die Ausschüttungsquote mit 30 bis 50% angesprochen. Also warum wir da am unteren Ende und am tiefsten Punkt der letzten fünf Jahre sein müssen, ist mir nicht ganz klar. 5 Cent mehr Ausschüttung, also €2,55 statt €2,50, hätten nicht einmal €6 Millionen an Mehraufwand bedeutet, wobei ich die eigenen Aktien abgezogen habe. Bei einem Konzernergebnis von €823 Millionen wären also meiner Meinung nach diese €6 Millionen locker drinnen gewesen.
[Foreign language] Jetzt kann man natürlich sagen, das ist kleinlich und die Aktie ist auch gestiegen in den ersten fünf Monaten 2025 um 96%. Also was tun wir da herumreden über 5 Cent Dividende mehr oder weniger, aber mir geht es einfach um die mathematische Ungerechtigkeit, noch einmal plus 17% versus plus 14%.
[Foreign language] Daher die Frage, warum lautet der heutige Dividendenvorschlag nicht €2,55 statt €2,50? Hat der Vorstand und Aufsichtsrat eine höhere Ausschüttung überhaupt diskutiert? Gegebenenfalls, wenn man also darüber diskutiert hat, was hat für und was hat gegen eine minimal höhere Ausschüttung von 5 Cent je Aktie gesprochen? Dann zweites Thema, Grundkapital und Aktien.
[Foreign language] Das Grundkapital beträgt €118.221.982, ist eingeteilt in 118.221.979.000 Inhaberaktien und drei Namensaktien. Die Namensaktie Nummer 1 wurde per 30.12.2024 von Clemens Peter Haselsteiner gehalten, die Namensaktie Nummer 2 von MK AO Rasberria Trading Limited.
[Foreign language] Im Geschäftsbericht nicht erwähnt bzw. erläutert ist die Namensaktie Nummer 3. Frage: Von wem wurde oder wird diese gehalten und ist auch mit der Namensaktie Nummer 3 ein Entsendungsrecht in den Aufsichtsrat unserer Gesellschaft verbunden? Drittes Thema: die sogenannte Strabag Hold Estate, auch Investment Property genannt. Das ist die langfristige strategische Bestandshaltung von Immobilien, wobei die Betonung auf langfristig liegt.
[Foreign language] In 2024 stehen Zugänge in Höhe von €206 Millionen Abgängen in Höhe von immerhin €131 Millionen gegenüber. Das hat mich ein bisschen irritiert, sodass ich fragen möchte: Konterkarieren diese Abgänge nicht den langfristigen Aufbau unseres Immobilienportfolios? Welche Immobilien konkret haben wir 2024 verkauft? An wen - wobei mir genügt, ob es an eine Related Party war oder an einen fremden Dritten - und warum haben wir diese Immobilien verkauft? Warum wurden bei diesen Verkäufen Verluste in Höhe von €222.000 verzeichnet?
[Foreign language] Dann wurden die beizulegenden Zeitwerte des Investment Property bei 31.12.2024 in Höhe von €239 Millionen, diesen steht ein Buchwert von €222 Millionen gegenüber, also haben wir €17 Millionen stille Reserven.
[Foreign language] Wurden also diese beizulegenden Zeitwerte auch durch Gutachten einschlägiger Sachverständiger ermittelt und bestätigt? Wenn das so war, wer waren diese Sachverständigen, wie hoch waren die Kosten der Gutachten? Und für die zukünftigen Investments gibt es da eine Faustregel betreffend die jährlichen Investitionen, also die Höhe der jährlichen Investitionen in unsere Bestandsimmobilien, etwa einen gewissen Prozentsatz des EBIT oder ähnliches oder kaufen Sie einfach, wenn halt etwas am Markt ist, was Ihrer Meinung nach da dazu passt.
[Foreign language] Konzernkapitalflussrechnung, das nächste Thema, da finden sich erhaltene Ausschüttungen in Höhe von €72,5 Millionen, vorher 2023 waren es nur €55 Millionen. Mich würde interessieren die Quellen dieser Ausschüttungen, also wer hat wie viel in 2024 an uns ausgeschüttet?
[Foreign language] Sonstige betriebliche Aufwendungen Seite 309, Note 5, 1,1 Milliarden Euro, hiervon 109 Millionen Euro allein für Beratungsaufwand und Gerichtskosten. Mich würden die drei bis fünf größten Positionen dieses Beratungsaufwands und der Gerichtskosten interessieren und zwar wie viel entfiel auf die drei bis fünf größten Berater, welche Gerichtsverfahren und in welchen Klauseln.
[Foreign language] Nächstes Thema, Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen auf Seite 364 folgende im Geschäftsbericht. Erstens das Management von welchen Unternehmen, die vom Management in Schlüsselpositionen beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden, wurden im Geschäftsjahr 2024 Leistungen welcher Art in Höhe von €57.000 bezogen? Da geht es nicht um den an sich lächerlichen Betrag, sondern eben ums Prinzip. Was hat das Management, das ja Geld, Lohn, Löhne, Gehälter bezieht von der Strabag, €57.000 außerordentlich an die Strabag geleistet?
[Foreign language] Dann bin ich unlängst mit der Westbahn gefahren und dazu zu meiner Überraschung ein Herr in einem Strabag, wie sagt man, Wams oder Weste, hat Staub gesaugt im Waggon. Bei der Westbahn ist es immer so, die kommt an am Westbahnhof auf die Bahnsteige aus, dann staubt der Sauger, der Automat wird ergänzt und dann kann man einsteigen und dann fährt der Zug.
[Foreign language] Aber der Herr, der gesaugt hat, hat hinter Strabag stehen gehabt, daher die Frage, wo habe ich es da? Bestehen wirtschaftliche Beziehungen zum Haselsteiner Unternehmen Westbahn? Ich weiß schon, die SNCF ist auch dabei, aber Haselsteiner ist Hauptaktionär oder die Familie oder die Stiftung, das weiß ich nicht, aber es spielt halt da hinein in die Familie. Und wenn also wirtschaftliche Beziehungen bestehen, welcher Art sind diese?
[Foreign language] Im Übrigen habe ich gar nichts gegen die Westbahn, ich fahre lieber mit der Westbahn, als wenn ich da kurz Reklame machen darf, lieber mit der Westbahn als mit den ÖBB und freue mich, wenn die Westbahn nach Kärnten fährt. Wahlen in den Aufsichtsrat, zum Thema passt gut dazu die Frage nach den wirtschaftlichen Beziehungen der Ziviltechniker GmbH zur Strabag SE, also zu unserer Gesellschaft.
[Foreign language] An dieser Ziviltechniker GmbH ist Aufsichtsratskandidat Diplomingenieur Sebastian Haselsteiner mit 24% beteiligt. MHM Ziviltechniker GmbH in 2024 Planungsleistungen an den Strabag-Konzern erbracht? Das war so, steht ja in der Erläuterung und zwar hätte ich gern gewusst, in welchem Ausmaß, also in welchem Gegenwert, mehrere Millionen oder ein paar tausend Euro. Hat diese Ziviltechniker GmbH auch andere Kunden neben Strabag oder ist der Strabag-Konzern ein für die maßgeblicher Kunde? Also da geht es darum, die Abhängigkeit oder Unabhängigkeit des Aufsichtsratskandidaten.
[Foreign language] Dann kurze Frage: Aufwendungen für den Abschlussprüfer, Honorare in Höhe von €551.000 der PwC, wurden für welche sonstigen Beratungsleistungen bezahlt? Wahrscheinlich für die freiwillige Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts, aber wenn Sie das bitte ein bisschen aufgliedern, diese €551.000. Whistleblowing: Wir haben eine entsprechende Strabag Online-Hinweisgeberplattform.
[Foreign language] Mich würde interessieren, wie viele Meldungen sind 2024 über diese Plattform hereingekommen? Wie ist mit diesen Meldungen umgegangen worden? Hat es juristische Konsequenzen, sowohl zivil als auch strafrechtlicher Natur, als Folge dieser Meldungen gegeben? Nächstes Thema: Corporate Governance Bericht mit Unterthemen. Erstes Unterthema Prüfungsausschuss: Wer ist eigentlich der Finanzexperte des Prüfungsausschusses? Das steht nicht da.
[Foreign language] In Frage kommen mehrere Personen, das ist mir schon klar, aber ich hätte gern, dass Sie mir sagen, wer der Finanzexperte explizit ist. Dann Vorsitz im Prüfungsausschuss, aktuell durch unsere Frau Aufsichtsratsvorsitzende. Das ist juristisch okay, auf Basis der österreichischen Corporate Governance-Fassung vom Januar 2023.
[Foreign language] Es ist allerdings nicht im Einklang mit einem internationalen Trend, den es schon länger gibt, wonach Vorsitz im Aufsichtsratsplenum und Vorsitz im Prüfungsausschuss nicht vereinbar sind. Dieser Trend hat seinen Niederschlag schließlich auch in Österreich gefunden. Im österreichischen Corporate Governance Codex Fassung Januar 2025 findet sich eine neue Regel, nämlich die Regel 40a. Ich zitiere: "Der Aufsichtsratsvorsitzende ist nicht gleichzeitig Vorsitzender des Prüfungsausschusses.
[Foreign language] " Zitat Ende. Frage daher, haben Sie die Absicht, diese neue Regel 40a, auch wenn sie nur Empfehlungscharakter hat, heuer umzusetzen oder haben Sie es vielleicht schon getan in einer Aufsichtsratssitzung, die bis jetzt in 2025 stattgefunden hat? Interessant wäre auch zu wissen, den Strabag-Aktienbesitz der Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstands, gegebenenfalls auch Lehrmeldungen aus der Website, bin ich aus den historischen Directors' Dealings-Meldungen eigentlich nicht wirklich klug geworden. Daher Frage, beabsichtigen Sie in Zukunft, diese Zahlen kompakt zu publizieren?
[Foreign language] Die Unica macht das zum Beispiel, das schreibt bei jedem Aufsichtsratsmitglied dazu, wie viel Unica-Aktien hat, also das würde ich mir auch von Ihnen wünschen. Dann Selbstevaluierung der Aufsichtsratstätigkeit, hatten Sie eine externe Unterstützung bei dieser Selbstevaluierung, gegebenenfalls durch welchen Rechtsanwalt und wie viel hat uns das gekostet?
[Foreign language] Dann hätte ich gern konkrete Resultate dieser Selbstevaluierung, also nicht, dass die Unterlagen hervorragend waren und zeitgerecht gekommen sind und die Sitzungen haben zu lange gedauert und solche Sachen, sondern konkrete Resultate dieser Selbstevaluierung und deren Umsetzung in der künftigen Aufsichtsratstätigkeit.
[Foreign language] Dann wurde auch erwähnt und steht im Geschäftsjahr auf Seite 76, Prüfung des konsolidierten Corporate Governance Berichts durch Rechtsanwalt Christian Thaler, was hat uns das gekostet? Vorletztes Thema, Vergütungsbericht, Standardfrage, hatten Sie bei der Erstellung des Vergütungsberichts 2024 externe Unterstützung, gegebenenfalls durch welchen Vergütungsberater, Rechtsanwalt und so weiter, sowie dessen Kosten.
[Foreign language] Dann findet sich auf Seite 2, Aufbau des Vergütungssystems, fixe Vergütungsbestandteile, die Wettbewerbsfähigkeit der fixen Vergütung. Frage: Wie wird die Wettbewerbsfähigkeit der fixen Vergütung der Strabag-Vorstände am Markt einbezogen bzw. auf welche Weise? Also vermutlich messen Sie die Gehälter, die fixen Gehälter anhand einer Peer-Group. Wenn das so ist, würde ich gern wissen, welche unserer Mitbewerber gehören dieser Peer-Group an.
[Foreign language] Auf Seite 5 ist über Clawback und Malus, also die Rückforderung von variablen Vergütungsbestandteilen, die Rede, und es steht dort, es gibt keine über die Verlustbeteiligung im Falle eines negativen Konzernergebnisses hinausgehende Clawback-Regelung. Also Clawback heißt normalerweise, ich kann die Variablen oder die Gesellschaft kann die variablen Vorstandsvergütungen zurückverlangen, wenn sich nachträglich herausstellt, dass diese aufgrund unrichtiger Zahlen ausbezahlt worden sind.
[Foreign language] Also wenn das so da steht, dass es über die Verlustbeteiligung hinaus keine Clawback-Regeln gibt, heißt das, dass die Strabag eigentlich zu Unrecht empfangene variable Vergütungsbestandteile später nicht zurückfordern kann. Verstehe ich das so richtig? Dann letztes Thema 2025: Wir haben gesehen und gehört, dass sich die dynamische Entwicklung des Jahres 2024 fortsetzt. Auftragsbestand erstmals über €28 Milliarden, also ein Plus von 14%, natürlich auch dank der Erstkonsolidierung der neu erworbenen australischen Gesellschaft, aber immerhin.
[Foreign language] Angesprochen wurde von Herrn Haselsteiner auch die geplante Akquisition der WTE. Da gab es eine Art Hochmeldung am 10.12.2024, wonach EVN und Strabag im Dezember 2024 eine Grundsatzvereinbarung bezüglich des Erwerbs von wesentlichen Teilen der deutschen EVN-Beteiligung WTE unterzeichnet haben. Der Kaufpreis soll €100 Millionen betragen.
[Foreign language] Damals in der Aussendung ist gestanden, Ziel war ein Vertragsabschluss bis spätestens Ende Februar 2025. Naja, da ist noch März, April, Mai, also dreieinhalb Monate sind vergangen. Daher die Frage: Wie ist denn der aktuelle Stand der Dinge? Warum verzögert sich das von Ende Februar auf - ich weiß nicht, Ende nie will ich nicht sagen - aber halt, wann wird es voraussichtlich über die Bühne gehen und was sind die Hindernisse eigentlich?
[Foreign language] Letztes Thema ist die geplante Akquisition von Teilen der VAMED-Gruppe. Ich darf daran erinnern, Strabag und PORR haben im Mai 2024 einen Abtretungsvertrag für Teile der VAMED-Gruppe unterzeichnet. Die Transaktion stand unter dem Vorbehalt regulatorischer Freigaben, unter anderem der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Der Kaufpreis sollte €90 Millionen betragen. Allerdings bis zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt konnte der Vertrag noch nicht vollzogen werden.
[Foreign language] Das Strabag-Poer-Konsortium hat daher im März 2025 ergänzende Verhandlungen mit der Verkäuferin in Bezug auf den Kaufvertrag aufgenommen. Jetzt drei Monate später hat man bisher nichts mehr gehört davon, daher die letzte Frage: Wie ist denn der aktuelle Stand dieser Angelegenheit betreffend die ergänzenden Vertragsverhandlungen mit der Verkäuferin? Danke, das war es schon von mir. Danke, dass Sie zugehört haben, danke für die Beantwortung meiner Fragen.
[Foreign language] Danke, Herr Dr. Knapp, ich bitte nun Lukas Weigl ans Rednerpult, bitte.
[Foreign language] Hallo, ich halte mich kurz. Ich interessiere mich dafür, wie viel Prozent der Arbeitszeit von Mitarbeitern in die Fort- und Weiterbildung fließt und das Ganze auch aufgeschlüsselt nach Regionen und relevanten Berufsgruppen und ob es hier abweichend davon auch einen Zielwert gibt.
[Foreign language] Danke, Herr Weigl. Nachdem ich keine weiteren Wortmeldungen habe, bitte ich die Herren des Vorstands mit der Fragenbeantwortung zu beginnen.
[Foreign language] Frage 1 von Herrn Staller zur Pressemitteilung vom 9.10.2024: Sie schreiben in enger Koordination der Strabag SE, haben die österreichischen Kernaktionäre eine Klage hinsichtlich der im Syndikatsvertrag aus 2007 festgeschriebenen Vorkaufsrechte vor einem Schiedsgericht in Amsterdam eingebracht. Bezahlen wir etwas, was uns möglicherweise überhaupt nicht betrifft? Bezahlen wir eine Privatfehde? Diese Antwort bezieht sich auf alle Fragen des Herrn Staller, die nicht separat beantwortet werden.
[Foreign language] Richtig ist, dass unsere österreichischen Kernaktionäre im Oktober 2024 vor einem Schiedsgericht in Amsterdam Klage einreichten, ihr Vorkaufsrecht aus dem ehemaligen Syndikatsvertrag von 2007 gegenüber Raspberry durchzusetzen. Anlass für die Geltendmachung des Vorkaufsrechts waren Beteiligungsmeldungen, wonach Vultura Holdings Ltd.
[Foreign language] ihre Beteiligungen an Raspberry an die Iliades GSC, ein weiteres russisches Unternehmen, verkauft und übertragen hat. Dieser Vorgang löste nach Ansicht der Kernaktionäre das Vorkaufsrecht der Kernaktionäre aus. Strabag hat ein hohes Interesse an dem Verfahren und der endgültigen Lösung von der sanktionierten Aktionärin.
[Foreign language] Intern muss weiterhin und trotz der Verwässerung von Raspberry auf unter 25% erheblicher Aufwand betrieben werden, die Compliance-Bedenken etlicher Vertragspartner und Auftraggeber zu adressieren. Die zahlreichen Schwierigkeiten und Nachteile hieraus waren bekanntermaßen auch Hintergrund der Kapitalmaßnahme zur Verwässerung Raspberry. Daher hat sich Strabag entschieden, in diesem Verfahren die eigenen Ressourcen und Interessen einzubringen und daher auch die Kosten für den Prozessanwalt und die ICC-Kosten zu übernehmen.
[Foreign language] Frage 2 von Herrn Staller: Der Verkauf der Raspberry an Iliades in Russland eröffnet die Chance, uns endgültig von dem sanktionierten Aktionär zu trennen. Sie betreiben das mit allen Mitteln, mit allen Mitteln, egal welche Konsequenzen, welche Probleme, welche Prozesse das börsennotierte Gesellschaften wie zum Beispiel Unica betrifft. Wir sind in ständiger Abwägung aller Chancen und Risiken dieses Verfahrens und in Abstimmung mit den Kernaktionären.
[Foreign language] Die letzte Entscheidung zu diesem Verfahren liegt aber ausschließlich bei den Kernaktionären. Frage Nummer 3 von Herrn Staller zur Presseaussendung vom 9.10.2024 der Strabag SE: Ist es Ihr Ernst, dass Sie ein Vorkaufsrecht jeden Rest und mit allen Mitteln ausüben wollen, aus einem in Wahrheit erloschenen Vertrag, der einem Rechtsvorgang, der keinerlei Bedeutung mehr hat? Wie bereits ausgeführt, sind wir in ständiger Abwägung aller Chancen und Risiken dieses Verfahrens und in Abstimmung mit den Kernaktionären.
[Foreign language] Aber noch einmal, die letzte Entscheidung zu diesem Verfahren liegt ausschließlich bei den Kernaktionären. Frage 4 von Herrn Staller: Zum Verkauf von Raspberry, welche Auswirkungen auf das Urteil in Russland hat das Ganze? Das Schiedsverfahren der Kernaktionäre in Amsterdam und das von Raspberry in Russland geführte Verfahren gegen Strabag, die Kernaktionäre und RBI, sind verschiedene Verfahren.
[Foreign language] Frage Nummer 5 von Herrn Staller: Das Gericht in Russland hat die Strabag-Aktien der RBI zugesprochen. Das führt dazu, dass RBI einen Schadenersatzprozess einleiten wird. Uns würde das in der SE zum Vorteil gereichen, weil es den Streubesitz deutlich erhöhen würde. Wenn wir mit allen Mitteln dagegen vorgehen, diese Ziele zu verfolgen, heißt das, dass wir auch mit allen Kollateralschäden zu rechnen haben. Auch Strabag SE begrüßt das Ziel, den Streubesitz zu erhöhen. Entschuldigung, könnten Sie bitte Ihr Mobiltelefon ausschalten? Dankeschön.
[Foreign language] Also nochmal Antwortfrage 5: Auch Strabag SE begrüßt das Ziel, den Streubesitz zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass die Kernaktionäre die weiteren Schritte angemessen abwägen werden. Frage 6 von Herrn Staller: Warum müssen unsere Kernaktionäre jeden Preis dieses völlig sinnlose, teure Schiedsverfahren in Amsterdam führen? Diese Entscheidung haben letztendlich die Kernaktionäre getroffen.
[Foreign language] Frage 7 von Herrn Staller: Habe ich Sie richtig verstanden, dass die Strabag SE das Schiedsverfahren in Amsterdam zahlt? Die Anwälte hierfür sind ja sehr kostspielig, es entstehen also unglaubliche Kosten. Ist es das, was Sie in Ihrer Presseaussendung vom 9.10.2024 unter "mit allen Mitteln" verstehen? Mit den Vorfragen ebenfalls schon beantwortet. Frage 8 von Herrn Staller: Kann es passieren, Herr Gartlwill, dass die RBI uns klagt, dass die RBI die drei Kernaktionäre klagt, dass wir einen Bruderkrieg im Haus haben? Wir können über allfällige Intentionen der RBI keine Aussage treffen.
[Foreign language] Frage 9 von Herrn Staller: Was würde passieren, wenn Sie das Schiedsverfahren in Amsterdam zurückziehen? Wie bereits ausgeführt, sind die Kernaktionäre Parteien des Schiedsverfahrens. Wenn diese den Schiedsantrag zurückziehen, bleibt die Frage und Möglichkeit der Nutzung des Vorkaufsrechts offen. Frage 14 von Herrn Berger: Es gibt auch große französische und spanische Baukonzerne.
[Foreign language] In Deutschland haben Sie eine starke Stellung. Welche Position nehmen Sie ein? Haben Sie sich verbessert, auch mit Blick auf die Slowakei und andere osteuropäische Länder? Laut der letztverfügbaren Studie Global Powers of Construction 2023 von Deloitte belegt der Strabag-Konzern nach Umsatz den fünften Platz unter den europäischen Baukonzernen. Auch auf Basis der Umsatzzahlen 2024 ergibt sich dieselbe Marktposition. In Deutschland erwirtschaften wir circa €9 Milliarden Jahresleistung und sind damit Marktführer. Frage 18 von Herrn Berger: Wie viele E-Fahrzeuge gibt es im Konzern? Wie viele davon sind KFZ?
[Foreign language] Es sind im Konzern 818 E-Fahrzeuge im Einsatz: 693 E-PKW und 125 E-Nutzfahrzeuge. 74 E-Nutzfahrzeuge sind in Bestellung und 485 E-PKW sind in Bestellung. Das ist zum Stand 8.5.2025. Frage 21 von Herrn Berger: Wie viele Lehrlinge haben Sie im Ausland? Im Konzern beschäftigen wir außerhalb Österreichs 1.650 Auszubildende. Frage 25 von Herrn Baumüller: Herr Gartlwill, wie halten Sie es mit der Nachhaltigkeit? Was ist Ihr Bezug oder der Stellenwert, den Sie dem Thema geben möchten?
[Foreign language] Ich bin fest davon überzeugt, dass wir als Menschen eine Verantwortung für unsere Umwelt und nachfolgende Generationen haben. Das will ich vorleben, persönlich und als CEO der Strabag. Den Grundstein haben wir 2023 mit unserer Strategie People, Planet, Progress gelegt und den Weg gehen wir konsequent und langfristig weiter, bis wir unser Ziel Klimaneutralität 2040 erreicht haben. Viel zu oft wird behauptet, Klimaschutz wäre unwirtschaftlich. Dem möchte ich entschieden widersprechen.
[Foreign language] Das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Klimaschutz ist das Geschäftsmodell der Zukunft. Frage 26 von Herrn Baumüller: Der Geschäftsbericht der Strabag für 2024 beginnt mit einer ausführlichen vierseitigen Kennzahlenübersicht. Nachhaltigkeitskennzahlen kommen hier nicht vor. Das ist eine Ausnahme zum größten Teil der Unternehmen im deutschsprachigen Raum und natürlich eine äußerst kritisch zu sehende Signalwirkung.
[Foreign language] Was war der Grund für diesen Ausschluss von ESG von der Übersicht der wichtigsten Kennzahlen und vor allem Erfolge des Jahres 2024? Die Entscheidung, ESG-Kennzahlen nicht in der einleitenden Übersicht zu platzieren, stellt keine Abwertung dieser Themen dar. Vielmehr haben wir uns dafür entschieden, Nachhaltigkeitsthemen in unserem separaten Nachhaltigkeitsbericht differenziert und umfassend darzustellen.
[Foreign language] Dort bieten wir den inhaltlichen Raum, ESG-Aspekte nachvollziehbar, kontextbezogen und transparent zu berichten, über reine Kennzahlen hinaus. Ihre Rückmeldung nehmen wir sehr ernst und werden sie in die Weiterentwicklung unserer Berichterstattung einfließen lassen.
[Foreign language] Denn auch für uns ist klar, die Sichtbarkeit und Einordnung von ESG-Kennzahlen gewinnt weiter an Bedeutung und soll sich künftig auch stärker in der Berichterstattung widerspiegeln. Frage 29 von Herrn Baumüller: Auf Seite 112 schreiben Sie, des Weiteren pflegen wir den Kontakt zu Hochschulen und Medien, politischen Institutionen sowie NGOs als Sprecher stiller Stakeholder wie die Natur.
[Foreign language] Stille Stakeholder umfassen für mich laut EFRAG-Definition vor allem auch Datenbanken und andere objektivierte Informationsgrundlagen. Nennen Sie die fünf wichtigsten Datenbanken beziehungsweise Analyseprogramme im Bereich Ökologie, mit denen Sie für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung 2024 gearbeitet haben. Hierbei bitte ich Sie, auf die Erstellung der Wesentlichkeitsanalyse zu fokussieren. Unsere umweltbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen zu bewerten, hat Strabag auch externe Quellen einbezogen, zum Beispiel Branchenreports und wissenschaftliche Publikationen.
[Foreign language] Dazu zählen unter anderem branchenspezifische Statistiken und Reports der International Energy Agency, kurz IEA, nationale Informationen der Austrian Energy Agency zum Thema Energie sowie verschiedene Berichte des UN Environment Programme. Zusätzlich haben wir für das Geschäftsjahr 2024 auch Standorte auf Klimarisiken hin bewertet. Welche Datenquellen wir dafür genutzt haben, ist im Geschäftsbericht ab Seite 115 beschrieben.
[Foreign language] Zur Betrachtung standortspezifischer Risiken im Kontext Biodiversität haben wir die Monitoring-Tools WWF Risk Filter und das Integrated Biodiversity Assessment Tool IBAT verwendet. Vielen Dank. Frage 31 von Herrn Baumüller: Sie schreiben auf Seite 123: Im Berichtsjahr hat Strabag keine wesentlichen unternehmensspezifischen Themen identifiziert.
[Foreign language] Wie kann das sein, wo doch die Wichtigkeit dieser unternehmensspezifischen Themen seitens der ISRC wie seitens der Regulatoren betont wird? Mit welchen Standards beziehungsweise Rahmenwerken erfolgt ein Abgleich im Sinne von Kapitel 10 in ESRS 1? Welche erweiterten Analysen sind für 2025 angedacht?
[Foreign language] Hinweis: Schon der Nachhaltigkeitsstrategie auf Seite 111 lassen sich Ansatzpunkte für relevante Angaben entnehmen. Die ESRS decken inhaltlich schon sehr viele Themen ab. Deshalb sehen wir unsere wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen als Bauunternehmen darin auch gut berücksichtigt. In den letzten Jahren hat Strabag bereits mehrere unternehmensspezifische Themen identifiziert, darunter zum Beispiel Digitalisierung und Innovation.
[Foreign language] In der aktuellen doppelten Wesentlichkeitsanalyse sehen wir diese beiden Punkte aber nicht als eigenständige wesentliche Themen, sondern vielmehr als wichtige Enabler, also als Voraussetzungen, unsere Nachhaltigkeitsziele überhaupt erreichen zu können. Das IFRS-Rahmenwerk verlangt außerdem verpflichtende Angaben zu Forschung und Entwicklung. Hier hat also ein Abgleich stattgefunden und es wurden Doppelungen im Lagebericht vermieden.
[Foreign language] Wie in den ESRS vorgesehen, werden wir auch heuer unsere doppelte Wesentlichkeitsanalyse aktualisieren und dabei neue Rahmenbedingungen berücksichtigen. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass dabei neue unternehmensspezifische Themen identifiziert werden.
[Foreign language] Auch wenn wir, wie gesagt, die thematische Breite der ESRS bereits als sehr umfassend einschätzen. Frage 32 von Herrn Baumüller: Auf Seite 159 schreiben Sie, für die Scope 3 Emissionen werden aktuell die Ziele nach dem Well Below 2 Degree Szenario WB2C mit dem Basisjahr 2023 erarbeitet. Der Basiswert für Scope 3 Emissionen kann derzeit nicht berichtet werden, da noch keine vollständigen, unter anderem nachgelagerte Scope 3 Emissionen und extern geprüften Daten für das Basisjahr 2023 vorliegen.
[Foreign language] Warum diese geringen Ambitionen für Scope 3? Welche konkreten Schritte setzen Sie zur Verbesserung der Datenqualität und zur Erweiterung der erfolgten inhaltlichen Ambitionen? Scope 3 Emissionen stellen für uns eine Herausforderung dar, da sie größtenteils außerhalb unseres direkten Einflussbereichs liegen. Gleichzeitig erkennen wir natürlich die Bedeutung von Scope 3 Emissionen. Den größten Teil dieser Scope 3 Emissionen machen eingekaufte Güter und Dienstleistungen aus.
[Foreign language] Hier sind wir abhängig von den Dekarbonisierungsanstrengungen unserer Lieferanten, wie zum Beispiel der Stahl- und Zementindustrie. Angesichts der derzeitigen Entwicklungen bei technischen Lösungen und Brancheninitiativen orientieren wir uns bis 2030 am Well Below 2 Degree Ziel. Damit bleiben wir ambitioniert und schaffen gleichzeitig Spielraum, gemeinsam mit unseren Partnern weitere Fortschritte bei Scope 3 Emissionen zu ermöglichen. An der Datenqualität wird intensiv gearbeitet, auch im Scope 3 Bereich.
[Foreign language] So ist der Umstieg auf mengenbasierte Daten für die wichtigsten Baustoffe und Abfallmengen bereits weit vorangeschritten. Auch für die restlichen Scope 3 Kategorien wird kontinuierlich an weiteren Verbesserungen gearbeitet. Frage 33 von Herrn Baumüller: Auf Seite 161 heißt es, Strabag hat bislang keine quantitativen Ziele für Biodiversität und Ökosysteme definiert, arbeitet jedoch daran, dieses Themenfeld konzernweit zu verankern. Bisher lag der Fokus des Nachhaltigkeitsmanagements vorrangig auf Governance, Klima und sozialen Aspekten.
[Foreign language] Eine Herausforderung dabei ist die Messbarkeit von Biodiversität, insbesondere aufgrund der großen Anzahl an Standorten. Bitte erläutern Sie, welche konkreten Überlegungen und Ziele Sie setzen und wann mit Zielen zu rechnen ist. Folgefrage: Warum wird keine IST-Kennzahl zu Biodiversität berichtet, abgesehen von Seite 162? Das Thema Biodiversität wurde im 2024 als doppelt wesentlich identifiziert und daher neu in den Bericht aufgenommen.
[Foreign language] Wir arbeiten gerade an dem Aufbau eines konzernweiten Biodiversitätsmanagements. Ein effektives Biodiversitätsmanagement erfordert eine systematische Erfassung, Bewertung und Steuerung anderer Auswirkungen auf Biodiversität und Ökosysteme. Hierfür bauen wir auf bestehende Strukturen auf, Synergien zu nutzen. Wie bei anderen Systemen werden wir mit einer Pilotierung starten und dann den konzernweiten Rollout angehen.
[Foreign language] Im kommenden Geschäftsbericht werden wir dazu ein Update geben. Und die Antwort zur Folgefrage: Seit 2024 berichten wir erstmals über das Thema Biodiversität. Dabei konnten wir auch Daten zu Standorten in biodiversitätssensiblen Gebieten erheben und berichten diese auch.
[Foreign language] Derzeit prüfen wir, welche anderen Kennzahlen für uns als Konzern sinnvoll sind, das Thema künftig gezielt und langfristig zu steuern. Frage 34 von Herrn Baumüller: Zu den ESG-Zielen heißt es auf Seite 167: Immerhin, wir sehen eine unserer wichtigen Aufgaben darin, die Auftraggeber durch nachhaltige und auch ökonomisch attraktive Angebote für zirkuläre Bauwerke zu gewinnen. Bitte erläutern Sie konkret, auch mit Beispielen aus dem letzten Geschäftsjahr, wie Ihnen dies gelingt.
[Foreign language] Eine Verbesserung in den ESG-Ratings im Zeitablauf ist nur sehr eingeschränkt zu erkennen. Welche Ziele verfolgen Sie hier? Welche Maßnahmen werden gesetzt? Warum können solche Ratings für die Strabag in ihrer Geschäftstätigkeit von Bedeutung sein? Wir versuchen bereits in den frühen Phasen unserem Auftraggeber zirkuläre Alternativen aufzuzeigen und auch die Vorteile darzulegen. Dazu kann zum Beispiel die Langlebigkeit, die leichte Rückbaubarkeit und ein flexibler Grundriss gehören. Wir wollen dahin kommen, dass unsere Auftraggeber Bauwerke als Ressourcenbank verstehen.
[Foreign language] Zirkuläre Bauwerke machen heute aber noch nicht den Großteil unserer Projekte aus. Das liegt auch daran, dass Auftraggeber mit dem Thema kreislauffähige Bauwerke noch wenig Erfahrung haben. Aus diesem Grund sind wir im Reallabor Fassfabrik aktiv. In der Lastenstraße im 23. Bezirk von Wien haben wir im Rahmen einer Quartiersentwicklung ein innovatives Zwischennutzungskonzept entwickelt. Wir testen und zeigen hier zirkuläre Gebäude und Baustofflösungen. Dort können Auftraggeber und andere Stakeholder Alternativen sehen, anfassen und erleben.
[Foreign language] Ich mache weiter mit der Frage A24 von Josef Baumüller: Zu ESG in der Vorstandsvergütung. ESG wird noch nicht in die Vergütung aufgenommen. Es wird immer nur evaluiert. Wann dürfen wir damit rechnen, dass die Evaluation zu Ende geht und dass wir konkrete Ergebnisse sehen? Ich bitte Sie zu berücksichtigen, dass die Bauwirtschaft aufgrund ihrer Dezentralität im Vergleich zur produzierenden Industrie ganz andere Herausforderungen hat.
[Foreign language] Die Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder laufen bis 31.12.2026 und für die nächste Funktionsperiode werden wir nicht-finanzielle Kennzahlen prüfen und überlegen und heranziehen. Nächste Frage ist A28 von Josef Baumüller: Zu ESRS 2 schreiben Sie auf Seite 108: Konzernweit anwendbare nachhaltigkeitsbezogene Leistungskriterien zur Einbeziehung in Vergütungssysteme werden evaluiert,
[Foreign language] wobei insbesondere die Festlegung, Messung und Steuerbarkeit von entsprechenden Zielwerten, KPIs, noch herausfordernd sind. Nachhaltigkeitskriterien werden daher aktuell nicht für die Vergütung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat herangezogen. Erlauben Sie mir folgende kritische Anmerkung: Seit meiner ersten HV der Strabag ist diese Aussage weitgehend unverändert.
[Foreign language] D as sind schon viele Jahre der Evaluation. Messung und Steuerbarkeit sind seit der CSRD-Implementierung meines Erachtens nicht mehr so als herausfordernd zu bezeichnen, wie Sie das tun. Ein großer Teil des ATX beziehungsweise DAX hat inzwischen solche Bemessungsgrundlagen implementiert. Die Strabag gehört hier inzwischen zu den Nachzüglern.
[Foreign language] Akademische Befunde zu dieser Aussage kann ich auf Wunsch gerne nachreichen. Meine Frage daher: Wann wird die Evaluation zu einem Ende kommen und wann werden erstmals konkrete Ergebnisse vorliegen, zumindest aufzuschließen zum Feld? Die Frage ist vollinhaltlich mit der Frage, mit der Antwort auf Frage 24 beantwortet.
[Foreign language] Nächste Frage A36 von Josef Baumüller: Bitte erläutern Sie anhand der Kompetenzprofile der Mitglieder des Aufsichtsrats, welche notwendigen Fähigkeiten für eine detaillierte Aufsicht jeweils mitgebracht werden. Der Gesamtaufsichtsrat hat sich nach ausreichender Evaluierung vorbehalten, sich weiterhin gesamthaft mit den ESG-Anliegen zu befassen. Es verfügen insbesondere alle Kapitalvertreter über relevante Erfahrung und Kompetenz im ESG-Bereich aus vielen anderen Mandaten beziehungsweise Tätigkeiten.
[Foreign language] Nächste Frage A37 von Josef Baumüller: Auf Seite 107 schreiben Sie zu den Voraussetzungen für die Wahl in den Vorstand oder in den Aufsichtsrat. Zu dieser Vielfalt zählen insbesondere Internationalität, unterschiedliche Berufs- und Bildungshintergründe sowie die Altersstruktur.
[Foreign language] Warum klammern Sie hier die Geschlechtervielfalt scheinbar dezidiert aus? Die Bauwirtschaft hat in Bezug auf Geschlechterdiversität größere Herausforderungen als andere Branchen, da der Männeranteil historisch sehr hoch ist. Erfreulich ist auf jeden Fall, dass wir unsere Frauenquote konzernweit im Management erhöhen konnten. Wir stehen im Jahr 2024 bei 8,1%.
[Foreign language] Wir sind auch zuversichtlich und überzeugt, dass mit einer steigenden Frauenanzahl auch in Zukunft gut qualifizierte Frauen im Konzern für Führungspositionen herangezogen werden und zur Verfügung stehen. Die nächste Frage A38 von Herrn Baumüller: Im Zusammenhang mit der Geschlechtervielfalt fällt die Zusammensetzung des Vorstands auf. Bitte erläutern Sie hier Ihre Sichtweisen und vor allem etwaige Vorhaben für die Zukunft. Ich darf auf die vorhergehende Antwort auf A37 verweisen. A48: Wahlen in den Aufsichtsrat Top 7. Herr Dr. Knapp war das.
[Foreign language] Was sind die wirtschaftlichen Beziehungen der Ziviltechniker GmbH, an der Aufsichtsratskandidat Diplomingenieur Sebastian Haselsteiner mit 24% beteiligt ist, zur Strabag SE? Hat Ziviltechniker GmbH auch andere Kunden neben Strabag oder ist der Strabag-Konzern ein maßgeblicher Kunde? Ich bitte Sebastian Haselsteiner, diese Frage zu beantworten.
[Foreign language] Ja, Herr Dr. Knapp, die Strabag ist natürlich ein wichtiger und wertvoller Kunde für die Ziviltechniker GmbH, aber bei Weitem nicht der einzige und auch nicht der größte Kunde. Weitere aktuelle Kunden der Ziviltechniker GmbH sind beispielsweise die Stadt Salzburg Immobilien GmbH oder das Kepler Universitätsklinikum Linz.
[Foreign language] Dankeschön. Nächste Frage von Herrn Dr. Knapp ist A50 zum Corporate Governance Bericht und Prüfungsausschuss. Wer ist der Finanzexperte des Prüfungsausschusses? Der Prüfungsausschuss besteht aktuell aus fünf Mitgliedern, die alle über entsprechendes Finanzwissen verfügen. Herr Magister Hameseder, Herr Dr. Brandstetter und ich erfüllen jeweils die Anforderungen an den Finanzexperten. Nächste Frage von Herrn Dr.
[Foreign language] Knapp ist die A52. Der Vorsitz im Prüfungsausschuss durch unsere Aufsichtsratsvorsitzende ist juristisch okay auf Basis der österreichischen Corporate Governance Fassung vom Januar 2023, wenn auch nicht im Einklang mit einem internationalen Trend, wonach Vorsitz im Aufsichtsratsplenum und Vorsitz im Prüfungsausschuss nicht vereinbar sind. Dieser Trend hat seinen Niederschlag auch im österreichischen Corporate Governance Codex Fassung Januar 2025 gefunden.
[Foreign language] Dort heißt es in der neuen Regel 40a: Der Aufsichtsratsvorsitzende ist nicht gleichzeitig Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Haben Sie die Absicht, diese neue Regel 40a, auch wenn sie nur Empfehlungscharakter hat, heuer umzusetzen oder haben Sie das vielleicht in einer der Aufsichtsratssitzungen 2025 schon getan? Wie Sie richtigerweise ausführen, bin ich gleichzeitig Vorsitzende des Aufsichtsrats und Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Strabag SE.
[Foreign language] Die Wahrnehmung des Vorsitzes im Aufsichtsrat und im Prüfungsausschuss der Strabag SE durch unterschiedliche Personen ist auf Basis der Einschätzung des Gesamtaufsichtsrats aufgrund der Organisationsstruktur und Größe nicht mehrwertbringend zu bewerkstelligen. Somit ist der Gesamtaufsichtsrat der Meinung, dass die Identbesetzung dieser Vorsitzfunktion das Beste ist.
[Foreign language] Insofern gibt es nach eingehender Prüfung kein Bestreben des Gesamtaufsichtsrates, die Vorsitzfunktion im Prüfungsausschuss neu zu besetzen. Die Frage A54 von Herrn Dr. Knapp: Selbstevaluierung der Aufsichtsratstätigkeit. Hatten Sie externe Unterstützung bei der Selbstevaluierung der Aufsichtsratstätigkeit, gegebenenfalls durch welchen Rechtsanwalt und was waren die Kosten?
[Foreign language] Was waren die konkreten Resultate dieser Selbstevaluierung und deren Umsetzung in der künftigen Aufsichtsratstätigkeit? Die jährliche Selbstevaluierung des Aufsichtsrats gemäß C36-Regel des österreichischen Corporate Governance Codex wurde wie im letzten Jahr und den Vorjahren mit der Unterstützung durch Rechtsanwalt Magister Christian Thaler durchgeführt. Seine Kosten haben €8.000 brutto betragen.
[Foreign language] Zuletzt in der Aufsichtsratssitzung am 17. Dezember 2024 haben wir uns ausführlich mit den Ergebnissen der Selbstevaluierung auseinandergesetzt. Dabei sind auch ganz konkret Anregungen von Aufsichtsratsmitgliedern zur Diskussion gestellt worden. Insgesamt hat die Evaluierung eine hohe Zustimmung zur Organisation seiner Tätigkeit ergeben und eine effiziente Arbeitsweise attestiert.
[Foreign language] Nächste Frage von Herrn Dr. Knapp ist A57. Die Frage nach dem Aufbau des Vergütungssystems fixer Gehaltsbestandteile: Wie wird die Wettbewerbsfähigkeit der fixen Vergütung der Strabag-Vorstände am Markt einbezogen beziehungsweise auf welche Weise wird die Wettbewerbsfähigkeit anhand einer Peer-Group gemessen? Gegebenenfalls, welche Mitbewerber gehören dieser Peer-Group an?
[Foreign language] Gemäß der Vergütungspolitik wird bei der Überprüfung der Grundgehälter selbstverständlich auch die Wettbewerbsfähigkeit der Vergütung am Markt einbezogen. Die Frage A58 von Herrn Dr. Knapp: Die Frage nach Clawback-Malus-Rückforderungen von variablen Vergütungsbestandteilen. Es gibt keine über die Verlustbeteiligung im Falle eines negativen Konzernergebnisses hinausgehenden Clawback-Regelungen.
[Foreign language] Das heißt, es sind in den Vorstandsverträgen keine Regelungen vereinbart worden, zu Unrecht empfangene variable Vergütungsbestandteile später zurückzufordern. Verstehe ich das richtig? In der Vergütungspolitik ist, wie aktiengesetzlich vorgeschrieben, festgehalten, dass es keine Clawback-Klauseln gibt.
[Foreign language] Clawback-Klauseln in diesem Sinn sind Bestimmungen, nach denen die Gesellschaft berechtigt ist, bereits ausbezahlte Vergütungen zurückzuverlangen, wenn nachfolgend bestimmte negative Ereignisse, wie etwa eine negative Ergebnisentwicklung, eintreten. Solche Klauseln sind auch nicht in den Vorstandsverträgen enthalten.
[Foreign language] Die Vorstandsverträge behalten aber selbstverständlich eine Bestimmung, dass die Gesellschaft variable Vergütungskomponenten zurückfordern kann, wenn sich herausstellt, dass diese auf der Grundlage von offenkundig falschen Daten ausgezahlt wurden. Das ist auch eine Anforderung des österreichischen Corporate Governance Codex. Ich komme noch zur Frage A35 von Josef Baumüller. Eine Forderung zahlreicher Stakeholder, unter anderem Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter, ist die Einrichtung eines Profils des ESG-Experten. Ein solches Profil ist bei der Strabag im Moment noch nicht ersichtlich. Warum?
[Foreign language] Wie bereits an einer anderen Frage, zu einer anderen Frage erwähnt, hat sich der Gesamtaufsichtsrat nach ausreichender Evaluierung vorbehalten, sich weiterhin gesamthaft mit dem ESG-Anliegen zu befassen, da alle Kapitalvertreter über relevante Erfahrungen und Kompetenz aus anderen Mandaten beziehungsweise Tätigkeiten verfügen. Strabag verfügt über ein zentrales ESG-Management mit Expertinnen in unterschiedlichen Bereichen von ESG. Ein Rollenprofil für die Tätigkeitskategorie Nachhaltigkeitsmanager wurde bereits erarbeitet.
[Foreign language] Ich darf fortsetzen und beginne mit der Frage Nummer 10 von Herrn Berger. Wie hoch sind Ihre Marketingausgaben? Werbeausgaben für die Personalgewinnung nehmen bei uns den mit Abstand größten Posten ein. Dafür gaben wir im Jahr 2024 €13 Millionen aus. Die weiteren Werbeausgaben für Vertrieb und allgemeine PR verteilen sich auf Print, Online, Social Media sowie Plakate und belaufen sich auf insgesamt €5,6 Millionen. Wir kommen zur Frage Nummer 11 von Herrn Berger. Was war das größte Kultursponsoring? Was geben Sie dafür aus?
[Foreign language] Im Geschäftsjahr sind Kultursponsoringausgaben in Höhe von €4,8 Millionen angefallen. Der größte Posten betrifft mit €2,7 Millionen die Tiroler Festspiele in Erl. Zur Frage Nummer 12 von Herrn Berger: Was war im Sportbereich das größte Sponsoring? Auf Konzernebene fokussieren wir uns auf Kultursponsoring und Aktivitäten im Bereich des gesellschaftlichen Engagements.
[Foreign language] Sportsponsoring erfolgt auf regionaler Ebene und spielt für den Konzern in Bezug auf die Kosten eine untergeordnete Rolle. Frage Nummer 13 von Herrn Berger: Wie hoch waren die Kosten der Hauptversammlung im vergangenen Jahr? Die Kosten der Hauptversammlung beliefen sich im Jahr 2024 auf insgesamt €205.223,34.
[Foreign language] Die Frage Nummer 17 von Herrn Berger: Was wendet Strabag für die Ausbildung auf? Die im Geschäftsjahr 2024 angefallenen Aufwendungen für Schulungen und Seminare betrugen €38,1 Millionen. Zur Frage 19 von Herrn Berger: Was wurde für Versicherungen ausgegeben? Wer sind die drei wichtigsten Versicherungen?
[Foreign language] Im Geschäftsjahr 2024 sind insgesamt rund €42 Millionen Aufwendungen aus Versicherungen angefallen. Diese betreffen in erster Linie die Betriebshaftpflichtversicherung bei Generali und Ergo in Höhe von insgesamt rund €25 Millionen, Sachversicherungen für Gebäude, Baumaschinen bei der HDI in Höhe von €3,6 Millionen, D&O-Versicherungen bei diversen Versicherern in Höhe von €1,25 Millionen und KFZ-Versicherungen bei diversen nationalen Versicherern in Höhe von €12,5 Millionen.
[Foreign language] Wir kommen zur Frage 40 von Herrn Dr. Knapp. Diese Dividendenfrage zur Dividende: €0,05 mehr an Ausschüttung als €2,55 statt €2,50 hätten nicht einmal €6 Millionen Mehraufwand bedeutet, was bei einem Konzernergebnis von €823 Millionen locker möglich gewesen wäre. Warum lautet der heutige Dividendenvorschlag nicht auf €2,55, sondern auf €2,50? Haben Vorstand und Aufsichtsrat eine höhere Ausschüttung überhaupt diskutiert? Gegebenenfalls, was hat für und gegen eine minimal höhere Ausschüttung von €0,05 je Aktie gesprochen?
[Foreign language] Nun, dazu ist zu sagen, der Dividendenvorschlag des Vorstandes mit einer Ausschüttung von €2,50 pro dividendenberechtigter Aktie berücksichtigt das Ziel, jährlich eine beständige und verlässliche Dividende an die Aktionäre und Aktionärinnen auszuschütten. Die Ausschüttungsquote liegt damit immer in dem Bereich der beim Börsengang zugesagten Bandbreite zwischen 30% und 50% des Konzernergebnisses.
[Foreign language] Der Dividendenvorschlag des Vorstandes wurde im Prüfungsausschuss behandelt und vom Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat schlug daraufhin der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von €2,50 je dividendenberechtigter Stückaktie vor.
[Foreign language] Und vielleicht auch zur Mathematik noch ein Wort: Bei der Berechnung des Anstiegs des Ergebnisses je Aktie ist zu berücksichtigen, dass mit einer gewichteten Stückzahl von 112 Millionen Stück ein Ergebnis von €7,35 errechnet wurde, während die dividendenberechtigten Aktien, die Anzahl derer ist 115 Millionen Stück, bezogen auf die 150 Millionen Stück, ergibt sich eine Ausschüttung, ergibt sich ein Ergebnis je Aktie im Vergleich zum Vorjahr, das sich 13% erhöht hat.
[Foreign language] Also die Ausschüttung ist höher als die Ergebnissteigerung. Wir kommen zur Frage Nummer 42 von Herrn Dr. Knapp. Grundkapital und Aktien. Das Grundkapital beträgt €118.221.982 und ist eingeteilt in 118.221.979 Stückaktien. Die Namensaktie wurde von Clemens Peter Haselsteiner gehalten, die Namensaktie Nummer 2 von MKO Rasperia. Von wem wird die im Geschäftsbericht nicht erwähnte beziehungsweise erläuterte Namensaktie Nummer 3 gehalten? Ist auch die Namensaktie Nummer 3 mit einem Entsenderecht in den Aufsichtsrat verbunden?
[Foreign language] Die Antwort dazu: Mit der Namensaktie Nummer 3 ist keinerlei Sonderrecht verbunden, insbesondere auch kein Entsenderecht. Wir bitten um Verständnis, dass wir ohne gesetzliche Grundlage nicht befugt sind, zum Eigentum an Aktien Auskunft zu geben. Zur Frage Nummer 43 von Herrn Dr. Knapp: Zur Konzernkapitalflussrechnung erhalten die Ausschüttungen in Höhe von rund €73 Millionen nach €54,6 Millionen im Vorjahr.
[Foreign language] Was sind die Quellen dieser Ausschüttungen? Wer hat wie viel in 2024 an uns ausgeschüttet? Dazu ist zu sagen: Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Ausschüttungen betreffen nicht konsolidierte Tochtergesellschaften und Beteiligungsgesellschaften der Strabag SE.
[Foreign language] Es handelt sich dabei um eine Vielzahl von Beteiligungen mit kleineren Ausschüttungsergebnissen. Die größte Einzelposition betrifft mit €6,6 Millionen eine Ausschüttung aus einem belgischen Mautprojekt. Wir kommen zur Frage Nummer 45 von Herrn Dr. Knapp: Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen €1,1 Milliarden, hiervon €109 Millionen für Beratungsaufwand und Gerichtskosten.
[Foreign language] Zu den drei bis fünf größten Positionen des Beratungsaufwands und der Gerichtskosten: Wie viel entfielen auf welche Berater und welche Gerichtsverfahren und in welchen Kassen? Die größten Posten der sonstigen Aufwendungen für Gerichtskosten und Beratungen betreffen mit €7,8 Millionen ein Schiedsgerichtsverfahren im Zusammenhang mit einem Großprojekt in der Region Amerika, summiert €1,1 Millionen die Rechtsberatungskosten für die Klagen im Zusammenhang mit unserem russischen Kernaktionär.
[Foreign language] In diesem Verfahren werden wir von internationalen Anwaltskanzleien vertreten. Die Wirtschaftsprüfungskosten für den Konzernabschluss der BDO Wirtschaftsprüfung in Höhe von €1,6 Millionen sind auch in dieser Position enthalten. Zur Frage Nummer 46 von Herrn Dr. Knapp: Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen. Von welchen Unternehmen, die vom Management in Schlüsselpositionen beherrscht beziehungsweise maßgeblich beeinflusst werden, wurden im Geschäftsjahr 2024 Leistungen welcher Art in Höhe von €57.000 bezogen?
[Foreign language] Die im Geschäftsjahr bezogenen Leistungen betreffen Personalvermittlungsleistungen in Höhe von €28.000 sowie Gartenarbeiten für Konzernstandorte in Höhe von €29.000. Diese Leistungen wurden von Unternehmen erbracht, in denen Familienangehörige von Managern in Schlüsselpositionen leitende Funktionen innehaben.
[Foreign language] Zur Frage Nummer 49 von Herrn Dr. Knapp: Aufwendungen für Abschlussprüfer und Honorare in Höhe von €551.000 der PwC wurden für welche sonstigen Beratungsleistungen gezahlt? Bitte gliedern Sie diese auf. Sie haben richtig vermutet, diese Leistungen betreffen in erster Linie die freiwillige Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts 2024 der Strabag SE in Höhe von €200.000, Beratungsleistungen im Zusammenhang mit IT-Security sowie Steuerberatungs- und sonstige Bestätigungsleistungen.
[Foreign language] Zur Frage Nummer 53 von Herrn Dr. Knapp: Es wäre interessant, den Strabag-Aktienbesitz der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands zu kennen, gegebenenfalls auch Lehrmeldungen. Beabsichtigen Sie in Zukunft, diese Zahlen kompakt zu publizieren?
[Foreign language] Dazu ist zu sagen: Directors' Dealings-Meldungen veröffentlichen wir selbstverständlich gemäß den gesetzlichen Vorgaben auf unserer Website. Eine gesonderte Offenlegung der Aktienbestände der Organmitglieder ist derzeit nicht vorgesehen. Wie Sie wissen, sind Strabag-Aktien auch nicht Bestandteil der aktuellen Vergütungspolitik.
[Foreign language] Zur Frage Nummer 55 von Herrn Dr. Knapp: Prüfung des konsolidierten Corporate Governance-Berichts durch Rechtsanwalt Magister Christian Thaler. Was hat uns das gekostet? Die Kosten von Rechtsanwalt Magister Christian Thaler für die Prüfung des konsolidierten Corporate Governance-Berichts für das Geschäftsjahr 2024 betrugen rund €6.000 brutto.
[Foreign language] Zur Frage Nummer 56 von Herrn Dr. Knapp: Zum Vergütungsbericht 2024: Hatten Sie bei der Erstellung des Vergütungsberichts 2024 externe Unterstützung, gegebenenfalls durch wählende Vergütungsberater, Rechtsanwälte und so weiter, sowie deren Kosten? Nein, der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 wurde ohne externe Unterstützung erstellt. Da kein externer Berater hinzugezogen wurde, sind natürlich auch keine externen Kosten entstanden. Zur Frage Nummer 59 von Herrn Dr.
[Foreign language] Knapp. Hat die gibt es Vertragsbeziehungen zur Hat die Ziviltechniker GmbH Planungsleistungen in welchem Gegenwert an den Strabag-Konzern erbracht? Die ist ein Ziviltechnikerbüro mit einem Fokus auf Ausführungsplanung von komplexen architektonischen Entwürfen und derzeit mit Planungsleistungen in Projekten in Österreich und Deutschland beauftragt.
[Foreign language] Im Jahr 2024 wurden von der ein Honorarvolumen von rund €2,2 Millionen an den Strabag-Konzern verrechnet. Wir kommen zur Frage Nummer 62 von Herrn Weigel. Lukas. Wie viel Prozent der Arbeitszeit von Mitarbeitern fließt in die Fort- und Weiterbildung, aufgeschlüsselt nach Regionen und relevanten Berufsgruppen? Bitte abweichend davon auch den Zielwert.
[Foreign language] Diese Kennzahl wird in Form von Trainingstagen bei uns dargestellt, jedoch nicht nach Region oder Berufsgruppen unterteilt. Im Konzern absolvierten die Mitarbeiter durchschnittlich 1,6 Trainingstage. Zur Frage Nummer 63 von Herrn Axmann Andreas. Eine ähnliche Frage hatten wir heute schon. Gibt es Sportsponsoring durch die Strabag? Ja oder nein?
[Foreign language] Wenn ja, wer sind die drei größten im Sportbereich Gesponserten? Auf Konzerne fokussieren wir uns, wie gesagt, auf Kultursponsoring und Aktivitäten im Bereich des gesellschaftlichen Engagements. Sportsponsoring erfolgt auf regionaler Ebene und spielt für den Konzern in Bezug auf die Kosten nur eine untergeordnete Rolle.
[Foreign language] Ich bitte Herrn Diplomingenieur Wanker fortzusetzen.
[Foreign language] Recht herzlichen Dank. Ich komme zur Frage 23 von Herrn Berger Berthold. Wie schnell wird das Projekt in Abu Dhabi abgewickelt? Dort ist ja keine Wertanpassungsklausel durchsetzbar. Wie kommt man an der Baustelle voran? Antwort: Die Fertigstellung des Projekts ist für 2027 geplant.
[Foreign language] Strabag ist grundsätzlich bestrebt, in ihrem Vertragsmodell Preisanpassungsklauseln zu integrieren, jeweils indexbasiert. Die Umsetzung des Projekts erfolgt nach Plan. Ich darf fortsetzen mit der Frage 44 von Herrn Knapp Michael. Frage: Strabag Real Estate? Das ist die langfristige strategische Bestandshaltung von Immobilien, auch Investment Property genannt.
[Foreign language] In 2024 stehen Zugänge in Höhe von €206 Millionen, Abgänge in Höhe von €131 Millionen gegenüber. Das hat mich irritiert. Konterkarieren diese Abgänge nicht den langfristigen Aufbau eines Immobilienportfolios? Welche Immobilien wurden 2024 konkret verkauft? Related Party oder fremder Dritter und warum? Warum wurden bei diesen Verkäufen Verluste von €222.000 verzeichnet? Wurden die beizulegenden Zeitwerte des Investment Property auch durch Gutachten einschlägiger Sachverständiger ermittelt?
[Foreign language] Wenn ja, wer waren diese Sachverständigen und wie hoch waren die Kosten? Zu den zukünftigen Investments, gibt es eine Faustregel betreffend die jährlichen Investitionen in unsere Bestandsimmobilien? Antwort: Das Leistungsspektrum von Strabag umfasst auch die langfristige strategische Bestandshaltung von Immobilien, wobei der Full-Life-Cycle von Gebäuden abgedeckt wird. Im Geschäftsjahr 2024 konnte das Portfolio um drei weitere Projekte erweitert werden. Der Verkauf in 2024 betrifft ein bereits seit vielen Jahren im Bestand befindliches Einkaufszentrum in Ungarn mit einem Buchwert von €18,5 Millionen.
[Foreign language] Der Verkauf erfolgte an einen fremden Dritten. Bei diesem Verkauf wurde ein geringfügiger Verlust von €222.000 erzielt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Bilanzstichtag erfolgte ohne die Beiziehung von Sachverständigen durch eine interne Bewertung nach anerkannten Methoden und wurde durch den Wirtschaftsprüfer im Rahmen der Abschlussprüfung geprüft.
[Foreign language] Jeder einzelne Zukauf zum Aufbau des Holt Estate Portfolios der Gesellschaft wird vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. Opportunitäten werden laufend geprüft und marktkritisch beleuchtet. Eine Faustregel oder ein jährliches Budget gibt es nicht. Vielmehr erfolgt eine mehrjährige Betrachtung, die einen kontinuierlichen Aufbau von Bestandsobjekten vorsieht.
[Foreign language] Ich darf fortsetzen mit der Frage 47, ebenfalls von Herrn Knapp Michael. Frage: Westbahn. Bestehen wirtschaftliche Beziehungen zum Haselsteiner Unternehmen Westbahn? Wenn ja, welcher Art sind diese? Ich darf antworten: Für die Unternehmen der Westbahn-Gruppe wurden im Geschäftsjahr Bau- und Zugreinigungsleistungen, aber auch Verwaltungsleistungen in Österreich und Deutschland in Höhe von €3,2 Millionen erbracht.
[Foreign language] In geringem Umfang haben die österreichischen Konzernunternehmen auch Bahntickets von der Westbahn-Gruppe erworben. Ich setze fort mit der Frage 60, erneut von Herrn Knapp Michael. Frage: Geplante Akquisition der WTE. Im Dezember 2024 haben EVN und Strabag eine Grundsatzvereinbarung bezüglich des Erwerbs von wesentlichen Teilen der deutschen EVN-Beteiligung WTE unterzeichnet.
[Foreign language] Der Kaufpreis soll €100 Millionen betragen. Ziel war ein Vertragsabschluss bis spätestens Ende Februar 2025. Wie ist der aktuelle Stand? Wann wird das voraussichtlich über die Bühne gehen? Was sind die Hindernisse? Ich darf antworten: Die Verhandlungen zur Übernahme sind noch nicht abgeschlossen.
[Foreign language] Es handelt sich um eine komplexe Transaktion. Die Verhandlungen laufen aber konstruktiv und sind bereits weit fortgeschritten. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, das Signing in Kürze durchführen zu können. Zuletzt komme ich zu Frage 61, erneut von Herrn Knapp Michael. Frage: Geplante Akquisition von Teilen der VAMED-Gruppe.
[Foreign language] Strabag und BOR haben im Mai 2024 einen Abtretungsvertrag für Teile der VAMED-Gruppe unterzeichnet. Die Transaktion stand unter dem Vorbehalt regulatorischer Freigaben, unter anderem der zuständigen Wettbewerbsbehörden.
[Foreign language] Der Kaufpreis sollte €90 Millionen betragen. Bis zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt konnte der Vertrag noch nicht vollzogen werden. Das Strabag-BOR-Konsortium hat daher im März 2025 ergänzende Verhandlungen mit der Verkäuferin in Bezug auf den Kaufvertrag aufgenommen. Wie ist der aktuelle Stand drei Monate später der ergänzenden Vertragsverhandlungen? Ich darf antworten: Die Verhandlungen zwischen dem Strabag-BOR-Konsortium mit der Verkäuferin laufen weiterhin.
[Foreign language] Zudem werden auch Gespräche mit der Stadt Wien hinsichtlich der geplanten Übernahme der VAMED KMB Krankenhausmanagement und Betriebsführungs GmbH geführt. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen keine weiteren Informationen bekanntgeben können. Recht herzlichen Dank. Dann machen wir vielleicht noch weiter. Ich habe noch... Hallo. Noch zwei Fragen von Herrn Berger. Vielen Dank, Herr Berger.
[Foreign language] Sie erkundigen sich ja regelmäßig über das Wohl der Menschen bei Strabag. Heute geht es um die Lehrlinge, Auszubildenden. Die Frage 20 von Herrn Berger: Wie ist die aktuelle Zahl der Auszubildenden in Österreich? Zurzeit beschäftigen wir 412 Auszubildende oder wie man in Österreich sagt, Lehrlinge.
[Foreign language] Frage 15 von Herrn Berger: Wie viele Auszubildende haben Sie an Ihrem Ausbildungszentrum in Ybbs ? Alle 412 gewerblichen Lehrlinge, Auszubildende in Österreich durchlaufen in ihrer Ausbildung auch das Zentrum in Ybbs? Alle. Wir beschäftigen fünf Ausbilder in Ybbs. Ich fahre fort mit der Frage 16 von Herrn Berger.
[Foreign language] Was wendet man für den Fuhrpark für Service und Instandhaltung auf? Setzt man auch schon den neuen HVO-Treibstoff ein, den Pflanzentreibstoff? Die Aufwendungen für die Instandhaltung des Fuhrparks PKW inklusive Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen betrugen €70,8 Millionen.
[Foreign language] Bis 2030 spielt HVO, hydriertes Pflanzenöl, eine zentrale Rolle in unserer Strategie zur Dekarbonisierung, insbesondere im Bereich unserer Baumaschinen, da es hier vor allem im Bereich der Großgeräte noch keine serienreifen, alternativen Antriebstechnologien gibt. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, ausschließlich hochwertiges HVO zu verwenden, idealerweise aus nachhaltigen Quellen wie Alt- oder Restölen. Minderwertige Qualitäten, etwa Palmöl oder Produkte, welche in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen, lehnen wir bewusst ab.
[Foreign language] Aus diesem Grund arbeiten wir derzeit an verbindlichen Mindeststandards. Diese werden künftig vom neu geschaffenen zentralen Energieeinkauf geprüft und sichergestellt. Die Betankung von PKWs mit HVO steht aktuell nicht im Fokus, da wir hier die Einhaltung dieser Standards nicht gewährleisten können. Zudem setzen wir bei unseren PKW-Flotten konsequent auf Elektrifizierung, eine technologisch überlegene und deutlich effizientere Lösung. Frage 22 von Herrn Berger: Wie hoch sind die Lehrlingsausbildungskosten und die Ausbildungsförderung? Sie erhalten ja wahrscheinlich auch eine Förderung.
[Foreign language] Die jährlichen Kosten für die Lehrlingsausbildung in den Ausbildungszentren in Bebra, Deutschland und IPS Österreich belaufen sich auf rund €6,7 Millionen. Die für Lehrlingsausbildung erhaltenen Förderungen betrugen im Geschäftsjahr 1,9 Millionen Euro. Frage 27 von Herrn Baumüller: Sie schreiben auf Seite 103 des Geschäftsberichts:
[Foreign language] "ESG-bezogene Risikomanagementprozesse sind durch übergeordnete Konzernvorgaben wie dem Managementhandbuch der Strabag SE mit dazugehörigen Politiken sowie in anderen Konzernrichtlinien, Managementsystemen und dem Code of Conduct beschrieben und geregelt. An der weiteren Verzahnung und dem Ausbau des ESG-bezogenen Risikomanagements wird gearbeitet.
[Foreign language] " Bitte erläutern Sie konkret, woran Sie arbeiten und bis wann mit welchen Ergebnissen zu rechnen ist. Im Rahmen unserer Aufbauarbeit eines ESG-Risikomanagements haben wir zunächst den Status Quo im Konzern erfasst, also unter anderem analysiert, welche Risikoanalysen bereits bestehen und welche Ergebnisse daraus hervorgehen. Der nächste Schritt ist nun, gezielte Synergien zu schaffen und vorhandene Überschneidungen sinnvoll zu nutzen.
[Foreign language] Wichtig ist dabei, nicht nur die Prozesse zu betrachten, sondern auch, welche Zuständigkeiten im Konzern bereits zugeordnet sind bzw. werden können. Ein zentrales Ergebnis muss sein, das Management von ESG-Risiken und Chancen in bestehende Organisationsstrukturen zu integrieren und je nach Bedarf weiterzuentwickeln.
[Foreign language] Angesichts der vielen unterschiedlichen Risikoperspektiven benötigen wir ein gut abgestimmtes Vorgehen, das eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen im Konzern erfordert. Dabei handelt es sich um einen laufenden Aufbauprozess, mit dem wir die bestehende ESG-Governance gezielt weiterentwickeln.
[Foreign language] Unser Ziel ist es, mittelfristig ein nach anerkannten Grundsätzen funktionierendes Risikomanagement für ESG-Daten einzuführen. Frage 30 von Herrn Baumüller: Auf Seite 114 schreiben Sie: Die Wesentlichkeitsanalyse ist auch Kern für ein konzernübergreifendes ESG-Risikomanagement, das sich derzeit im Aufbau befindet. Es folgt im Nachgang eine Beschreibung der relevanten Inhalte. Ich bitte Sie nun um Darlegung, welche organisatorischen und prozeduralen Aufbauarbeiten Sie leisten und welches Ziel dabei angestrebt wird.
[Foreign language] In unserem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht zeigen wir, dass bereits viele ESG-bezogene Risikoanalysen durchgeführt werden. Dabei legen wir sowohl die Methoden als auch die Ergebnisse offen. Wir sehen, dass es durch die thematische Breite, die durch die ESRS vorgegeben ist, klare Parallelen zu bestehenden Analysen gibt. Derzeit arbeiten wir konzernweit daran, bestehende Chancen- und Risikoanalysen abzugleichen.
[Foreign language] Dieser Prozess befindet sich im Aufbau und wird schrittweise umgesetzt. Unser Ziel ist es, mittelfristig ein nach anerkannten Grundsätzen funktionierendes Risikomanagement für ESG-Daten einzuführen. Frage 39 von Herrn Baumüller: Auf Seite 111 folgend stellen Sie den Stakeholderdialog ausführlich dar. Ein wichtiger Aspekt der diesbezüglichen Angabepflichten ist die Frage, wie Vorstand und Aufsichtsrat hier einbezogen werden.
[Foreign language] Den Berichtsinhalten kann ich dazu keine klare Aussage entnehmen, weswegen ich Sie um eine Klarstellung ersuchen würde. Der Einbezug des Vorstands in Nachhaltigkeitsthemen findet über Vorstandssitzungen statt. In einer solchen wurde der Vorstand auch zum Stakeholderdialog informiert.
[Foreign language] Der damalige Vorstandsvorsitzende Clemens Haselsteiner hat am Stakeholderdialog teilgenommen und sich dort neben der Eröffnung und einer Paneldiskussion auch in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv beteiligt. Der Aufsichtsrat wurde nicht gesondert eingebunden. Frage 41 von Herrn Baumüller. An Herrn Stefan Kratochwil als neuen CEO: Was ist Ihr Verständnis von Nachhaltigkeit, Ihr Vorhaben?
[Foreign language] Welche Rolle soll dies für die Strabag zukünftig spielen? Ihren mir vorliegenden bisherigen Aussagen kann ich dazu kein klares Bild entnehmen. Ich habe mein Statement zum Thema Nachhaltigkeit bereits bei der Frage 25 klar gemacht. Frage 51 von Herrn Knapp. Whistleblowing.
[Foreign language] Wir haben eine Strabag-Online-Hinweberplattform. Wie viele Meldungen sind 2024 über diese Plattform gekommen? Wie ist mit diesen Meldungen umgegangen worden? Hat es juristische Konsequenzen sowohl zivil als auch strafrechtlicher Natur als Folge dieser Meldungen gegeben? Alle Meldungen an Strabag werden unabhängig von ihrer Kategorie geprüft.
[Foreign language] Die Fallbearbeiter leiten eine Untersuchung ein, die je nach Art des Falls von Ihnen selbst, der betroffenen Einheit oder anderen Konzernbereichen durchgeführt wird. Die Auswahl der zuständigen Stelle erfolgt unter Berücksichtigung von Fachkompetenz, praktischer Umsetzbarkeit und dem Schutz der Hinweisgeber. Für jede Meldekategorie steht qualifiziertes Fachpersonal bereit, die Untersuchung entweder zu begleiten oder eigenständig durchzuführen.
[Foreign language] Werden Verstöße festgestellt, empfehlen die Fallbearbeiter geeignete Maßnahmen. Der Maßnahmenkatalog umfasst insbesondere personelle und organisatorische Schritte, die bei Bedarf von der betroffenen Einheit umgesetzt werden. Bei komplexeren strukturellen Maßnahmen erfolgt die Umsetzung in enger Abstimmung mit der jeweiligen Einheit, um eine wirksame Realisierung sicherzustellen.
[Foreign language] Insgesamt sind 2024 196 Meldungen eingegangen. Davon hatten elf die Auflösung des Arbeitsverhältnisses aufgrund von Verstößen zur Folge. In vier weiteren Fällen wurden die Geschäftsbeziehungen beendet. Sechs weitere Fälle hatten personalrechtliche Konsequenzen bzw. in acht Fällen wurden sonstige Maßnahmen getroffen. Vielen Dank. Damit haben wir alle Fragen beantwortet.
[Foreign language] Die Frage an die Aktionäre ist, ob die Fragen hinreichend beantwortet wurden. Herr Steller. Herr Dr. Steller, darf ich Sie noch einmal ans Podium dann bitten? Ich gehe aber sehr gerne. Ich bleibe wieder vorne, damit Sie wissen, ich falle niemandem in den Rücken. Das ist mein Credo. Ich würde an Ihrer Stelle nicht gehen. Es könnte noch interessant werden. Ich nehme jetzt die nächsten zehnmal zehn Minuten in Kauf.
[Foreign language] Also die ersten davon, keine Sorge, Frau Gelbmann . Ich bin heute mindestens so gut aufgelegt wie Sie. Zuerst mal, es ist irrsinnig schade, jetzt ist auch der Herr Sebastian Haselstein da draußen. Wie soll ich denn jetzt was fragen? Frau Gelbmann , es geht an Sie. Wenn der Aufsichtsrat, der zu wählen ist und wo Sie gesagt haben, der steht für Fragen zur Verfügung, in Absenz hier ist, wie soll ich ihn dann was fragen?
[Foreign language] Ich glaube, Sie haben ja auch noch andere Kommentare. Vielleicht setzen Sie mit diesen fort.
[Foreign language] Ja, aber dann hört ja meine Fragen nicht.
[Foreign language] Haben Sie keine anderen Fragen, dann würde ich einen anderen Aktionär vorziehen.
[Foreign language] Nein, das müssen Sie nicht. Ich stehe jetzt hier. Herr Watzl, zu Ihnen habe ich auch noch was zu sagen. Ich würde Sie bitten, bei der nächsten Antwortrunde auch vorzulesen, weil sonst kommt man doch drauf, Sie können nicht lesen, so wie Ihre anderen Vorstandskollegen. Sie können ja nicht einfach frei antworten.
[Foreign language] Das geht auch für einen Bayern nicht. Wie hat man gefälligst vorzulesen? Ich glaube, Sie haben genau verstanden, wie ich das gemeint habe. Lieber Herr Kratochwil, beim nächsten Mal, wir wollen hier keine Leseübungen. Ich erwarte mir von einem hochbezahlten Vorstand, dass er Fragen auch beantworten kann. Hier steht nichts und im Aktienrecht steht auch nichts davon, dass Sie Antworten vorlesen.
[Foreign language] Insofern möchte ich dem Backoffice unter Marco Reiter mein Lob aussprechen. Sie haben die Lesestunde sehr gut vorbereitet. Aber nur Antworten vorzulesen, meine Damen und Herren, das geht ein bisschen zu weit. Oder meine Herren vom Vorstand müsste ich richtigerweise sagen. Also die Aufgabe fürs nächste Jahr, wir erwarten uns auch, dass Sie hier frei antworten können.
[Foreign language] Herr Kratochwil, eine Dame in meiner Umgebung, eine Mitaktionärin, mittlerweile ist sie weg, die war überhaupt nicht zufrieden mit den Antworten, die Sie mir vorgelesen haben. Ich dagegen war sehr zufrieden. Ich war überraschend sehr zufrieden. Warum war ich sehr zufrieden? Sie haben nämlich, ich habe brav mitgeschrieben, jedes Mal gesagt, ich darf wiederholen, nach Ansicht der Kernaktionäre, ich zitiere weiter, die letzte Entscheidung ausschließlich bei Kernaktionären. Ja, ich schreibe brav mit, was Sie hier vorlesen. Die Kernaktionäre haben die letzte Entscheidung und so geht es weiter. Die Kernaktionäre werden angemessen abwägen.
[Foreign language] Die Entscheidung haben letztendlich die Kernaktionäre getroffen und so weiter und so fort. Und dann einmal, und jetzt möchte ich Ihnen Ihre Karriere nicht verderben, einmal haben Sie im richtigen Augenblick zu den drei Kernaktionären hingeblickt. Sie haben sie angesehen. Ich glaube, alle drei, einer ist jetzt nicht mehr da, einer kam wieder, haben verstanden. Alle drei, einer kam wieder, einer ist da. Ich, ich Herr Haselsteiner , alle drei, einer ist gegangen, einer kam eben wieder.
[Foreign language] Ich Herr Haselsteiner , im Gegensatz zu Ihnen, Stichwort Benko, ich kann rechnen. Sorry. Als Tiroler dürfen wir beide so miteinander sprechen. Drei minus eins, plus eins, minus eins ergibt wie viel? Es ist wirklich nicht schwer. Es sind zwei da. Ja, ich weiß. Drei. Zwei sind weg, einer kam wieder, Sie beide. Herr Haselsteiner , ich bin heute sehr munter, glauben Sie mir das. Öffentlich munterer als Sie.
[Foreign language] Aber wir verstehen uns sehr, sehr gut. Von den dreien sind zwei da. Ich wiederhole noch einmal, weil es geht um eine Sache. Herr Kratochwil, Sie haben in dem entscheidenden Augenblick, jetzt kommt noch der Sohn vom dritten Kernaktionär, Herr Kratochwil, in dem entscheidenden Augenblick, und es geht mir wirklich ernsthaft um diese Sache, haben Sie sehr klar in Richtung dieser drei Kernaktionäre geblickt.
[Foreign language] Es geht um die Verantwortung, weil lesen wir, und ich sage es noch einmal, diese Presseaussendung. Hier schreibt die Strabag, und das ist unsere Verantwortung. Der Verkauf der Rasperia und so weiter öffnet uns nun die Chance, uns endgültig vom sanktionierten Aktionär zu trennen. Meine Damen und Herren, das russische Urteil, das zu dem Zeitpunkt dieser Presseaussendung und dieses Agierens noch nicht bekannt war, hat diese Chance bereits verwirklicht, weil es der in Russland geschädigten RBI diese Strabag-Aktien, die in Österreich liegen, als Schadensersatz zugesprochen hat.
[Foreign language] Das heißt, der Grund, den die Strabag SE hier angibt, der ist in Wahrheit obsolet. Es gibt aber einen Grund, hier jeden Preis, wie wir gehört haben, alle Mittel, mit allen Mitteln, wir zahlen es ja, da weiterzugehen. Der Grund ist, dass der Zeitpunkt sehr günstig war, weil die Strabag-Aktien damals weniger als die Hälfte von heute wert sind. Und wenn einer der drei Kernaktionäre der Meinung ist, aus Gier, aus Geschäftssinn, aus Klugheit, ich will es gar nicht werten, ich will es offen lassen, ich hätte gern diese Aktien zum günstigen Preis, die Chance lassen wir nicht entgehen.
[Foreign language] Zitat: "Mit allen Mitteln, koste es, was es wolle, dann wird es am Ende des Tages der Strabag schaden, es wird mehreren Kernaktionären schaden und es wird der RBI schaden." Und ich werde die RBI auffordern, die Kernaktionäre und die Strabag und die Haselsteiner Familienprivatstiftung entsprechend zu klagen, weil der Vorstand der RBI dem österreichischen Aktiengesetz verpflichtet ist.
[Foreign language] Sie drei kennen sich gut. Und Herr Haselsteiner, Sie würden hier nicht sitzen, wenn es Raiffeisen nicht gäbe, Ihre Hausbank. Ich erwarte mir von den dreien, den Schaden von der Strabag SE fernzuhalten und sich rechtzeitig und klug zusammenzusetzen und in der Verantwortung, die Herr Kratochwil durch seinen klaren, manche würden auch meinen, ein bisschen verzweifelten Blick hier klar adressiert hat, löst dieses Problem und löst es, wie das drei Männer in Österreich zu lösen haben.
[Foreign language] Und bitte nicht über jahrelange Verfahren untereinander, gegeneinander und übereinander, in der Hoffnung, dass der eine oder andere früher stirbt. So geht es nicht. Zweiter Punkt. Haselsteiner Sebastian, Sie brauchen, wenn ich mit jemandem rede, wünsche ich, dass sich nicht in seine Unterlagen vertieft, sondern mit mir Blickkontakt hat. Herzlichen Dank. Sie brauchen gar nicht nervös zu sein, wenn Sie sich hier vorstellen.
[Foreign language] Sie machen das gut. Wir haben Vertrauen in Sie und ich bin überzeugt davon, dass Sie einen guten Aufsichtsrat abgeben. Der Herr ist ein Aktionär, so wie Sie hoffentlich auch. Herzlichen Dank. Und der Herr ist jetzt, ja, das dürfen Sie ja. Das dürfen Sie, nachdem Sie mich unterbrochen haben, gerne. Aber erst danach, gnädige Frau. Lieber Herr Haselsteiner Sebastian, wenn man über sich spricht und Antworten gibt, sollte man die als zukünftiger Aufsichtsrat eher nicht vorlesen. Das macht keine Bella Figura.
[Foreign language] Sprechen Sie einfach und geben Sie Antworten, so wie Sie der Meinung sind, diese Antworten geben zu können. Als Antworten. Ja, das sagt der Herr Steiler, richtig, Herr Hans-Peter Haselstein. Mit Ihnen sollte man mal Klartext reden. Zweitens, die Honorarvolumina, die hier so am Rande vorgelesen wurden, sind beträchtlich. Ist in Ordnung.
[Foreign language] Ich erwarte mir aber nächstes Jahr, Herr Kratochwil, dass das entsprechend als Related Parties auch ganz schlicht im Geschäftsbericht abgebildet wird. Keine Kritik daran, könnte man hinterfragen, möchte ich aber nicht. Konkrete Frage an Sie, Herr Kratochwil. Sehen Sie es, weil Sie sind ja die koordinierende Stelle, sehen Sie es nicht auch so, dass in Wahrheit die Chance, sich von diesem Aktionär, von diesem russischen Aktionär, wie ein Elefant im Raum zu trennen, längst passiert ist durch das bestätigte russische Gerichtsurteil in Kaliningrad?
[Foreign language] Das ist ja Klartext, ich zitiere auch öffentliche Quellen, als Schadensersatz, die Strabag-Aktien der Rasberia, der AO Raiffeisenbank in Moskau zugesprochen hat. Das ist die ganz klare Frage und ich werde wieder mitschreiben, wenn Sie mir vielleicht diesmal in freier Rede eine Antwort geben. Herzlichen Dank. Und jetzt, gnädige Frau, dürfen Sie gerne hier sprechen.
[Foreign language] Es gab einen weiteren Aktionär, der sich vorher gemeldet hat. Wir sind in der Generaldebatte. Aber Ihre Wortmeldung bitte ich Sie vorher abzugeben.
[Foreign language] Dann bitte, darf ich Sie ans Rednerpult bitten?
[Foreign language] Namen, Stimmkarten mit. Mein Name ist Andrea Komlosy und ich mache es ganz kurz. Es ist eine spontane Reaktion, keine vorbereitete, aber es liegt mir doch am Herzen, darauf hinzuweisen, dass die Sanktionen der Europäischen Union und der USA einen Keil in die Strabag-Gesellschaft hineingetrieben haben und das bedauere ich sehr.
[Foreign language] Natürlich sind diese Sanktionen zu beachten, obwohl aus wirtschaftshistorischer Sicht und wirtschaftswissenschaftlicher Sicht in der Zwischenzeit ja eigentlich schon klar ist, dass diese Sanktionen den Sanktionierenden mehr schaden als Russland. Zum Beispiel hat das Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche das längst herausgearbeitet und gezeigt, dass das eigentlich keinen
[Foreign language] Effekt auf die Fähigkeit Russlands hat, diesen Krieg weiterzuführen. Was es aber jetzt in Bezug auf die Strabag anlangt, würde ich eigentlich meinen, dass diese heiße Kartoffel nicht so heiß gehalten werden muss, denn diese Zusammenarbeit könnte sich ja unter Umständen nach dem Krieg auch fortsetzen, und der Krieg wird enden.
[Foreign language] Darum sehe ich eigentlich keinen Grund, den Herrn Deripaska hier als irgendwie wild gewordenen Wahnsinnigen zu bezeichnen, sondern er ist ja offenbar nach wie vor über diese Rasberia, das weiß ich aber nicht genau, ein Aktionär und ich würde eigentlich plädieren dafür, obwohl ich glaube, wenn die Kernaktionäre diesen Prozess, also dieses Schiedsverfahren jetzt begonnen haben, dann will ich mich dazu nicht äußern.
[Foreign language] Aber mein Rat und wenn ein anderer Aktionär gute Ratschläge geben kann, dann darf ich das als Aktionärin ja auch. Ich würde eigentlich schauen, dass ich die Rasberia irgendwie behalte, auch wenn ihre Rechte stillgelegt sind, in der Hoffnung, dass eine Zusammenarbeit mit Russland nach dem Ende dieses Krieges stattfinden kann. Und was ich gar nicht gut finde, ist, dass man Aktionäre wie Deripaska einfach so hinstellt, als wenn sie irgendwie Kriegstreiber wären.
[Foreign language] Wissen Sie nicht, dass Deripaska sich gegen diesen Krieg ausgesprochen hat und dass diese Sanktionen, die gegen ihn als Person erlassen wurden, ja nicht zuletzt damit zu tun haben, dass er mit seinem Imperium sozusagen einen wesentlichen Konkurrenten für alle möglichen europäischen und amerikanischen Konzerne darstellt? Also solche Sachen muss man doch mitbedenken und ich finde eigentlich auch, dass Aktionäre, selbst wenn sie von Sanktionen betroffen sind, nicht persönlich diffamiert werden brauchen. Danke.
[Foreign language] Danke für Ihren Kommentar. Gibt es weitere Wortmeldungen, Anmerkungen?
[Foreign language] Wir leben in einem Land der freien Meinungsäußerung.
[Foreign language] Wenn Sie das in Russland tun würden, würden Sie jetzt im Kerker sitzen. Ganz klar. Danken Sie meiner Mutter, dass ich gut erzogen bin und Ihnen jetzt nicht antworte. Einer Putin-Versteherin möchte ich keine Antwort geben. Danke schön. Gibt es weitere Anmerkungen, Fragen? Das ist nicht der Fall, dann bitte ich Stefan Kratochwil um die Antwort.
[Foreign language] Sehr geehrter Herr Steiler, Frage 65 von Ihnen. Sehen Sie es nicht auch so, dass in Wahrheit die Chance, sich von dem russischen Aktionär zu trennen, längst passiert ist, durch das bestätigte russische Gerichtsurteil in Kaliningrad, das als Schadensersatz die Strabag-Aktien der Rasberia, der AO Raiffeisenbank in Moskau zugesprochen hat?
[Foreign language] Wie Sie sicher wissen, Herr Steiler, ist das in Russland getroffene Urteil in Europa nicht umsetzbar und nicht anerkannt. Wir können daher nicht davon ausgehen, dass die in der EU eingefrorenen Aktien wirksam übertragen werden. Sie wissen, dass die RBI genau diesen Schadensersatzprozess sanktionskonform bestätigt führen wird. Das wissen Sie ja.
[Foreign language] Das hat ja die RBI veröffentlicht. Das hat ja nichts mit Russland zu tun. Das Verfahren wird in Österreich geführt werden. Die Aktien, was wir jetzt alle wissen, liegen in Österreich. Das heißt, es besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass die RBI diesen Prozess gewinnen wird.
[Foreign language] Das ist reine Spekulation. Herr Steiler, das ist reine Spekulation, wie Sie selbst gesagt haben. Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, aber wir müssen uns auf Fakten basierend einigen, bitte.
[Foreign language] Gibt es weitere Wortmeldungen? Das ist nicht der Fall. Daher schließe ich die Debatte und werde, da sich jetzt keine Aktionäre mehr zu Wort gemeldet haben, während der Abstimmungen keine Wortmeldungen zulassen. Damit kommen wir nun zu den Abstimmungen, die zu den Tagesordnungspunkten 2 bis 8 gestellten Anträge. Gemäß § 19 Absatz 2 der Satzung bestimmt die Vorsitzende die Form der Abstimmung und das Abstimmungsverfahren.
[Foreign language] Ich verfüge daher, dass die Abstimmungen nach dem bewährten Subtraktionsverfahren vorgenommen werden. Bei diesem Verfahren werden grundsätzlich die Neinstimmen und die Stimmenthaltungen gezählt und von der Gesamtzahl der vertretenen Stimmen abgezogen. Dies ergibt die Ja-Stimmen. Gemäß § 18 Absatz 1 der Satzung gewährt jede Aktie eine Stimme.
[Foreign language] Sie haben zu Beginn der heutigen Hauptversammlung Stimmkarten erhalten, die jene Nummer tragen, unter der Sie im Teilnehmerverzeichnis eingetragen sind. Durch das Eingeben dieser Nummern in die EDV-Verwaltung wird die Anzahl der von Ihnen gehaltenen Aktien entsprechend der Stimmabgabe in die Berechnungen einbezogen. Ich ersuche nun jene Aktionärinnen und Aktionäre sowie Aktionärsvertreterinnen und Aktionärsvertreter,
[Foreign language] die bei den Abstimmungen mit Nein stimmen oder sich der Stimme enthalten, ihre Stimmkarte hochzuheben. Die Nummern der Stimmkarten werden zur besseren Erfassung von Notar Dr. Brix laut vorgelesen. Wurde Ihre Nummer von Dr. Brix genannt, bitte ich Sie, die Stimmkarte zu senken .
[Foreign language] Der Abstimmungsvorgang wird vom Notar überwacht und das Abstimmungsergebnis vom EDV-Service entsprechend der Anzahl der von Ihnen vertretenen Aktien berechnet. In die Abstimmungen werden die hinterlegten Vollmachten und Weisungen an Stimmrechtsvertreter zum jeweiligen Abstimmungspunkt einbezogen. Ich bestimme diesen Sitzungssaal zum Präsenzbereich. Ausschließlich hier können Sie Ihre Stimme abgeben.
[Foreign language] Bei jeder Abstimmung die Anzahl der jeweils vertretenen Aktien zu erfassen, wurde und wird die Präsenz durch die Ein- und Ausgangskontrolle ständig in Evidenz gehalten. Während eines Abstimmungsvorganges sollte niemand den Raum verlassen oder wieder betreten. Aktionärinnen und Aktionäre, die ohne Abgabe ihrer Stimmkarte beziehungsweise ohne Erteilung einer Vollmacht die Sitzung verlassen, werden beim zuvor angekündigten Abstimmungsverfahren als zustimmend gezählt.
[Foreign language] Damit kommen wir zur Abstimmung zum zweiten Punkt der Tagesordnung: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns. Im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Bilanzgewinn in der Höhe von €295.554.955 ausgewiesen. Die Gesellschaft hält per heute 2.779.006 Stück eigene Aktien. Es bestehen daher 115.442.976 Stück ausschüttungsberechtigte, das heißt dividendenberechtigte Aktien der Gesellschaft. Ich bringe nun den verlesenen und auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag als Antrag zur Abstimmung.
[Foreign language] Die Hauptversammlung möge beschließen, dass eine Dividende von €2,50 je dividendenberechtigter Stückaktie ausgeschüttet und der verbleibende Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen wird. Der Dividendenzahltag ist der 24. Juni 2025 und der Dividendenextrag ist der 18. Juni 2025. Wer ist gegen diesen Antrag?
[Foreign language] Keine Gegenstimmen. Wer?
[Foreign language] Können Sie Ihre Stimmkarte heben, bitte? Ja, bitte in der Höhe. Danke. 142, keine weiteren Gegenstimmen. Enthält sich jemand der Stimme? Enthaltung. Stimmkarte Dr. Knapp und 143 waren die Enthaltungen. Ich verkünde das Abstimmungsergebnis zu Tagesordnungspunkt Nummer 2. Es gibt 74.628.439 Ja-Stimmen und 2.500 Nein-Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen beträgt 74.630.939 und der Anteil am Grundkapital 63,13%.
[Foreign language] Ich stelle daher fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und somit die Hauptversammlung die beantragte Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2024 durch Ausschüttung einer Dividende von €2,50 je dividendenberechtigter Stückaktie und Vortrag des verbleibenden Restbetrags auf neue Rechnung beschlossen hat. Abstimmung zum dritten Punkt der Tagesordnung:
[Foreign language] Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2024. Ich stelle fest, dass hinsichtlich der Entlastung der Mitglieder des Vorstands allfällige Stimmverbote gemäß § 125 Aktiengesetz vom Zielservice berücksichtigt werden. Ich bringe nun den verlesenen und auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag als Antrag zur Abstimmung.
[Foreign language] Die Hauptversammlung möge en bloc die Entlastung der im Geschäftsjahr 2024 amtierenden Mitglieder des Vorstands für diesen Zeitraum beschließen. Wer ist gegen diesen Antrag? Gegenstimme: Weisungskarte Dr. Knapp. Keine weiteren Gegenstimmen. Enthält sich jemand der Stimme? Weisungskarte Dr. Knapp. Stimmkarte 33 waren die Enthaltungen. Ich verkünde das Abstimmungsergebnis.
[Foreign language] Es gibt 74.602.228 Ja-Stimmen, 6.100 Nein-Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen beträgt 74.608.328 und der Anteil am Grundkapital 63,11%. Ich stelle daher fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und somit die Hauptversammlung die beantragte Entlastung der Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen hat.
[Foreign language] Abstimmung zum vierten Punkt der Tagesordnung: Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024. Ich stelle fest, dass hinsichtlich der Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats allfällige Stimmverbote gemäß § 125 Aktiengesetz vom Zielservice berücksichtigt werden. Ich bringe nun den verlesenen und auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag als Antrag zur Abstimmung.
[Foreign language] Die Hauptversammlung möge en bloc die Entlastung der im Geschäftsjahr 2024 amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats für diesen Zeitraum beschließen. Wer ist gegen diesen Antrag? Weisungskarte Dr. Knapp. Keine weiteren Gegenstimmen. Enthält sich jemand der Stimme? Dr. Knapp sowie die Stimmkarten 33, 91, 135.
[Foreign language] Das Abstimmungsergebnis zu Tagesordnungspunkt 4 lautet: 74.416.844 Ja-Stimmen, 156.310 Nein-Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen liegt bei 74.573.154 und der Anteil am Grundkapital 63,08%. Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und somit die Hauptversammlung die beantragte Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen hat.
[Foreign language] Wir kommen zur Abstimmung zum fünften Punkt der Tagesordnung: Wahl des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers sowie des Prüfers der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2025. Ich bringe zunächst den verlesenen und auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag als Antrag zur Abstimmung.
[Foreign language] Die Hauptversammlung möge die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wien zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2025 wählen. Wer ist gegen diesen Antrag? Stimmkarte 142, Weisungskarte Dr. Knapp. Keine weiteren Gegenstimmen. Enthält sich jemand der Stimme? Weisungskarte Dr. Knapp. Stimmkarte 33 waren die Enthaltungen. Ich verkünde das Abstimmungsergebnis zu Tagesordnungspunkt 5.
[Foreign language] Es gibt 74.587.668 Ja-Stimmen, 41.344 Nein-Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen liegt bei 74.629.012 und der Anteil am Grundkapital beträgt 63,13%. Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und somit die Hauptversammlung den Abschlussprüfer und den Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2025 gewählt hat. Ich bringe nun den verlesenen und auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag als Antrag zur Abstimmung.
[Foreign language] Die Hauptversammlung möge die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wien zum Prüfer der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2025 wählen. Dies jedoch unter der Voraussetzung, dass die konsolidierte Nachhaltigkeitsberichterstattung aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtend durch einen externen Prüfer zu prüfen ist. Wer ist gegen diesen Antrag? Weisungskarte 142, Weisungskarte Dr. Knapp. Das waren die Gegenstimmen. Enthält sich jemand der Stimme? Dr. Knapp sowie die Stimmkarte 33, das waren die Enthaltungen. Das Abstimmungsergebnis lautet: 74.623.687 Ja-Stimmen, 5.185 Nein-Stimmen.
[Foreign language] Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen liegt bei 74.628.872 und der Anteil am Grundkapital beträgt 63,13%. Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und somit die Hauptversammlung den Prüfer der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung für das Geschäftsjahr 2025 gewählt hat. Dies jedoch unter der Voraussetzung, dass der konsolidierte Nachhaltigkeitsbericht aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtend durch einen externen Prüfer zu prüfen ist.
[Foreign language] Die Abstimmung zum Punkt 6 der Tagesordnung ist unsere nächste: Beschlussfassung über den Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2024. Ich bringe nun den verlesenen und auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag als Antrag zur Abstimmung.
[Foreign language] Die Hauptversammlung möge den Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2024, wie dieser auf der Internetseite zugänglich gemacht wurde, beschließen. Wer ist gegen diesen Antrag? Weisungskarte Dr. Knapp. Keine weiteren Gegenstimmen. Enthält sich jemand der Stimme? Weisungskarte Dr. Knapp. Keine weiteren Enthaltungen.
[Foreign language] Das Abstimmungsergebnis zu Tagesordnungspunkt 6 lautet: 74.362.846 Ja-Stimmen, 267.467 Nein-Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen liegt bei 74.630.313 und der Anteil am Grundkapital 63,13%. Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und somit die Hauptversammlung antragsgemäß den Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2024 beschlossen hat.
[Foreign language] Nächster Punkt ist Nummer 7: Wahlen in den Aufsichtsrat. Ich bringe zunächst den verlesenen und auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag als Antrag zur Abstimmung. Die Hauptversammlung möge die Erhöhung der Zahl der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der durch die Satzung gezogenen Grenzen von 4 auf 5 beschließen.
[Foreign language] Wer ist gegen diesen Antrag? Verlese die Gegenstimmen: Weisungskarte Dr. Knapp, Stimmkarte 325.160, 5 waren die Gegenstimmen. Enthält sich jemand der Stimme? Weisungskarte Dr. Knapp. Keine weitere Enthaltung. 135, das waren die Enthaltungen.
[Foreign language] Das Abstimmungsergebnis lautet: 72.621.256 Ja-Stimmen, 2.006.342 Nein-Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen liegt bei 74.627.598 und der Anteil am Grundkapital 63,12%. Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und so hin die Hauptversammlung antragsgemäß die Erhöhung der Zahl der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der durch die Satzung gezogenen Grenzen von 4 auf 5 beschlossen hat.
[Foreign language] Ich bringe nun den verlesenen und auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag als Antrag zur Abstimmung. Die Hauptversammlung möge Herrn Diplomingenieur Sebastian Haselsteiner in den Aufsichtsrat wählen. Wer ist gegen diesen Antrag? Weisungskarte Dr. Knapp, Stimmkarte 325, 160, keine weiteren Gegenstimmen.
[Foreign language] Enthält sich jemand der Stimme? Dr. Knapp. Waren die Enthaltungen? Hier sind noch eine Enthaltung, Nummer 5, Herr Bauer. Das waren die Enthaltungen. Das Abstimmungsergebnis lautet: 72.210.095 Ja-Stimmen, 2.417.697 Nein-Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen ist 74.627.792 und der Anteil am Grundkapital beträgt 63,16%.
[Foreign language] Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und so die Hauptversammlung antragsgemäß Herrn Diplomingenieur Sebastian Haselsteiner in den Aufsichtsrat gewählt hat. Sebastian Haselsteiner hat bereits vor der Wahl erklärt, das Mandat im Falle der Wahl anzunehmen. Abstimmung zum achten Punkt der Tagesordnung:
[Foreign language] Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Absatz 1 Ziffer 8 sowie Absatz 1a und 1b Aktiengesetz sowohl über die Börse oder öffentliches Angebot als auch auf andere Art im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals, auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts, das mit einem solchen Erwerb einhergehen kann, somit umgekehrter Bezugsrechtsausschluss. B: Das Grundkapital durch Einziehung erworbener eigener Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen und C: Gemäß § 65 Absatz 1b Aktiengesetz für die Veräußerung bzw.
[Foreign language] Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu beschließen. Ich bringe zunächst den auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag 8.1 als Antrag zur Abstimmung. Die Hauptversammlung möge die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien beschließen. Wer ist gegen diesen Antrag?
[Foreign language] Weisungskarte Dr. Knapp. Keine weitere Gegenstimme.
[Foreign language] Enthält sich jemand der Stimme?
[Foreign language] Weisungskarte Dr. Knapp sowie die Stimmkarten 33, 91 waren die Enthaltungen. Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde, ohne vorher noch das Abstimmungsergebnis vorgelesen zu haben, was ich jetzt nachhole. Es gibt 74.561.711 Ja-Stimmen, 59.873 Nein-Stimmen.
[Foreign language] Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen 74.621.584. Der Anteil am Grundkapital liegt bei 63,12%. Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und somit die Hauptversammlung antragsgemäß die Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien beschlossen hat.
[Foreign language] Ich bringe nun den auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag 8.2 als Antrag zur Abstimmung. Die Hauptversammlung möge die Ermächtigung des Vorstands bei einem Rückerwerb eigener Aktien das quotenmäßige Veräußerungsrecht auszuschließen, also den umgekehrten Bezugsrechtsausschluss zu beschließen. Wer ist gegen diesen Antrag? Dr. Knapp. Das waren die Gegenstimmen.
[Foreign language] Wer enthält sich der Stimme? Dr. Knapp. 91, 33% waren die Enthaltungen. Das Abstimmungsergebnis zu 8.2 lautet: 74.618.607 Ja-Stimmen, 9.077 Nein-Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen liegt bei 74.627.684 und der Anteil am Grundkapital 63,13%. Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und somit die Hauptversammlung antragsgemäß die Ermächtigung des Vorstands bei einem Rückerwerb eigener Aktien das quotenmäßige Veräußerungsrecht auszuschließen, also umgekehrter Bezugsrechtsausschluss beschlossen hat. Ich bringe nun den auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag 8.3 als Antrag zur Abstimmung.
[Foreign language] Die Hauptversammlung möge die Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital durch Einziehung erworbener Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen, beschließen. Wer ist gegen diesen Antrag? Dr. Knapp. Waren die Gegenstimmen? Pardon, weitere Gegenstimmen? 33 und 91, Herr Bauer. Gibt es weitere Gegenstimmen? Gegenstimmen.
[Foreign language] Also, ich wiederhole: Weisungskarte Dr. Knapp war eine Gegenstimme und dann 91 war eine Gegenstimme, bitte 33 war keine Gegenstimme.
[Foreign language] Enthält sich jemand der Stimme? Dr. Knapp und 33 als Enthaltung. Das waren die Enthaltungen. Das Abstimmungsergebnis zu Tagesordnungspunkt 8.3 lautet: 74.618.607 Ja-Stimmen, 9.864 Nein-Stimmen. Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen 74.628.471 und der Anteil am Grundkapital 63,13%.
[Foreign language] Ich stelle fest, dass dieser Antrag mit der erforderlichen Mehrheit angenommen wurde und somit die Hauptversammlung antragsgemäß die Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital durch Einziehung erworbener eigener Aktien ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung herabzusetzen, beschlossen hat.
[Foreign language] Ich bringe nun den auf der Internetseite zugänglich gemachten Beschlussvorschlag 8.4 als Antrag zur Abstimmung. Die Hauptversammlung möge die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 65 Absatz 1b Aktiengesetz für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot zu beschließen. Wer ist gegen diesen Antrag?
[Foreign language] Dr. Knapp mit seiner Weisungskarte, die Stimmkarte 142, die Stimmkarte 91 und Stimmkarte 160, 130, keine weiteren Gegenstimmen.
[Foreign language] Enthält sich jemand der Stimme?
[Foreign language] Dr. Knapp, Nummer 33, keine weiteren Enthaltungen.
[Foreign language] Ich verkünde das Abstimmungsergebnis zu Tagesordnungspunkt 8.4: 74.558.056 Ja-Stimmen, 63.315 Nein-Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen gültigen Stimmen 74.621.371 und der Anteil am Grundkapital 63,12%. Damit ist die Tagesordnung unserer heutigen Hauptversammlung erschöpft. Ich bedanke mich für Ihr Interesse und Ihre Mitwirkung und schließe die ordentliche Hauptversammlung. Namens der Gesellschaft darf ich Sie zum Buffet einladen.